08. Sep. 2026 | Gottesdienst, Übergemeindliches
Im September lädt die Bartholomäusgemeinde gemeinsam mit dem Steiler Berg e.V. zum Aktionsmonat „Es reicht – Gemeinsam genug leben“ ein. Mit Vorträgen, Workshops und kreativen Formaten erkunden wir, was ein erfülltes Leben ausmacht – jenseits von Konsumzwang und Wachstumsdenken. Alle sind herzlich willkommen, mitzudenken, mitzumachen oder einfach nur zuzuhören. Mehr Infos zu den verschiedenen Angeboten („Träume in Papier“, „Slowflowers – Soulflowers: Blumen mit Haltung“, „Die Fülle, die bleibt“, „Wenn’s weg muss… – Kreatives Kochen mit zu rettenden Lebensmitteln“, u.v.m.) gibt es online unter www.steilerberg.de/aktionsmonat
Besonders herzlich laden wir zu den besonderen Gottesdiensten ein, jeweils 10 Uhr in der Bartholomäuskirche:
- 6. September „Träumen“ mit Ralf Döbbeling und Hanna Förster
- 13. September „Glaubenssätze“ mit Fridolin Wegscheider
- 20. September „Veränderung“ mit Alexander und Iris Hinneburg
- 27. September „Die Rolle der Kirche“ mit Gottfried Muntschick
- 4. Oktober „Erntedank“ mit Ralf Döbbeling
26. Aug. 2026 | Übergemeindliches
Am Montag 31. August beschäftigen sich die Montagsgespräche in der Paulusgemeinde mit dem Thema „Aktuelle Allianzen zwischen Christentum und Rechtspopulismus“. Der Vortrag findet um 20 Uhr in der Pauluskirche statt.
Rechtspopulistische Akteure greifen zunehmend christliche Symbole und Themen auf – von Migration bis Familienpolitik. Nicht nur in den USA, auch in Deutschland gibt es Bereiche, in denen sich Christentum und Rechtspopulismus überschneiden, in denen religiöse und politische Motive miteinander verflochten sind.
Dr. theol. Martin Fritz ist seit 2020 wissenschaftlicher Referent bei der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin) für Grundsatzfragen, Strömungen des säkularen und religiösen Zeitgeistes, Evangelikalismus und pfingstlich-charismatisches Christentum.
19. Aug. 2026 | Übergemeindliches
Unter einem Blätterdach mit Blick in den Himmel feiern wir die nächste Wohnzimmerkirche. Am Dienstag 25.08. wird der kleine versteckte Domgarten in Halle zu unserem Outdoor-Wohnzimmer. Mit dabei sind Jan Willenbacher und Ruben Jonathan Kröber mit ihren Gitarren, die uns dem Himmel ein Stück näher bringen.
Seid dabei wenn wir durch die Lüfte fliegen, Halt im Fallen suchen und den Himmel auf Erden ersehnen. Die Wohnzimmerkirche ist ein lockeres Gottesdienstformat. Bei Getränken, guter Musik und entspannter Atmosphäre kommen auch die Besuchenden miteinander ins Gespräch. Hier wird nichts vorgebet. Vielmehr sind wir gemeinsam auf der Suche und im Gespräch darüber, was uns bewegt. Die Wohnzimmerkirche ist ein Begegnungsraum, in dem unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen zu Gehör kommen. Los geht es um 18:30 Uhr mit einem entspannten Ankommen bei kleinen Snacks. 19:00 Uhr startet das Programm. Den Zugang zum Garten nehmt ihr über den Dom wahr. Wir haben alles gut ausgeschildert.
Für das Vorbereitungsteam: Hans Martin Golz-Rettschlag (Kirchspiel Halle-Süd)
19. Aug. 2026 | Übergemeindliches

Foto: Micha-Initiative e.V.
„Ich habe genug, es reicht!“ Wann haben Sie diesen Satz zuletzt formuliert? „Wann reicht es? Wieviel ist genug?“, könnten Sie entgegnen. Und genau diesen Fragen wollen wir uns im September stellen. Vom 6. September bis 4. Oktober 2026 wird es in der Bartholomäusgemeinde und im Stadtteil Giebichenstein lebendig: Gemeinsam mit dem Gründer:innenhaus Steiler Berg veranstalten wir den Aktionsmonat „Es reicht“ – vier Wochen, in denen wir uns der Frage widmen, was ein gutes Leben ausmacht. Müssen wir immer mehr haben, schneller und besser sein? Was ist zu viel? Was macht uns glücklich? Welche Rolle spielt der christliche Glaube dabei?
