Neuigkeiten & Aktuelles

Adventskonzerte

Am Wochenende des 3. Advents stehen gleich zwei Konzerte an:

Am Samstag 10. Dezember gibt der Kammerchor vocHALes unter Leitung von Frithjof Eydam um 19.30 Uhr in der Bartholomäuskirche sein Adventskonzert unter dem Motto „Uns ist geboren ein Kindelein“.

Am  Sonntag 11. Dezember 2022 findet um 17.00 Uhr in der Petruskirche das Adventskonzert mit dem cantodrei–Chor (Bartholomäus, Petrus, Laurentius) und dem Gemeindeorchester Ludens in Gaudium statt. Aufgeführt werden Werke von F. Manfredini, A-Vivaldi, W.A. Mozart, W.C. Briegel, Lieder und Choräle.

Gemeindebeitrag 2022

Auch in diesem Jahr bitten wir Sie wieder um den Gemeindebeitrag. Vielen Dank an alle, die ihn bereits überwiesen haben!

Für eine lebendige Gemeindearbeit brauchen wir nicht nur engagierte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch Finanzen. Einen Teil davon erhalten wir über Zuweisungen der Landeskirche, die sich unter anderem aus Kirchensteuerbeiträgen speisen. Allerdings zahlen nicht alle Gemeindemitglieder tatsächlich Kirchensteuer. Deshalb ist die Gemeinde zusätzlich auf Ihre Unterstützung in Form des Gemeindebeitrags angewiesen.

In diesem Jahr 2022 konnten wir durch Ihre große Spendenbereitschaft eine Reihe von Projekten verwirklichen: Wir haben das Abendmahlgerät restauriert und können es inzwischen wieder für unser Abendmahl nutzen. Für die Kinder- und Jugendarbeit konnten wir das ehemalige Gemeindebüro in einen Godly-Play-Raum umgestalten. Godly Play ist ein Konzept, bei dem junge Menschen spielerisch und erzählerisch Gott begegnen können. Der Raum wurde renoviert, wir haben in neue Möbel investiert und seit den Sommerferien wird der Raum aktiv genutzt.

Räume für gemeinsame Begegnungen haben Ihre Spenden nicht nur im wortwörtlichen Sinn unterstützt: Sondern auch bei der Gemeindefreizeit, der Jarü (Jahresrüste der Jugendarbeit), im Kirchencafé und bei Jugendabenden. Ich möchte Ihnen stellvertretend für den GKR für diese Freigiebigkeit danken.

Warum ist der Gemeindebeitrag auch weiterhin wichtig? Für 2023 haben wir einige große Projekte geplant:

  • Wir wollen die Orgel umfassend restaurieren. Das ist inzwischen dringend nötig.
  • Bereits für 2022 war geplant, unsere Jugendarbeit durch eine Zusammenarbeit mit der Organisation Pais zu verstärken. Wir hoffen, dass wir die FSJ-Stellen in 2023 tatsächlich besetzen können.
  • Auf dem Kirchhof müssen wir die großen alten Bäumen begutachten und pflegen lassen und es stehen auch einige Neupflanzungen an.

Und sicherlich wird auch einiges andere unverhofft und unerwartet auf uns zukommen. Sie sind alle eingeladen, sich mit Ihren Ideen für die Gemeinde mit einzubringen!

Für den Gemeindebeitrag gibt es jährliche Richtwerte, die für alle volljährigen Gemeindemitglieder gelten:

  • 15 Euro für volljährige Schüler, Auszubildende und Studenten bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder ähnlichen Leistungen, Gemeindeglieder ohne eigenes Einkommen
  • 42 Euro für alle, die Kirchensteuer zahlen

Wer Einkommen hat, aber keine Kirchensteuer zahlt, kann den Richtwert dieser Tabelle entnehmen (jeweils in Euro):

monatliches Netto-Einkommen Gemeindebeitrag pro Jahr
bis 600 36,00
bis 700 42,00
bis 800 48,00
bis 900 54,00
bis 1.000 60,00
darüber je 100 Euro Einkommen 6 Euro jährlich zusätzlich

Gerne können Sie für den Gemeindebeitrag eine Spendenquittung (Zuwendungsbestätigung) erhalten. Der Gemeindebeitrag und alle anderen Spenden an die Gemeinde sind steuerlich abzugsfähig.

