Ende April machten wir uns auf: Acht starke Frauen vom Barthoberg. Mit dem Fahrrad von Wittenberg bis nach Meißen auf dem Elberadweg, 180km in 3 Tagen.

Und wir sind wirklich vorwärts gekommen. Nicht nur hinsichtlich der Strecke, sondern auch miteinander. Gemeinschaftlich haben wir Probleme gelöst. Wir haben uns auch mal verfahren- und den richtigen Weg wieder gefunden. Und es gab Reifenpannen. All diese Dinge zu meistern, wäre für den Einzelnen schwierig gewesen, gemeinsam ging es viel leichter und wir konnten am Ende darüber lachen.

Zum Lachen war im übrigen die Wettervoraussage für diese Tage nicht. An eine Begebenheit möchte ich die Leser gerne teilhaben lassen: Wir waren allein auf weiter Flur unterwegs, als wir dicke schwarze Wolken auf uns zukommen sahen. Die ersten von uns zogen schon die Regenmontur an in Erwartung der kommenden Dusche. Doch wir fuhren weiter und an der nächsten Kreuzung, die ersten Tropfen fielen schon vom Himmel, stand ein altes Buswartehäuschen- wie für uns gebaut, unsere Arche. Was im Trockenen profan klingt, war zu dem Zeitpunkt ein echter Segen. Für die nächste halbe Stunde waren wir sicher vor dem Unwetter. Die Zeit nutzten wir auch gleich für eine Andacht mit Gesang – Grund zum Dank hatten wir!

Genau wie diese kurze Episode waren diese Tage eine ganz besondere, stets behütete und gute Zeit für uns. Ich hoffe sehr, dass es nächstes Jahr wieder eine gemeinsame Radtour gibt.

Henriette Meyer