WoLeBa
WOLEBA – innovatives Wohnprojekt auf Gemeindegrundstück
„…wird ihnen gemäß §74 BauO LSA… die Genehmigung erteilt…” – ein Jubelschrei am 8. Januar 2001; es war geschafft! Nach sieben Planungsentwürfen, dutzenden Sitzungen und Gesprächen, monatelangem Warten hatten wir wieder eine Hürde genommen. Am 11. November 1998 begann der Hindernislauf mit einem ersten Antrag an den GKR und setzte sich über kirchliche und städtische Behörden bis hin zu Finanz- und Baupartnern fort. Es gab fast nichts, was reibungslos lief und vieles hat uns an Wunder glauben gelehrt.
Das Projekt Seebener Str. 192, kurz „Seebi” genannt, sollte vier Familien mit heute 22 Personen ein neues Zuhause bieten und gestaltete sich als ein Vorhaben mit einigen recht innovativen Aspekten. So wurde und wird nun ein kircheneigenes Grundstück und Gebäude von einer Mietergemeinschaft saniert und bewirtschaftet. Neben Bankkrediten fließen andere Finanzierungsformen mit ein, so auch Eigenmittel und Eigenleistungen der Mieter. Mittels eines Vertrages delegiert die Gemeinde die Bewirtschaftung an die Mieter, erhält sich aber gemeindliche Nutzungsoptionen. Nicht zuletzt wird das Modell der „Immobilienmission” erprobt: mittels Gebäude bindet man Gemeindeglieder (das ist natürlich ein Scherz, aber in diesem Fall nicht ganz von der Hand zu weisen).
Es dauerte eine Weile bis alles auf finanziell, juristisch und organisatorisch festen Füßen stand. Trotzdem begannen am 26.02.2001 die Bauarbeiten und konnten sechs Wochen vorfristig abgeschlossen werden. Aus der Initiative „Abreißen und Aufbauen in der Seebi” entwickelte sich so „Wohnen und Leben in Bartholomäus” (WOLEBA). Im Oktober 2001 wurden die Wohnungen bezogen und erste Blumen gepflanzt. WOLEBA lebt!
Beginn der Initiative: 11.11.1998
Baugenehmigung: 08.01.2001
Bauzeit: 7 Monate
Gesamtkosten: ca. 1.2 Millionen DM
Finanzierung gerundet: 800 TDM Kredit, 200 TDM Bewohnerdarlehn, 200 TDM Gemeindedarlehn
Wohnfläche: ca. 480 qm
Miete: ca. 10,35 DM/qm
Eigenleistung: ca. 5000 Stunden
d.h. durchschnittlich hat jede Familie drei Jahre lang jede Woche 8 Std. gearbeitet…