Danke, dass Sie Ihrer Verbundenheit mit Ihrer Gemeinde auch im finanziellen Bereich Ausdruck verleihen!

Henriette Meyer

Lobpreisabend am Samstag 10.12.

Herzliche Einladung zum Lobpreis in der Bartholomäusgemeinde!

Samstag, 10.12.2022 um 19.30 Uhr, diesmal im großen Gemeindesaal

„Bereitet dem HERRN den Weg…

….und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren.“

aus Jesaja 40,3+5

…Lasst uns diesem Ruf folgen und Jesus in unseren Herzen, in unserem Leben den Weg bereiten, ihm Raum geben, empfangsbereit sein für seine Herrlichkeit!

Hanna Hager

Adventsnachmittag für Senioren

Am Donnerstag 15.12. findet um 15 Uhr die diesjährige Senioren-Adventfeier statt. Wir freuen uns besonders auf die Kinder des Bartholomäus-Kindergartens. Sie werden uns nach der Corona-bedingten zweijährigen Pause wieder ein Krippenspiel zeigen. Alle Gemeindeglieder, die Zeit und Lust haben sind herzlich eingeladen – bitte mit Voranmeldung im Gemeindebüro, damit Kaffee und Kuchen für alle reichen. Wir bitten, die allgemein gültigen Hygieneregeln zu beachten.

Offener Bibelleseabend am 08.12.

Der Offene Bibellesekreis ist ein Angebot, ohne Vorbedingungen und Vorwissen gemeinsam Texte aus der Bibel zu lesen und darüber zu reden – frei nach Kol. 3,16: „Das Wort des Christus wohne reichlich in euch“. Das gemeinsame Lesen soll Interesse am Wort der Bibel wecken und Freude bereiten. Wer Interesse hat, einen frischen Zugang zur Bibel sucht oder einfach neugierig ist, der sei herzlich eingeladen. Die eigene Bibel kann gerne mitgebracht werden, es sind aber auch Bibeln vorhanden.

Foto: Roggendorf

Ansprechpartner: Sigrid und Hans Roggendorf

Das nächste Treffen ist am Donnerstag, den 08.12. (19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr) im Gemeindehaus.

Wir lesen eine Geschichte zum Thema „Was braucht’s noch … ?“ in Lukas 22, Verse 24 – 38.

Gottesdienst am 04.12.

Foto: Anke Brandt

10.00 Uhr
2. Advent
Abendmahlsgottesdienst
Pfr. Ralf Döbbeling

Wir planen, den Gottesdienst live auf YouTube zu streamen.

Bitte in allen Gottesdiensten die aktuellen Hygiene-Regeln beachten!

Wir empfehlen, per Corona-Warn-App in den Gottesdienst einzuchecken.

Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden unter Beachtung von Hygieneregeln im Turmraum statt.

Danach herzliche Einladung ins Kirchencafé!

Informationen zu den Kindergottesdiensten

Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung vor dem Altar zusammen ins Gemeindehaus.

  • Bartholomäuse (Kinder von 0-2 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
  • Maximäuse (Kinder von 3-4 Jahren): findet regulär statt
  • BartholoBande (Kinder ab 5 Jahren bis zur 5. Klasse): findet regulär statt

Kollektenzwecke

Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang sammeln wir an diesem Sonntag für die Schnitte des CVJM.

Herzlichen Dank für Ihre Gabe!

Digitale Kollekte
Wenn Sie nicht am Gottesdienst teilnehmen können, aber trotzdem spenden wollen, können Sie das über Paypal tun, dort ist ein Konto für unsere Gemeinde eingerichtet. Diese Spende wird der Reihensammlung hinzugefügt.

Lesung „Freundschaft. Schön. Schmerzhaft. Lebenswichtig.“

Der Raumkultur e.V. (ansässig im Steilen Berg) veranstaltet eine Lesung am 30.11.2022 um 19 Uhr im Cafe Neko (Joliot-Curie-Platz 1, Halle).

Eine Lesung ist ein Ort der Inspiration, der Reflexion und des Austausches. Dieses Mal geht es, wie der Titel des Buches verrät, um das Thema Freundschaft. Sind wir die Freunde, die wir selbst gerne hätten? Haben wir echte Freunde, die bleiben? Und hast du schon einmal um eine Freundschaft getrauert?

