Am Samstag, den 13.10. wird um 15.30 Uhr in der Johannisgemeinde (Martin-Luther-Saal) das Musical „Esther“ aufgeführt. Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und ihre Familien, danach wird zum Kaffeetrinken eingeladen. Eintritt frei!

Am Freitag, den 19.10. um 19.00 Uhr findet im Paulusgemeindehaus in der Robert-Blum-Straße die alljährliche „Nacht der Lichter“ statt: ein Taizegottesdienst mit Abendmahl. Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Foto: Jörg Lipskoch

Die Kirchenglocken geben in Europa seit über 1000 Jahre lang mit ihrem Rhythmus die Zeit zur Arbeit, zur Muße und zum Gebet vor. Ihr Läuten ermuntert zum Gebet und kann als Gedächtnisstütze betrachtet werden. Das Angelusläuten ist in den christlichen Kirchen von alters her das morgendliche, mittägliche und abendliche Läuten der Kirchenglocken, währenddessen im Tun innegehalten und für den Frieden gebetet wird. Auch ein Vater unser kann in dieser Zeit gesprochen werden. So tun die Glocken der Bartholomäuskirche für die Menschen in Giebichenstein. Pünktlich läuten sie um 12 und um 18 Uhr zum Mittag und zum Abend, am Morgen um 6 Uhr schweigen sie. Eigentlich könnten wir auch am Morgen einen Hinweis zur Achtsamkeit gebrauchen, aber die Gemeinde will die Nachbarn nicht mit den Glocken wecken. Am Mittag jedoch die Arbeit kurz aus der Hand zu legen oder vor dem Essen dankbar innezuhalten und am Abend den Tag dankbar in Gottes Hände zurückzulegen, das wollen wir einläuten. Doch wann und wo auch immer eine Glocke vom Kirchturm schallt, so ruft sie zum Gebet. Nicht alles ist Tun, vieles ist Empfangen, Beten und Hören.

Am Freitag, den 21.09. werden um 18 Uhr nicht nur unsere Glocken hören: Zum Internationalen Friedenstag läuten europaweit um diese Zeit für 15 Minuten die Glocken. Vor 100 Jahren hat das unsägliche Leid des I. Weltkrieges sein Ende gefunden. Wenn auch nicht für lange, so schwiegen zumindest für ein paar Jahre die Waffen auf europäischen Boden. Das gemeinsame Glockenläuten soll daran erinnern und dabei helfen, dass wir den Wert des Friedens nicht vergessen.

Am Samstag, den 20.09. findet in der Paulus-Kirche wieder die Hallesche Gospelnacht statt. Ab 20 Uhr sind mehrere Chöre zu hören:

  • Jugendchor Paulus
  • come&sing/Cantus Christus
  • Raven Voices (MER)
  • Salttown Voices
  • JOY` N ´US

Der Eintritt ist frei, eine Kollekte wird erbeten zu Gunsten von ‚2018 A new dawn | Perspektiven für junge Beduinen‘

Wer lieber selbst singen will: Am 20.09. findet von 10 bis 13 Uhr ein offener Gospelworkshop mit Thomas Piontek (JOY` N ´US). Anmeldungen sind noch möglich bis zum 16.09. unter email hidden; JavaScript is required

„Den Umbau gestalten“. So lautet der Titel eines Workshops mit Tabea und Reinhard Grohmann in der Bartholomäusgemeinde, der am Dienstag, den 11. September von 17.30 – 20.00 Uhr im Gemeindehaus stattfindet.

Die Vorgänge während der Pubertät kann man gut vergleichen mit einer Totalsanierung einer Wohnung bei laufendem Betrieb. So können auch Teenager während der Umbaumaßnahmen ihres Gehirns nicht ausziehen. Sie selber und ihre Eltern müssen damit klarkommen, dass viele Dinge nur als Notversorgung laufen. In dem Workshop erfahren Sie in einem ersten Teil, welche Bereiche im Gehirn am meisten von den Umbauprozessen betroffen sind und welche Auswirkungen das auf das tägliche Leben hat. Das hilft Eltern und auch den Teenagern, so manche Verhaltensweise anders zu deuten, zu verstehen und auch anders darauf zu reagieren. Eltern erfahren, welche Veränderungen bei ihnen anstehen, um auf die neue Lebensphase gut reagieren zu können.

In einem zweiten Teil entwickeln Eltern und Teenager gemeinsam je als Familie Ideen und treffen Verabredungen, an welchen Stellen sowohl Eltern als auch Teenager im Miteinander etwas verändern können, um die Zeit des Umbauprozesses nicht nur zu überleben, sondern mit Freude, Kreativität und Gelassenheit auf beiden Seiten gestalten zu können.

