Foto: privat

Alle zwei Jahre brechen Frauen der Bartholomäusgemeinde auf, um über ein verlängertes Wochenende sportlich aktiv zu sein, Gemeinschaft zu genießen und den Glauben im
Fokus zu haben. Dieses Jahr waren wir eine kleine intime Gruppe von 5 Frauen: Ein Rahmen, der eine enge Gemeinschaft, intensive Gespräche und ausgelassenes Vergnügen zuließ.

Da wir dieses Mal auf die Bahn verzichten wollten, begann unsere Tour gleich am Gemeindehaus. Das Wetter war perfekt, die Stimmung prima und die Fahrräder durchgecheckt. Was sollte da schon schief gehen?

Weit kamen wir nicht. Bereits unser erster Stopp an der Templerkapelle in Mücheln stellte uns vor eine schier unlösbare Aufgabe. Mit dem Bruch einer Sattelstütze drohte das Ende der Unternehmung, kaum dass wir Halle verlassen hatten. Wir waren gut ausgerüstet und auf so ziemlich alle Pannen einer Fahrradtour vorbereitet, aber die Möglichkeit eines defekten Sattels hatten wir nicht bedacht. Aber es bewahrheitete sich das Sprichwort „Kein Schaden ohne Nutzen“. Wir erfuhren Gottes Gegenwart durch die Begegnungen von sehr netten und hilfsbereiten Menschen, die alles daran setzten, dass wir unsere Reise fortsetzen konnten. Nach 1,5 Stunden konnten wir die Fahrt wieder aufnehmen und blieben die folgenden Tage von weiteren Pannen verschont.

Unsere Fahrradtour führte uns in einem Rundweg durch den Naturpark unteres Saaletal und den Auewald Plötzkau nach Bernburg und am 2.Tag durch den Nienburger Auwald,
weiter entlang der Saale, bis zur Elbe nach Dessau. Dort waren wir am Sonntag auf den Spuren von Walter Gropius unterwegs und fuhren dann wieder Richtung Goitsche zurück. Wir fanden wunderschöne Picknickplätze, Kirchen, Badestellen und Obstbaumalleen, fernab von Städten und Straßenlärm.

Die Natur, mit ihrer Schöpfung von Fauna und Flora war wie ein großer Gottesdienst. Und unsere Andachten unterwegs ließen uns innehalten, wahrnehmen und dankbar sein. Nach drei Tagen und 185 km in den Beinen endete unsere Tour. Wir waren beseelt von der Gemeinschaft und gestärkt für den Alltag und sind uns sicher, dass wir auch bei der nächsten Radtour wieder am Start sein werden.