Franziska Klein wird uns in ihre Gedanken zum Thema Freundschaft mit hineinnehmen, Passagen aus ihrem neuen Buch „Freundschaft. Schön. Schmerzhaft. Lebenswichtig.“ vorlesen und Impulse setzen, die eigenen Freundschaften zu reflektieren.

Advent in den Höfen

In der Adventszeit öffnen verschiedenste Giebichensteiner gegen Abend ihre Höfe oder Häuser zum lebendigen Adventskalender. Bei etwas Gebäck und warmen Getränken können nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt oder neue Nachbarn kennengelernt werden, außerdem warten einige besondere Beiträge. Oft wird gesungen, musiziert und an der Feuerschale erzählt, es gibt Filme und mehr.

Der „Giebichensteiner Adventskalender“ startete bereits 2011, Jahr für Jahr nahmen mehr Nachbarn daran teil und öffneten all abendlich ihre adventlichen Türchen. Nach der coronabedingtern
Pause wollen wir uns 2022 endlich wieder in geselligen Runden treffen. Und sind sehr froh und sehr gespannt!

Herzliche Einladung auch an die Giebichensteiner, die davon vielleicht erstmals hören. Die genauen Termine und Orte werden mittels eines Kalenders bekanntgegeben, der sich gerade noch fleißig füllt.

Eva-Maria Fromme

Ein idealer Ort für ein Vikariat

Seit 1.9. ist Fridolin Wegscheider, Jahrgang 1992, Vikar in der Bartholomäusgemeinde. Wir erreichen ihn per Videokonferenz in Neudietendorf, wo er gerade an einem Seminar teilnimmt. Gleich danach erwartet ihn die Talarschneiderin zur Anprobe.

Lieber Fridolin, erzähl uns von deinem Weg bis hierher.

Ich komme aus Dresden, aus einem künstlerischen Elternhaus. Mein Vater ist Orgelbauer, meine Mutter Sängerin. Kirche war mir daher immer schon ein vertrauter Ort, vor allem aus der musikalischen Perspektive. Ich bin auf ein katholisches Gymnasium gegangen. Das war eine tolle Zeit, in der ich den Glauben noch mal ganz neu und anders kennen- und lieben gelernt habe. Über einen Religion-Leistungskurs, in dem ich eher zufällig landete, reifte die Entscheidung, Theologie – neben Sprach- und Literaturwissenschaft – zu studieren. Ich hatte vor, Lehrer zu werden. Ins Pfarramt fühlte ich mich zunächst nicht berufen. Den Impuls dafür brachte ein Klosteraufenthalt, der mich motivierte, in Dresden auf die Suche nach einer geistlichen Heimat zu gehen. Diese wurde die Studierendengemeinde, in der ich erlebte, wie Kirche sein kann, welche Freiräume dort möglich sind. 2018, nach meinem Lehramtsstudium, zogen meine Frau und ich dann nach Halle um, wo ich bis vergangenen Sommer Theologie studiert habe. Ich bin sehr froh und stolz, nach 10 Jahren an der Uni, inzwischen auch Vater von Zwillingen, meinen zweiten Abschluss in der Tasche zu haben und freue mich auf den weiteren Weg.

Welchen Bezug hast du zur Bartholomäusgemeinde?

Als der Anruf von der Landeskirche kam, dass ich mein Vikariat in der Bartholomäusgemeinde machen dürfte, habe ich mich riesig gefreut. Ich kannte die Gemeinde vorher nicht, hatte aber schon von Kommiliton*innen gehört, was für eine tolle Gemeinde mit einem unheimlich reichen Gemeindeleben das ist. Das ist natürlich ein idealer Ort für ein Vikariat. Ich sehe das als große Chance.

Worauf freust du dich, was bringst du mit?

Mit meiner Geschichte freue ich mich auch auf eine spannungsvolle Begegnung, weil ich glaube, dass ich an der einen oder anderen Stelle ganz andere Impulse mitbringe mit meiner Persönlichkeit und meiner Frömmigkeit. Und ich freue mich auf viele Impulse aus der Gemeinde. Ich bin sicher, dass ich da ganz viel erleben kann, das mir bisher vielleicht so noch nicht begegnet ist.

