Archiv für die Kategorie „Musik“
Zwei Menschen und die Musik
Frau Uta Fröhlich
Am 1. Februar werde ich meinen Dienst als Kirchenmusikerin in Ihrer Gemeinde beginnen, gemeinsam mit Martin Fritzsche. Darum möchte ich mich Ihnen ein wenig bekannt machen.
Aufgewachsen in Jena kam ich schon in meiner Kindheit viel mit Musik in Berührung, da mein Vater auch Kirchenmusiker war. Ich studierte an der Kirchenmusikschule in Halle und arbeitete nach dem Examen ein Jahr in Erfurt in der Martini- Gemeinde. Danach wechselte ich nach Halle in die Luthergemeinde.
Während mein Anstellungsverhältnis dort für zwei Jahre ruhte, konnte ich ein Aufbaustudium für Instrumentale Korrepetition / Kammermusik an der Leipziger Musikhochschule absolvieren. Von den Verbindungen zu Instrumentalisten und Sängern profitiere ich noch heute, denn ich arbeite gern mit ihnen zusammen.
Mit den Veränderungen im Stellenplan des Kirchenkreises erweiterte sich mein Arbeitsgebiet. Die Arbeit in der Gesundbrunnengemeinde und der Gemeinde Wörmlitz-Böllberg kam dazu.
Als Schwerpunkte in meinem Beruf sehe ich die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten (auch mit Kammermusik) und die Arbeit mit den Chören.
Ich habe drei Söhne im Alter von 16, 14 und 11 Jahren und bin seit einem Jahr mit Manfred Brien verheiratet, der Pfarrer der Gesundbrunnengemeinde ist.
Nun hoffe ich, dass Sie ein bisschen neugierig sind auf das Kommende. Ich bin es jedenfalls! Herzlich grüßt Uta Fröhlich
Anfänger und doch Vollender
Es blieb ihm nicht viel Zeit und doch geschah in kurzer Zeit viel. Als Berufsanfänger bewarb sich Konrad Pippel auf eine halbe Stelle, um in zwei Gemeinden Kirchenmusik zu machen. Viele Zahlen schoben wir imVorfeld hin und her, um die Lebendigkeit der Kirchenmusik in eine Dienstanweisung zu pressen. Aber die Dynamik der Pippel‘schen Initialzündung bewegte weit mehr. Die Kinder im Kindergarten, der Kinderchor, ein neu zu gründender Jugendchor, zwei Kirchenchöre und ein Orchester wurden sein Arbeitsfeld.
Es klang an allen Ecken und Enden. Bei so viel Bewegung sollte sich auch in der Anstellung etwas bewegen. Wir bemühten uns um Spenden und führten Gespräche mit dem Kirchenkreis.
Der Erfolg war nicht immer befriedigend. Aber wieder war das musikalische Leben anders als gedacht. Allen Sorgen zum Trotz entwickelte sich die Kirchenmusik zwischen Petrus und Bartholomäus sehr gut und wurde zu einem festen Bestandteil der Gemeindearbeit.
Konrad Pippel ist mit Musik eine Verbindung gelungen, die über den Kopf wesentlich länger gedauert hätte und neue Möglichkeiten eröffnet.
Wir sind sehr dankbar für diesen musikalischen Brückenschlag und verabschieden ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Das weinende gilt der Trauer, dass es uns nicht gelungen ist, für ihn eine Anstellung im Kirchenkreis zu erwirken. Das lachende Auge freut sich über das Gelungene und Integrierende, das uns die Kirchenmusik durch Konrad Pippel schenkte.
Und ein wenig freuen wir uns auch über seine neuen Aufgaben als Kantor in Apolda.
Ein Mann, zwei Gemeinden und viele Stimmen
Sicher hatte so mancher Konzertbesucher am Sonntag, dem 06.11.2011, abends auf dem Nachhauseweg den Refrain des Gerhard- Schöne-Lieds als Ohrwurm im Gepäck.
45 Kinder aus dem Bartholomäus- und Petruskinderchor und dem gemeinsamen Jugendchor sangen zusammen Lieder von Gerhard Schöne. Wer hätte gedacht, dass wir so einen tollen Kinderchor haben. Zum größten Teil hörten wir nicht die bekannten Lieder aus DDR-Zeiten, sondern Lieder aus der Nachwendezeit, deren Texte besonders für Erwachsene gemacht sind und oft zum Schmunzeln und Nachdenken einluden.
