Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Aktuelle Termine im Überblick

Foto: Iris Hinneburg

Sonntag 21.05. – Donnerstag 25.05.: Bibelmarathon

Donnerstag 25.05.

Freitag 26.05.

Samstag 27.05.

Sonntag 28.05.

Zum Kirchentag 24.-28.05.

Zum Vormerken

Helfer für das Band der Kirchen

Am 26.05.17, im Rahmen des Kirchentages, findet das Band der Kirchen statt. Dafür bieten das Caféteam der Bartholomäusgemeinde wieder das Café am romantischen Ort an.

Wir bitten um Unterstützung mit kulinarischen Beiträgen und beim Auf- und Abbau der Tische und anderen Vorbereitungen für den Abend. Dafür gibt es eine Liste im Gemeindehaus, in die man sich gerne eintragen darf. Wenn dazu Fragen bestehen, darf man sich gerne ans Caféteam wenden.

Außerdem suchen wir noch jemand, der evtl. Zeit und Lust hat, in der Woche vorher den Rasen an der Kirche zu mähen. Bitte tragen Sie sich dafür ebenfalls in die Liste ein oder setzen Sie sich direkt mit Annette Döbbeling in Verbindung.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Nachgedacht: Ein Liebesbrief an das Alte

Immer nach vorne schauen, nie zurück. Die Zukunft erreichen, Entscheidungen treffen für ein gutes „Irgendwann“. Ein Irgendwann, in dem wir mal Professoren sind oder Tischler oder Politiker. Neu heißt besser, neu bedeutet spannend und neu ist für uns Zukunft und die Zukunft soll gut werden.

Aber damals, als neu nur eine Beschreibung für ein Spielzeug war und kein größerer Lebensabschnitt. Damals, als Liebe noch bedeutete im Unterricht ein Zettelchen mit Herzen darauf zu bekommen. Als Kaffee noch nicht nach einem alltäglichem Getränk, sondern brauner Brühe und Erwachsensein schmeckte, das man heimlich in viel zu großen Mengen trank. Damals, als es nicht unmöglich schien, sich seine Haare dauerhaft mit Aquarellfarbe zu färben und es keinen Zweifel daran gab, dass man mit all seinen Freunden später in einem Baumhaus wohnen würde. Ja damals, als man die Welt noch mit der genialen Idee retten wollte „Was wäre wenn Krieg ist und niemand geht hin?“. Damals, als fünf 20-Cent-Stücke noch deutlich mehr als ein 1-Euro-Stück waren und die größte Mutprobe daraus bestand, einen Centershock so lange im Mund zu behalten, bis dieser nicht mehr sauer war.

Und wenn ich so die Straßen in meiner Heimatstadt entlang laufe, in meinem alten Kinderzimmer oder im Kirchgarten sitze, dann schmeckt die Luft immer noch ein bisschen nach Aquarellfarbe und Zettelchen mit Herzen darauf, nach Kaffee und Centershocks. Das Alte lässt sich nicht mehr verändern, aber es ist und bleibt Teil der Gegenwart und der Zukunft. Und vielleicht sollten wir uns ein bisschen was von damals beibehalten und ab und zu mal wieder heimlich Kaffee trinken.

Jule Biallas

Vorgestellt: Johanna Pfeifer

Foto: Sandra Biewald

Johanna Pfeifer stammt aus Lutherstadt Wittenberg und wuchs in einem Dorf in der Nähe und später in Wittenberg auf. Die Musik spielte in ihrem Leben schon früh eine Rolle, allerdings spielte sie zunächst Blockflöte und Konzertakkordeon. Erst später kam sie zusätzlich zur Kantorei, und Klavier, Orgel und Gesang begann sie durch ihre Entscheidung für den Kantorenberuf mit 17.

Frau Pfeifer hat 2015 ihr Kirchenmusikdiplom A in Halle bekommen und arbeitet seit September 2016 im Rahmen eines Praktikums hier, wo wir sie als Begleitung im sonntäglichen Gottesdienst der Petrus-, Laurentius- und der Bartholomäusgemeinde erleben dürfen.

Wie sind Sie zur Kirchenmusik gekommen?

Mit 17 hatte ich den Entschluss gefasst, Kirchenmusik zu studieren. Auslöser war letzten Endes die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium gewesen, das ich damals das erste Mal in der Kantorei mitgesungen hatte. Auch die Vielseitigkeit des Studiums hatte mich besonders gereizt, denn neben den Orgelfächern gehören zum Beispiel auch Dirigieren, andere Instrumente und Gesang zur Ausbildung. Außerdem meinte ich, dass man als Kantor in der musikalischen Arbeit sehr frei und eigenverantwortlich handeln und die Musik ausleben kann. Dirigieren und Orgelimprovisation wurden meine Lieblingsgebiete.