Was bedeutet Glaube für dich?

Zunächst etwas sehr Persönliches. Ein Gefühl des Ankommens. Ich empfinde eine gewisse Diskrepanz zwischen Lebensalltag und Welt auf der einen und Glaubensheimat auf der anderen Seite und ich würde mir wünschen, dass das mehr zusammengeht. Deswegen ist dieser Modus des Ankommens für mich ganz stark, ein Zur-Ruhe-Kommen. Glaube bedeutet für mich ein Grundvertrauen in der Frage zu haben, wo es hingeht im Leben, damit nicht allein zu sein. Zugleich ist er für mich aber auch etwas sehr Offenes. Ich habe Glaube an und mit Menschen schon sehr verschieden erlebt ­– und das hat mir auch gelingendes Leben offenbart.

Gleich wirst du einen Termin bei der Talarschneiderin haben. Was ist das für einen Moment?

Foto: privat

Ich bin sehr aufgeregt, das ist eine Entscheidung für sehr viele Jahre. Aber sie hat uns auch beruhigt, dass man vieles auch im Nachhinein noch ändern kann. Ich freue mich riesig darauf.
Einen Talar zu tragen, bedeutet einen Rollenwechsel, man legt ein Stück seiner Privatperson ab. Es hilft, sich zu konzentrieren. Und es bedeutet auch, sich zu erinnern, dass man in einer Tradition steht. Ich kann Traditionen sehr genießen, aber gleichzeitig finde ich es wichtig, sich daran nicht festzubeißen und offen für Prozesse und Veränderungen zu sein.

Wann können wir dich in der Gemeinde treffen?

Im Augenblick bin ich noch voll im Dienst an zwei Halleschen Gymnasien eingespannt. Das läuft im Februar allmählich aus, dann bin ich immer mehr in der Gemeinde präsent. Aber auch im ersten halben Jahr des Vikariats werde ich schon zwei Gottesdienste halten.

Vielen Dank für das Gespräch und einen gesegneten Start in dein Vikariat bei uns!

Das Gespräch führte Katharina Lipskoch.

Gottesdienst am 27.11.

Foto: Anke Brandt

15.00 Uhr
1. Advent
Familiengottesdienst
Folker Hofmann und Team

Wir planen, den Gottesdienst live auf YouTube zu streamen.

Bitte in allen Gottesdiensten die aktuellen Hygiene-Regeln beachten!

Wir empfehlen, per Corona-Warn-App in den Gottesdienst einzuchecken.

Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden unter Beachtung von Hygieneregeln im Turmraum statt.

Danach herzliche Einladung zum Gemeindenachmittag.

Informationen zu den Kindergottesdiensten

Die Kinder bleiben alle im Familiengottesdienst, es finden keine separaten Kindergottesdienste statt.

Kollektenzwecke

Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang sammeln wir an diesem Sonntag für einen Zweck, der in den Abkündigungen bekannt gegeben wird.

Herzlichen Dank für Ihre Gabe!

Digitale Kollekte
Wenn Sie nicht am Gottesdienst teilnehmen können, aber trotzdem spenden wollen, können Sie das über Paypal tun, dort ist ein Konto für unsere Gemeinde eingerichtet. Diese Spende wird der Reihensammlung hinzugefügt.

Angedacht zum Ewigkeitssonntag

Diese Auszüge aus ihrer Predigt im Pfarrbereich Hohenthurm hat Dorothea Vogel freundlicherweise für den Newsletter zur Verfügung gestellt.

  1. Wann ist Endzeit?
    Genauer: Kommt sie erst noch oder ist sie schon?

Die Endzeit als Wiederkommen von Jesus steht noch aus. Es wird noch gewartet auf das Wohnen Gottes bei den Menschen. Wenn gelten wird, was wir im letzten Buch der Bibel lesen:
Offb 21,4 [U]nd Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.

Aber die Endzeit ist auch schon da. Seit Jesu Tod und Auferstehung leben wir in der Endzeit. Vermutlich haben auch Sie bestimmte Assoziationen zu dem Wort Endzeit-Stimmung. Es ist düster, aussichtslos, unerträglich … Nicht nur in Kinofilmen, sondern auch beim Blick in die Geschichte oder die täglichen Nachrichten spüren wir sie. Und manchmal auch in der eigenen Biografie.