Anmeldeschluss ist Freitag, der 07.09. Weitere Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung gibt es online auf der Website des Familienzentrums oder telefonisch bei Reinhard Grohmann unter
0174 1942 644. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

Foto: Toni Gerdemann

„Wir sind Agnostiker, aber wir sind neugierig!“ Vater und Sohn betreten die Weihnachtshütte. Wir kommen gut ins Gespräch und sie stellen alle Fragen, die so in ihrem Kopf herumschwirren. Besonders der 16-jährige Sohn zeigt großes Interesse. Sie bedanken sich für das nette Gespräch, und als ich ein Gebet für sie anbiete, sagt der Vater scherzhaft, dass er gespannt sei, ob er dann wohl so ein schaurig-warmes Gefühl im Rücken haben werde. Er steht auf und will gehen. Ich sage, so leicht kämen sie jetzt nicht davon, ich würde gerne für sie in ihrer Anwesenheit beten. Brav setzt er sich wieder. Ich bete. Nach dem Amen schaut er seinen Sohn an und sagt: „Jetzt habe ich echt Pipi in den Augen“, und der Sohn sagt: „Ich auch“.

Gespräche wie diese oder auch ganz andere ergeben sich tatsächlich mitten auf dem Halleschen Weihnachtsmarkt – in der Weihnachts- und Gebetshütte. Schon seit nunmehr 8 bzw. 3 Jahren stellt die Stadt Halle die Holzhäuschen gegenüber der Marktkirche auf. Das Stadtmarketing war ursprünglich an die christlichen Gemeinden Halles herangetreten, weil es ihm ein Anliegen war, der Botschaft von der Geburt Jesu auf dem Weihnachtsmarkt Raum zu geben und um im adventlichen Trubel bewusst einen Ort der Ruhe zu schaffen.

Die beiden Hütten werden jedes Jahr anders gestaltet: Das Zentrum bildet stets die Krippenszene mit Josef, Maria und dem Jesuskind. Darum sind verschiedene Mitmachstationen für Erwachsene und Kinder angeordnet, die von Jahr zu Jahr variieren: eine Dankesecke, ein Quiz zur Weihnachtsgeschichte, eine Vorleseecke, eine Klagemauer oder Videoclips mit Kurzinterviews, gedacht als ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen mit und ohne christlichen Hintergrund. In der angrenzenden Gebetshütte stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Wunsch für Gebet, Segen und Fürbitte zur Verfügung. Man darf sich aber auch einfach nur mal so umschauen. Und das tun nicht wenige:

Foto: Toni Gerdemann

An einem Nachmittag stehen zwei Mädchen, ca. 11 Jahre alt, am Eingang und sagen, sie wollten einfach nur mal schauen, was denn das hier sei. Die Mitarbeiterinnen erklären ihnen, dass man hier für sich beten lassen könne. Ob sie denn wüssten, was Gebet sei. Die eine verneint und eine Mitarbeiterin sagt, man könne einfach so mit Gott reden, wie mit einem Freund. Ob sie das einfach mal ausprobieren wollen. Beide haben Lust, setzen sich mit dem Team in die Sitzecke und lassen für sich beten. Hinterher ziehen sie beide noch einen Bibelvers und sagen, dass sie das jetzt „echt schön“ fanden.

Die Besucher der beiden Hütten reagieren ganz unterschiedlich auf das, was sie sehen: Manche sind zunächst vorsichtig, fragen dann aber doch bei den Mitarbeitern nach oder heften ihr Gebetsanliegen an das Kreuz. Andere schauen nur kurz herein und gehen sofort wieder. Wieder andere nehmen sich viel Zeit, alle Stationen in Ruhe anzuschauen. Besonders die mit ihren Eltern und Großeltern hereinströmenden Kinder sind sehr neugierig und stellen viele Fragen.

Die Weihnachts- und Gebetshütte sind eine großartige Gelegenheit, um mit Menschen aus allen Kontexten über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Jeden Nachmittag ist die Weihnachtshütte 1,5 Stunden geöffnet, die Gebetshütte 2 x 2 Stunden. Pro Hütte sind 2 Mitarbeiter vor Ort; die Freiwilligen kommen aus ganz unterschiedlichen christlichen Gemeinden.

Bevor die Weihnachtsmarktphase beginnt, gibt es ein gemeinsames Treffen aller Interessierten, bei dem der organisatorische Ablauf sowie die Anordnung der Stationen in der Weihnachtshütte erklärt werden und bei dem auch Raum für Fragen ist. Später werden alle wichtigen Informationen noch einmal per E-Mail zur Verfügung gestellt. Im Januar gibt es dann ein Auswertungstreffen, bei dem jeder von seinen Erfahrungen berichten kann. Von manchen Erlebnissen erfährt man aber auch erst viel später:

Eine Frau Anfang/Mitte 30 kommt in die Hütte und sagt, sie wolle sich nur bedanken. Letztes Jahr habe sie völlig aufgelöst in der Hütte gesessen, weil sie einfach nicht schwanger wurde. Nun ist sie im 5. Monat und ach ja, es werden Zwillinge…

Es lohnt sich also, mit dabei zu sein! Wer Lust hat, dieses Jahr in der Weihnachts- und/oder Gebetshütte mitzuarbeiten, kann sich gern bei Antonia Gerdemann (email hidden; JavaScript is required) melden.

Toni Gerdemann, Susanne Heine, Ute Kühn