Welche Tätigkeiten umfasst Ihr Praktikum für den Kirchenkreis?

Ich spiele in der Petrus-, Laurentius- und der Bartholomäusgemeinde in regelmäßigen Abständen in den Gottesdiensten, leite Chorproben in verschiedenen Altersbereichen oder korrepetiere diese. Alle Bereiche haben ihre eigene Herausforderung und ich kann mich gut ausprobieren und lerne viel, gerade auch im organisatorischen und pädagogischen Bereich. Neben dem Praktikum habe ich zurzeit eine Halbzeit-Bürostelle.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von den Gottesdienstbesuchern?

Ich freue mich über alle Kritik, weil sie mich anregen und mir andere Blickwinkel aufzeigen kann. Aber natürlich macht auch Dankbarkeit und Lob mich froh, weil ich so merke, dass ich den Mitmenschen etwas geben konnte.

Was motiviert Sie in Ihrer Tätigkeit?

Ich beziehe meine Motivation aus der Musik selbst, ihrer Kraft, ihrer Schönheit, und beim Gemeinde- und Chorgesang zudem auch aus den Inhalten: Die Verbindung der Botschaft Jesu mit Musik ist einfach schön und kann auf wunderbare Weise die Herzen von Musikern und Zuhörern bewegen – und so das Evangelium in die Welt tragen.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Ein Motto nicht direkt, aber ich glaube, die Welt wäre besser, wenn alles von der Liebe geleitet wäre – das ist meine Idealvorstellung davon, wie die Welt von allen Problemen befreit werden könnte.

Vielen Dank für das Gespräch!

Sandra Biewald

Vom Kreuz aus betrachtet

Foto: René Schmidt

Es gibt viel Leid in der Welt. Viele Menschen tragen schwer an ihrem Kreuz. Sie schuften, plagen sich und darben trotzdem. Viele werden gequält und getötet. Und auch als Täter verbreiten sie Schrecken und Entsetzen. Wenn man alle zusammen nimmt und die Menschheit als Ganze sieht, dann fällt es schwer, den Nächsten pauschal als Menschenbruder und Leidensschwester am gleichen Schicksal zu erkennen. Irgendjemand muss es gewesen sein, der das Leid gebracht hat. Es ist ja nicht die Erfindung von Historikern und Journalisten.

Und zugleich fragen wir uns, woher das Böse überhaupt in die Welt kommt. Wer hat den Menschen ans Kreuz gebracht? Wer hat ihn in die Armut gestoßen, der dem Sturm und der Dürre folgt? Auch Gott scheint nicht unschuldig zu sein.

Die Kreuzigung von Jesus und seine Worte am Kreuz sagen mir: der Gott mit dem Gesicht des Menschen leidet mit. Das erklärt nicht alles. Auch für Christen nicht. Es erhellt die dunkle Seite Gottes nur zum Teil. Es bleibt weiterhin ein Geheimnis um das Leid in der Welt. Und wer die Botschaft von der Liebe Gottes leichtfüßig erzählen möchte, dem bleibt das Kreuz ein Klotz am Bein. Gottes Tun scheint zugleich Bindung und Bruch zu sein. Es ist Antwort und Frage zugleich, aber die Antwort hilft bei der Frage nach dem Sinn. Gott leidet. Er kann uns gut leiden. Er ist für uns, weshalb auch das Leid immer nur zum Teil gegen uns sein kann. Auch das Leid muss dienen.

Wenn wir das Kreuz Jesu betrachten, dann sehen wir etwas von dem Schmerz und der Verzweiflung aller, die leiden und mit anderen leiden. Wenn wir aber die Position des Gekreuzigten einnehmen und durch das Leid des Gekreuzigten die Welt betrachten. Also uns ans Kreuz begeben und wie der Gekreuzigte auf dem Bild durch den Leuchter die Welt anschauen, dann erkennen wir, dass kein Leid mehr außerhalb von Gott sein wird. Dieser Glaube schützt mich davor, an nichts mehr zu glauben. Gleichgültig und unverletzlich zu werden. Unglaube und Nihilismus sind nämlich auch keine Antwort auf die Frage nach dem Leid. Das Kreuz ist ein Halt in der Welt des Leides. Doch sein Sinn ist nicht oberflächlich.

Das Wort vom Kreuz wird mir nur dann zum Trost, wenn ich das persönliche und fremde Leid immer wieder und bald ausschließlich dadurch betrachte. Wenn ich es in das Geheimnis Gottes miteinbeziehe. Dann richte ich meinen Blick anders aus und bin nicht mehr gebannt. Ich werde neu beten, hoffen, lieben, beistehen, still sein können. Und doch, und davon kamen wir ja her. Menschen sind Opfer und als Täter. Das Kreuz als Logo der Christen bedeutet uns auch, dass wir im Namen des Gekreuzigten für das Leben und gegen Gewalt und Tötung aufstehen.

Pfarrer Ralf Döbbeling

Terminblatt für Mai erschienen

Welche Gottesdienste gibt es im Mai in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier herunterladen.

Pfingst-Phoebe erschienen

Die neueste Ausgabe unseres Gemeindebriefes ist erschienen. Die neue Phoebe-Phoebe gibt es in der Kirche und im Gemeindehaus und wird automatisch an alle Haushalte mit Gemeindemitgliedern verschickt. Wer so lange nicht warten will, kann sich die Phoebe im PDF-Format auch hier auf der Homepage herunterladen.

Terminblatt für April erschienen

Welche Gottesdienste gibt es im April in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier herunterladen.

Angedacht: Kennen Sie eigentlich meine Frau?

Foto: J. Lipskoch

Darf ich vorstellen: Katharina von Bora. Von anderen wurde sie auch die Lutherin genannt. Ich selber, wenn sie mir Grenzen setzte, nannte sie liebevoll mein Herr Käthe. Auch wenn wir nicht aus Liebe heirateten, so war Katharina wohl der wichtigste Mensch in meinem Leben. Ich kann mir nicht vorstellen, was aus mir geworden wäre, wenn sie mich nicht gefunden hätte. Wenn Ihr etwas über unser Eheleben und den theologischen Verstand Katharinas erfahren wollt, dann lest unsere Briefe, die oft mehrmals während einer Reise zwischen uns hin und her gingen.

Nachdem ich meine Entdeckung des gnädigen Gottes gemacht habe, war es natürlich, dass ich auch heiratete. Ich riet es auch jedem anderen. Aber ich selber zierte mich. Dabei dient es nur dem Teufel, wenn wir uns um unsere eigene Seligkeit sorgen. So war es Gottes Güte, der mich durch mein Ehegespons von mir selbst befreite. Ich hätte mich sonst immer nur um diesen alten Madensack gekümmert und dennoch die Freude Gottes an den Menschen nie erfahren. War ich der Reformator, war Katharina es für mich.

Da ich erst in erster Generation zuerst ein Mönch und dann ein Prediger des Evangeliums und Doktor der Theologie war, kannte ich die Arbeitswelt noch sehr gut. Die schwere Arbeit der Bergleute, der Bauern und Handwerker. Doch erst durch Käthes Arbeit als Mutter, Hausfrau und Geschäftsführerin unseres Hauses und Hofes kam ich auf den Gedanken, dass es keine frommen Werke gibt, die mehr zählen als andere. Wenn Katharina Bier braute, wie all die Frauen in Wittenberg Bier brauten, dann tat sie einen Gottesdienst. So auch jeder, der seinen Beruf ehrlich und ordentlich ausübt, damit Gott und dem Nächsten dient.

Sie merken, wie sehr ich durch mein Eheweib gelernt habe, ein freier Mensch zu sein. So rühme ich Gott für die zwei Gebote, in die er ein drittes hineinflicht, wie Katharina einen Zopf flicht. Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst. Das ist die größte Freiheit und das habe ich von meiner Frau gelernt, die mich immer wieder von meiner Sorge um mich selbst befreit hat.

Wie das eine Mal, als sie Trauerkleidung anzog, um mich von den trüben Gedanken zu kurieren. Ich merkte es erst gar nicht. So besessen war ich von meiner Sorge. Und dann antwortete sie mir auf die Frage, wer denn gestorben sei. „ Der liebe Gott, der liebe Gott ist tot.“ Da musste ich doch herzlich lachen, welch schönes Beispiel die Katharina sich für ihre Predigt ausgedacht hatte.

Pfarrer Ralf Döbbeling

Gemeindebüro geschlossen

Foto: Iris Hinneburg

Aus Krankheitsgründen muss das Gemeindebüro leider bis zum 17.03. geschlossen bleiben. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an Pfarrer Döbbeling (Kontakt).