2. Wann endet meine Zeit?

Natürlich weiß ich das nicht. Und das ist auch gut so. Doch gibt es einen Satz aus den Psalmen, der mir seit vielen Jahren eine Orientierung ist.

Ps 90, 12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

Als ich diesen Satz zum ersten Mal beim Totengedenken in einem Gottesdienst hörte, empfand ich ihn als Zumutung. Ich wollte vom Sterben nichts hören. Sterben und Tod bedrängten mein Leben. Was hat das, bitteschön, mit klug werden zu tun, fragte ich mich. Nach einiger Zeit stieß ich auf einen anderen Satz. Einige werden ihn kennen: „Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.“ Darüber konnte ich besser nachdenken. Was würde das heißen? Könnte ich das ermessen? Nicht wirklich. Aber doch gab er mir eine Entscheidungshilfe. Wenn etwas wichtig für mich ist, erledige ich es heute. Am besten gleich nach dem Aufstehen. Das erwies sich für mich als richtig.

Vor einigen Jahren hatte ich einen Sprüche-Adventskalender. An einem Tag las ich folgenden Text: „Lebe jeden Tag, als wäre es dein erster.“ Hoppla, dachte ich. Was ist das denn? Das ist ja das genaue Gegenteil zu dem anderen. Ich fühlte mich herausgefordert. Herausgefordert, staunend, im Augenblick und intensiver zu leben. Nach und nach kamen beide Sätze für mich zusammen: „Lebe jeden Tag, als wäre es dein erster und dein letzter.“ Und dann staunte ich nicht schlecht, als ich in diesem Jahr herausfand: Dieses Zitat wird als Ganzes dem Barockdichter Angelus Silesius zugeschrieben. [Anm.: Angelus Silesius, lat. Schlesischer Bote/Engel, eigentlich Johannes Scheffler, 1614-1677, Breslau, dt. Lyriker, Theologe und Arzt; Barockliteratur, der Mystik nahe stehend]

3. Wann nehme ich mir Zeit, mein Ende zu bedenken?

Für mich ist es das so genannte Kirchenjahr. Vom 1. Advent bis zur Woche vom Ewigkeitssonntag werden alle wichtigen Lebensthemen im Laufe des Jahres platziert und bedacht: Freude und Feiern, Fasten und Neubeginn, Ernte und Ende, auch Warten und Hoffen, Beistand und vieles mehr. Am Ende des Kirchenjahres ist Platz, um über das Ende des Lebens nachzudenken. Raum für Erlebnisse, Befürchtungen, Ängste und Trauer, Wut und Mutlosigkeit. Es ist Zeit, um nach Haltepunkten im Leben und im Sterben zu suchen. Nach Hoffnungszeichen und Licht Ausschau zu halten, die mir den Tod ausleuchten; die mir helfen, mein Ende anzuerkennen. Mein Leben ist endlich. Das macht es wertvoll.

4. Was erwarte ich nach dem Ende der Zeit?

Oder erwarte ich nicht, dass die Zeit endet, sondern immer fortdauert? Oder wenn sie endet, dass auch das Sein endet? Oder im biblischen Sinne, dass alle Zeiten, d. h. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammenfallen und somit ein Ganzes werden?

Dieses Ganze nennt die Bibel Ewigkeit. Sie öffnet sich. Sie ereignet sich. Und ich bin mittendrin und ganz lebendig. In diesem Sinne ist ewiges Leben für mich, wenn im Leben das Bisherige zusammenfällt, um ein Ganzes zu werden!

Dorothea Vogel

Familiengottesdienst und Gemeindenachmittag

Herzliche Einladung am Sonntag, 27. November um 15 Uhr zum Familiengottesdienst am 1. Advent! Wir öffnen gemeinsam die erste Tür.

Nach dem Gottesdienst ist Zeit für gemeinsames Singen und Spielen bei Kaffee, Tee und Keksen.

Wir freuen uns, wenn ihr selbstgebackene Kekse zum Gemeindenachmittag mitbringt.

Lobpreisabend am 26.11.

Herzliche Einladung zum Lobpreis in der Bartholomäusgemeinde!