Mehr als Verzicht
Suffizienz ist eine von drei zentralen Nachhaltigkeitsstrategien, die der Weltklimarat (IPCC) benennt. Während Effizienz darauf abzielt, Dinge besser zu nutzen (z. B. sparsamere Autos), und Konsistenz die Produktion durch umweltfreundlichere Technologien verändert, geht es bei der Suffizienz um eine grundlegendere Frage: Wie viel ist genug? Sie fordert uns heraus, unsere Bedürfnisse zu überdenken und unser Verhalten anzupassen.
Suffizienz lässt sich aber nicht nur im Blick auf Nachhaltigkeit und Konsum leben, sondern ist auch leicht auf andere Lebensbereiche übertragbar. Suffizienz stellt die entscheidende Frage: Was brauchen wir wirklich, um ein erfülltes Leben zu führen?
Als Christ:innen haben wir hier eine besondere Perspektive. Gottes Idee von dieser Welt hilft uns, die Glaubenssätze der Konsum-, Leistungs- und Wachstumsgesellschaft zu hinterfragen. Statt „Mehr“, „Noch besser“ und „Mehr als die anderen“ werden Werte wie „Genug“, „Gut genug“ und „Gemeinsam mit anderen“ zentral. Urchristliche Praktiken wie Fasten, Sabbat, Erlassjahr oder Stille zeigen uns Wege, wie wir diese Haltung leben können – und dass sie keineswegs neu ist, sondern tief in unserer Tradition verwurzelt.
Wie kann das praktisch aussehen?
Suffizienz zeigt sich in vielen Bereichen unseres Lebens – und ist oft einfacher, als man denkt:
- Ernährung: Gemeinsames Kochen mit geretteten Lebensmitteln statt Lebensmittelverschwendung. Einfach, lecker und in schöner Gemeinschaft.
- Konsum: Kleidertauschpartys oder Secondhand-Käufe statt Neuprodukte, Repair-Cafés, in denen kaputte Dinge wieder flottgemacht werden, statt sie wegzuwerfen.
- Mobilität: Mehr zu Fuß gehen, Fahrrad fahren oder Carsharing nutzen statt Individualverkehr – gut für die Umwelt und oft auch für die eigene Gesundheit.
- Zeit: Bewusster Umgang mit unserer Lebenszeit, Pausen einlegen statt ständiger Verfügbarkeit. Weniger Hetze, mehr Präsenz.
- Wohnen: Gemeinschaftsgärten, Leihläden oder Nachbarschaftshilfe statt Ansammeln. Teilen statt besitzen.
Diese Beispiele zeigen: Suffizienz ist kein Verzicht, sondern eine Bereicherung. Sie befreit von übermäßigem Konsum und Getriebensein und schafft Raum für das, was wirklich zählt: Beziehungen, Gemeinschaft und ein Leben im Genug.
Was erwartet euch im Aktionsmonat?
Wir entdecken Suffizienz auf unterschiedlichen Wegen: Neben erfrischenden Impulsen und Vorträgen im Gründer:innenhaus werden praktische Workshops und auch künstlerisch-kreative Events stattfinden. Sonntags gibt es im Gottesdienst einen 15-minütigen Impuls der Micha-Initiative – einer christlichen Gerechtigkeitsbewegung, die Materialien für Kirchgemeinden entwickelt. Die vier Impulse führen uns durch verschiedene Aspekte des Themas:
- Träumen: Welche Vision einer gerechteren Welt bewegt uns?
- Glaubenssätze: Welche gesellschaftlichen Überzeugungen prägen unser Handeln – und wie können wir sie aus christlicher Perspektive hinterfragen?
- Ekklesia bin ich: Wie verbinden wir persönliche Haltung mit gemeinschaftlichem Handeln?
- Die Rolle der Kirche: Wie können wir als Gemeinde Mahnerin, Mittlerin und Motor für Veränderung sein?
Der Festgottesdienst an Erntedank (4. Oktober) krönt den Aktionsmonat.
Warum hier? Warum wir?
Die Bartholomäusgemeinde verbindet Tradition mit Aufbruch. Mit dem Steilen Berg e.V. – unserem Partner für ganzheitliches Gründen und Arbeiten und soziale Innovation – zeigen wir, wie Kirche und zivilgesellschaftliche Initiativen gemeinsam Neues schaffen können. In Giebichenstein gibt es bereits viele engagierte Menschen und Initiativen. Dieser Aktionsmonat schafft einen gemeinsamen, niedrigschwelligen Rahmen, um Suffizienz praktisch, spirituell und kulturell zu erleben.
Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Menschen aus Gemeinde, Nachbarschaft und Stadtteil zusammenkommen, sich kennenlernen und für ein Leben im Genug begeistern lassen. Langfristig wollen wir neue Kooperationen knüpfen und Formate etablieren, die über den Aktionsmonat hinauswirken.
Ob zum Zuhören, Mitdenken oder Mitmachen – hier ist Platz für alle, die neugierig sind. Lasst uns gemeinsam entdecken, wie bereichernd ein Leben mit mehr Bewusstsein, weniger Ballast und mehr Gemeinschaft sein kann. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.
Mehr Informationen gibt es ab Ende Juli auf unserer Website und über Aushänge im Gemeindehaus und im Gründer:innenhaus Steiler Berg. Wir freuen uns auf eine spannende und bereichernde Zeit mit euch!
Sie haben eine Idee dazu? Wer sich gerne bei der Planung und Umsetzung engagieren möchte, kann sich bis zum 15. Juli bei Hanna Löffler (Community Managerin im Steilen Berg) unter hl@steilerberg.de melden.
24. Juli 2026 | Übergemeindliches
Wahlen entscheiden, wer regiert. Aber wer kennt denn schon die Wahlprogramme der Parteien? Zwischen Plakaten und Beiträgen in den Medien geht verloren, was Parteien wirklich versprechen, schwarz auf weiß, verbindlich und nachlesbar. Wir möchten das ändern! Zur Nacht der Kirchen laden wir zur „Wahlo-Nacht“ ein: einer politischen Lesung aus den Wahlprogrammen zur Landtagswahl 2026.
Bei der Vorbereitung auf die Wahl haben wir uns gefragt, welche Infoveranstaltungen eigentlich stattfinden. Abgesehen von parteipolitischen Auftritten gibt es in den Vierteln Halles kaum Angebote. Diese Lücke möchten wir füllen und die Nacht der Kirchen ist der ideale Ort dafür, der Menschen aus dem Viertel zusammenbringt. Das diesjährige Motto „Lichtpunkte“ passt wie gerufen.
Dabei wollen wir keine Meinungen vorgeben oder Aussagen von Einzelnen diskutieren. Uns interessiert, was die Parteien zu Kirche und ihren Strukturen sowie zu sozialen Fragen wirklich geschrieben haben. Dabei sprechen die Texte für sich. Im Anschluss seid ihr dann eingeladen, ins Gespräch zu kommen. Ein moderiertes Podium gibt es bewusst nicht, da es uns nicht darum geht eine weitere öffentliche Bühne für Meinungen zu bieten. Vielmehr soll in gutem protestantischen Sinne das Wort für sich stehen und zur Meinungsbildung einladen. Wir verstehen Kirche als gesellschaftlichen Schutzraum und möchten diesen für die unterschiedlichen Betrachtungsweisen öffnen.
Die Veranstaltung findet am Samstag 22. August um 19 Uhr im Großen Saal statt. Wer Lust hat, aktiv mitzulesen oder einfach neugierig ist, meldet sich gerne schon jetzt bei uns.
Und natürlich laden wir euch herzlich zur ganzen Nacht der Kirchen in Bartho ein. Am romantischen Ort öffnet die Bar und in der Kirche gibt es wundervolle musikalische Angebote.
27. Mai 2026 | Übergemeindliches
Die Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“, die im Februar 2024 einstimmig verabschiedet wurde, stellte fest, dass die AfD für Christen nicht wählbar sei, da völkisches Gedankengut, das Menschen aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert, fundamental gegen christliche Werte verstößt und eine Gefahr für Deutschland darstellt, weshalb kirchliche Ämter für AfD-Funktionäre nicht tragbar sind. Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Stephan Brandner hatte daraufhin den Bischöfen ein „durchschaubares Wahlkampf- und Ablenkungsmanöver“ und Polithetze und Dreistigkeit vorgeworfen. Die EKD-Synode dagegen stellte sich hinter die Aussagen der katholischen Bischofskonferenz. Die Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs sagte: Die Erklärung der Bischöfe und der Beschluss der EKD-Synode vom Dezember 2023 lägen klar auf einer Linie.
Am Montag 1. Juni lädt die Paulusgemeinde um 20 Uhr zum Montagsgespräch mit Bischof Dr. Gerhard Feige in die Paulus-Kirche ein. Dabei soll es um die Haltung der Kirchen zu den aktuellen Entwicklungen in der Politik im Wahljahr 2026 gehen. Dabei gehe es um die grundsätzliche Entscheidung, „ob wir weiterhin in einer freiheitlichen Demokratie leben wollen oder tatenlos zusehen, wie diese immer mehr demontiert und untergraben wird“ (Zitat: Dr. Gerhard Feige).
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht