Foto: Jörg Lipskoch

Liebe Henriette Meyer, im vergangenen Herbst hat unsere Gemeinden einen neuen Gemeindekirchenrat gewählt. Nachdem Mark Udo Born, Gottfried Muntschick und Thomas Rappsilber nicht mehr antraten, wurdest du neben Till Hanke und Manuel Lachmann als neues Mitglied in das achtköpfige Gremium gewählt. Wie verliefen für dich die ersten Sitzungen und wie habt ihr euch als neues Team gefunden?

Ich habe mich sehr gefreut, dass die Gemeinde mit ihrer Wahl eine Zusage für meine Mitarbeit im Gemeindekirchenrat gegeben hat. Vielen Dank!
Während der ersten GKR Treffen haben wir unsere Interessen, Stärken und auch Schwächen abgewogen, um Verantwortlichkeiten für einzelne Aufgaben zu benennen und zu verteilen.

Unsere Gemeinschaft in den Sitzungen ist in ihrem Miteinander generell nach vorn gewandt, zukunftsorientiert und sehr offen und ehrlich.
Ich habe das Gefühl: es findet sich ein gutes Team zusammen.

Inwiefern haben sich deine Erwartungen an die Arbeit im GKR bestätigt oder nicht erfüllt? Zu deinem Antritt schriebst du, du möchtest der Gemeinde „Energie“, die du selbst erfahren hast, „zurückgeben“. Bist du nach den ersten Monaten zuversichtlich, dass das im GKR gelingen kann?

Um etwas zu bewegen, bedarf es Energie. Ich spüre den energiegeladenen Willen zum Gestalten – gerade bei den GKR Sitzungen und bei den vielen fast alltäglichen Rück- und Absprachen. Ich bringe mich nach meinen Möglichkeiten mit ein und merke, dass der Grund unseres Handelns auf einem guten Fundament steht – nämlich Jesus Christus und dass wir Gemeinde in seiner Verantwortung gestalten dürfen. Ich stehe als neues Mitglied des GKR in einigen Bereichen wissensmäßig erst am Anfang, lese mich in die Zahlen und Verträge ein, ich höre zu, frage nach. Und fühle mich angenommen und gefordert.

Was macht dir an der Arbeit am meisten Freude?
Mir macht es Freude, wenn ich sehe, dass sich etwas bewegt. Ich mag es, wenn Menschen zusammen sind, die ein gemeinsames Ziel verfolgen und daran konstruktiv arbeiten.

Welche Aufgaben hast du übernommen?
Ich habe das Amt des Kirchenmeisters übernommen, also den Bereich Finanzen/ Vermietung/Verträge. Ich finde es schön, dass ich meine Aufgabenbereiche noch mit Cornelia Büdel (Finanzen) und Steffi Seiferlin (Verträge/Vermietung) teile und wir so nach einem Vier-Augen-Prinzip Herausforderungen angehen können.

Welche Projekte stehen für den neuen GKR auf der Tagesordnung?
Es gibt ganz verschiedene Dinge, die uns im GKR bewegen. In erster Linie wollen wir daran arbeiten, dass die Bartholomäusgemeinde ein Ort ist, an dem sich Menschen wohl fühlen, um lebendigen Glauben erleben zu können: Junge Familien mit Kindern, Männer und Frauen, Jugend und Senioren, Gäste und Freunde. Mit diesem Ziel vor Augen versuchen wir, die bestmöglichen Strukturen zu schaffen. Dazu gehören aktuell Überlegungen zum technischen Fortschritt, die Vernetzung und Informationsübermittlung, die Männer- und Frauenarbeit, Umgang mit Ehrenamtlichen, Umgang mit unseren Senioren, die Kinder- und Jugendarbeit, Hauskreise, Gebetskreise und Musik, wie auch die Entwicklung von Konzepten für die Räume unserer Gemeinde, Fördermittel- und Finanzierungsfragen,
Wie man sieht, ist es wirklich ein weites Arbeitsspektrum, welches die Sitzungen oft bis in den späten Abend andauern lassen.

Herzlichen Dank für deine Zeit und alles Gute für die weitere Arbeit in der Gemeindeleitung!

Das Interview führte Jakob Haferland.