Samstag, 26.11.2022 um 19.30 Uhr in der Kirche

„Der dich behütet schläft nicht! Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.“
(Psalm 121,3)

…Wir haben einen starken Gott, der alles im Blick hat und uns in seiner Hand hält.
Auf ihn wollen wir schauen und ihm unser Vertrauen schenken.
Er ist es wert, dass wir ihn gemeinsam anbeten und ihm allein die Ehre geben.

Hanna Hager

 

Männer-Stammtisch am 21.11.

Liebe Männer,
am kommenden Montag, dem 21. November um 20 Uhr treffen wir uns wieder zum nächsten Stammtisch in der Gosenschänke. Peter Neumann bringt uns das Thema mit:
„Vom Ende reden“.

Wie können wir unser eigenes Ende auf dieser Welt weise bedenken und dabei nicht vergessen, dass wir als ein Teil dieser Welt geboren sind auch wieder gehen. Wie können wir auch die im Blick behalten, die wir hinterlassen. Welche Hypothek überlassen wir ihnen und wie sollen sie uns in Erinnerung behalten? Wir wollen über Rituale reden aber auch darüber, dass es mit dem Ende im Blick nicht egal ist, wie wir in der Gegenwart leben.

Ich freue mich sehr über das Thema und den Austausch mit euch und bin gespannt, was Peter uns an Einsichten mitbringt.

Reinhard Grohmann

Abenteuer mit Wassi

Warum haben in den Herbstferien andauernd die Glocken in der Bartholomäusgemeinde geläutet? Sie haben die Kinder der regionalen Kinderbibeltage in die Kirche gerufen. Drei Tage lang haben sich mehr als 50 Kinder aus der Petrus- und Bartholomäusgsgemeinde zu Beginn und zum Abschluss des Tages in der Kirche getroffen um gemeinsam zu singen, zu beten, zu erzählen und das Bibel-Theater zu erleben. Der kleine Wassertropfen, Wassi ist sein Name, hat den Kindern geholfen die Geschichten zu verstehen und hat sie an den Tagen begleitet.

Dabei gab es in drei Gruppen jeden Tag eine neue Route zu entdecken. Egal ob Richtung Peißnitzhaus oder zur Bricciusgemeinde nach Trotha oder zu den Kreuzer Teichen nach Kröllwitz, der Herbst hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt und ließ die Kinder ganz viele Aktionen in der Natur erleben. Basteln, Experimentieren, Forschen, Gemeinschaftspiele, Geschichten hören, alle Aktionen hatten etwas mit Wasser zu tun und die Kinder wissen jetzt gut über die Besonderheit dieses Elementes Bescheid.

Auch, dass es lebendiges Wasser gibt, das von Gott kommt und uns verbindet und uns nicht alleine im Regen stehen lässt ist den Kindern vertrauter geworden. Wassi hat von seiner Mutti gelernt „Regen bringt Segen“. Und den Segen Gottes haben wir Mitarbeiter an den sehr vergnügten, interessierten Kindern gespürt. Uns wurde berichtet, dass es Kinder gab, die über sich selbst hinausgewachsen sind und mutiger wurden. Ein jüngeres Mädchen, erzählt eine Mutti, ist nach der Woche selbstbewusster aufgetreten.

Was wohl den Kindern in Erinnerung bleibt? Auf alle Fälle die fröhliche Gemeinschaft, das Singen (manche Kinder haben zu Hause gleich weiter gesungen), der süße Wassi (eine lebendig gewordene umgenähte Handpuppe), und das Essen. Pizza im Wald, Crêpes in einem Café und Nudeln und Tomatensoße vom Peißnitzhaus (das extra für uns geöffnet hatte) gibt es ja auch nicht alle Tage.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Mitarbeitenden aus dem Bartholomäus- und Petrushort, der Kita Bartholomäus und die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden und Helfenden aus den beiden Gemeinden), die für Frühstück und Kaffeetrinken, für Musik, Theater und überhaupt für das ganze Programm gesorgt haben und auch Engpässe super gemeistert haben. Von der Vor- bis einschließlich Nachbereitung haben sie sich mit ganzen Herzen eingesetzt.

Eine gemeinsame Abschlussandacht und das große Mitbringbuffett mit allen Familien war ein würdiger Abschluss der Kinder-Bibel-Tage.

Christiane Arnold

Predigten

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