Zum 1. April 2021 geht  Angelika Krause in den wohlverdienten Ruhestand. Wir kennen uns seit 1993: Damals waren wir beide im Gemeindekirchenrat tätig. Es war die Zeit nach der friedlichen Revolution und Deutschland war wiedervereinigt. Nun fragen sich alle, was dies mit Frau Krause zu tun hat. Viele von uns mussten sich insbesondere in den ersten Jahren (beruflich) neu orientieren. Was für jeden von uns persönlich zutraf, nämlich die Auswanderung (in ein anderes System) obwohl wir in unseren Wohnorten verblieben, traf auch auf unsere Gemeinde zu.

Mit dem Röderberg fand sich eine Gruppe (zugereister) Studenten, die sich in der Gemeinde engagieren wollten und sich engagierten. Gleichzeitig rangen wir um die Mitte unserer Gemeinde und es entstand das (erste) Leitbild der Bartholomäus-Gemeinde als auf den Gottesdienst zentrierte Beteiligungsgemeinde. Schnell war klar, daß das Gemeindeleben unter Koordination der hauptamtlichen Geschwister von den Gemeindegliedern gestaltet wird. Neben den Krabbelgruppen, aus denen sich unsere Kindergottesdienste entwickelten, entstanden viele Hauskreise, die auch Gottesdienste gestalteten. Ein „Relikt“ sind z. B. unsere Kinder- und Jugendgottesdienste. Schnell stießen wir ehrenamtlichen Mitarbeiter an unsere Grenzen, denn die erste „Rush-Hour“ unseres Lebens hielt uns gefangen (Ausbildung, Berufsstart, Familiengründung).

So entstand die Idee, Routine- und Verwaltungsarbeiten, für die es neben Zeit und Kenntnis auch Akribie und Durchhaltevermögen braucht, in hauptamtliche Hände zu legen. Obwohl der Sekretärsbegriff so kurz nach 1989 noch durchaus negativ besetzt war, waren wir eine der ersten Gemeinden im damaligen Kirchenkreis, die sich eine solche Stelle „leisteten“. Frau Krause nahm diese Arbeit im September 1994 auf. Mit großem Fleiß und Engagement hat sie sich in das Aufgabengebiet eingearbeitet und an vielen Stellen viel mehr geleistet. Als Gesicht unserer Gemeinde hatte sie oft den ersten Kontakt mit zugezogenen Menschen, aber auch mit Personen, die „einfach“ unser Archiv nutzen wollten. Leise und zielgerichtet kümmerte sie sich nicht nur um das aktuelle Schriftgut, laufende Termine und das gemeindeeigene Archiv, sondern arbeitete sich auch in die Kassenführung und die Hausverwaltung ein und unterstützte die Verantwortlichen bei für sie völlig neuen Themen, wie z. B. der Arbeitsschutzdokumentation.

Für Frau Krause war (und ist) der wöchentliche Gottesdienstbesuch eine Selbstverständlichkeit und neuen Mitarbeitern im Kirchendienst half sie schon hin und wieder bei der Dokumentation der Kollekten, der Reinigung und Verstauung der liturgischen Geräte und vielem mehr, obwohl es eigentlich ihre freie Zeit war. Nicht zu unterschätzen ist ihre Rolle beim gegenseitigen Kennenlernen der Petrus- und der Bartholomäus-Gemeinde, da sie zum Schluss in beiden Gemeinden als Sekretärin arbeitete.

Liebe Angelika, nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Dienst unserer Bartholomäus-Gemeinde geht es für Dich nun in den wohlverdienten Ruhestand. Danke für Deinen Dienst! Und wir freuen uns, wenn Du Dich, wenn Du es willst, weiterhin in unserer Bartholomäus-Gemeinde nun eben ehrenamtlich engagierst.

Dr. Jürgen Biewald

Nach 26 Jahren Dienst in der Bartholomäusgemeinde verabschiede ich mich. Seit ich 1994 im neu eingerichteten Büro meine Arbeit begann, hat sich vieles getan: Das Aufgabengebiet hat sich vergrößert,
Arbeitsmethodik und technische Ausstattung haben sich mehrfach geändert. Und in der Gemeindearbeit gab es immer wieder neue Entwicklungen – auch das hatte Einfluss auf meine Arbeit.
Vor allem aber sind mir zahlreiche Menschen begegnet – als Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Gemeindeglieder und vielen habe ich für eine gute Zusammenarbeit und gute Begegnungen zu danken. Ich wünsche der Gemeinde weiterhin gesegnete Wege.

Angelika Krause