Am 1. Advent wurde, wie in jedem Jahr, die neue Aktion von Brot für die Welt eröffnet. „Hunger nach Gerechtigkeit“, so lautet das Motto der diesjährigen 60. Aktion. Zu seinem runden Geburtstag rückt das evangelische Hilfswerk den Kampf gegen Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Brot für die Welt ist in mehr als 90 Ländern rund um den Globus aktiv. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen wird armen und ausgegrenzten Menschen geholfen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern.

Das Projekt aus dem armen westafrikanischen Land Sierra Leone „Mit Büchern und besseren Ernten gegen Kinderarbeit“ ist ein Beispiel dafür, dass dies möglich ist: Als kleiner Junge ging Aruna Sesay nur selten in die Schule. „Zu Hause gab es nie genug zu essen, deshalb mussten wir Kinder mithelfen, Geld zu zu verdienen“, so erzählt er. Dass der 19-jährige heute kurz vor dem Abitur steht und seine acht jüngeren Geschwister ebenfalls die Schule besuchen, hat die Familie SIGA, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt zu verdanken. Sie finanzierte Lehrbücher, Hefte, Stifte und Schuluniformen. Und sie half Vater Ali Sesay, neue Sorten von Maniok und Reis anzubauen. „Mein Ertrag hat sich verdoppelt“, erzählt der Kleinbauer stolz. Inzwischen kann er alle Kinder zur Schule schicken.

An Heiligabend kommt die Kollekte der Christvesper um 18 Uhr Brot für die Welt zugute.

Ch. Rehahn