Nichts gegen einen guten Streit! Wenn es darum geht argumentativ das Beste in und für uns zu suchen, sind sachlich und auf Augenhöhe geführte Debatten für die Weiterentwicklung unserer Demokratie und Gesellschaft unabdingbar.

Wo Streit sich aber im Austausch von Beleidigungen erschöpft oder das Gegenüber mit inhaltsleeren Argumenten herabzusetzen, zu verunglimpfen oder gar zu entmenschlichen versucht, geht es nicht mehr darum Sinn zu stiften und Zukunft zu gestalten. Dies gilt es zu benennen und deutlich Position zu beziehen.

Mit ihrem Motto „Streit“ beweist die diesjährige FriedensDekade daher wieder Gespür für den aktuellen Zeitgeist. Und so suchen die christlichen Gemeinden gemeinsam mit anderen Friedenbewegten im Zeitraum 12.-22. November 2017 nach „Bedingungen für eine demokratische Streitkultur …, die niemanden abhängt und ausgrenzt, und bei der es um eine konstruktive Lösung der vor uns stehenden Probleme geht. Notwendig ist eine inklusive, demokratische, gewaltfreie Debattenkultur, in der alle Meinungen ernst genommen werden, solange sie nicht den Diskurs dazu instrumentalisieren, menschenfeindliche Positionen zu verbreiten und die Demokratie zu schwächen.“, wie der Vorsitzende des Ökumenische FriedensDekade e. V., Jan Gildemeister, in seinem Impulstext zur FriedensDekade 2017 schreibt.

Auftakt der zehntägigen Veranstaltungsreihe bildet am kommenden Sonntag, den 12. November 2017, um 10 Uhr der Eröffnungs-Gottesdienst in der Marktkirche. Ein umfangreiches und vielschichtiges Programm lädt zu Diskussion, Kulturrezeption und Gebet. Ihr Ende findet die FriedensDekade wie jedes Jahr am Buß- und Bettag (Mittwoch), den 22. November.

Mehr Informationen und alle Veranstaltungen finden sich auf der Seite des Kirchenkreises.

Quelle: Kirchenkreis Halle-Saalkreis