Schon lange bereiten die Kinder diese Lieder vor. Das Probenwochenende direkt davor hat eine große Sicherheit gebracht. Die Kinder konnten sich mit den nicht so einfachenTexten und Melodien gut auseinandersetzen. Dies hat man ihnen beim Singen auch angemerkt, mal kräftig, mal zart, mal frech oder voller Gefühl und immer textsicher, besonders bei dem Titelsong „Wenn ich dir was wünschen dürfte…“.
Die Instrumente, Saxophon (Dagmar Petrick), Querflöte (Andrea Habenicht) und Gitarre (Steffen Völker) sowie Orgel und Klavier bereicherten die Lieder und sorgten für viel Abwechslung in der Interpretation.
Schön, dass das Publikum auch zwei Choräle aus dem Gesangbuch mit Gerhard- Schöne-Texten mitsingen konnte. Nachdenkliche Kurzgeschichten zwischendurch gönnten den fleißigen Sängern eine Pause und dem Puplikum in der vollen Kirche Kurzweil.
Viel Applaus forderte von den Chorkindern (1.- 6. Klasse) noch eine Zugabe, ehe sie nach einem fleißigen Wochenende nach Hause gehen konnten. Die reichliche Kollekte zeigte, wie gut es dem Puplikum gefallen hat.
Vielen Dank an Konrad Pippel, der mit diesen Musikprojekten das freudige Miteinander der zwei Gemeinden weiter befördert hat.
Der Mann an der Spitze der Band
Die zentrale Studienvermittlung verwies ihn nach Halle. Ein Personalnotstand in der Gemeindeband führte ihn an das Schlagzeug und in die Mitarbeit beim Gottesdienst in neuer Form. Das war vor mehr als zehn Jahren.
Die Rede ist von Philipp Woyte. Inzwischen leitet er die Band und er ist Ehemann und Vater von drei Kindern. Das Lobpreisgebet jeden Mittwoch führt er zusammen mit anderen regelmäßig an. Bei Woytes findet jeden Dienstag ein Hauskreis statt.
Selbstverständlich nimmt er auch am Abendmahl der Gemeinde teil und ist zugleich seiner katholischen Heimatkirche treu geblieben. Gott hat er in beiden Kirchen erlebt. Deshalb ist Konfessionalismus für ihn nicht von Bedeutung.
So fragen wir ihn:
Was schätzt Du an Bartholomäus besonders?
Bartholomäus ist für viele Menschen und deren Anliegen offen, sehr vielseitig in den Formen und doch gibt es ein einendes Element, die Suche nach Begegnung mit Gott. Durch die unterschiedlichen Mitarbeiter wird viel Kraft spürbar und es wird unterschiedlichen Formen und Vorlieben Raum gegeben.
Was hat Gott in deinem Leben bewirkt?
Zwei Gemeinden – ein Klang und Ihre Spende
Wenn Sie die umstehenden Angebote ansprechen, lassen Sie sich herzlich einladen, daran teilzunehmen. Die verschiedenen Gruppen erwarten Sie. Das gemeinsame Musizieren bereitet großen Spaß.
Die Angebote sind kostenfrei, aber nicht umsonst. Mit viel Engagement bemühen sich die Gemeinden um die Finanzierung der Kirchenmusik. Das beginnt vor allem bei einem Gehaltsanteil für die Stelle der Kirchenmusik, betrifft aber auch die Räume und Ausstattung für die Gruppen.
Wir bitten Sie um Unterstützung dieser segensreichen Arbeit.
Egal ob Sie mitmusizieren oder Zuhörer sind, ob sie Musik mögen oder ihr Kind von diesen Angeboten Nutzen zieht, bringen Sie sich mit einer Spende für die Kirchenmusik ein.
Spendenkonto Bartholomäusgemeinde
bei der Saalesparkasse
BLZ 800 53 762 Konto: 382 082 487
Kennwort: Kirchenmusik
Kantor Konrad Pippel lädt zu folgenden Probenzeiten ein:
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Kinderchor Petrusgemeinde
Montag
16.15 – 17 Uhr (1. bis 3. Klasse)
Petrus-Gemeindehaus
06120 Halle, An der Petruskirche 2