Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.

Neues ist mal verbunden mit Vorfreude, mal mit Ungewissheit, mal mit Angst. Einen neuen Ort aufzusuchen oder einen bislang unbekannten Menschen anzusprechen, löst ganz unterschiedliche Gefühle aus. Manchmal widerstreitende Gefühle.

Eine Möglichkeit ist auch neu-gierig auf Neues zu sein. Nach dem Motto: „Das wollte ich immer schon mal ausprobieren.“ Zum Osterfrühstück zu gehen, zum Beispiel. Da braucht es einen inneren Entschluss. Ein äußerer Anlass hilft dazu, eine Einladung vielleicht. Oder beim Gottesdienst in der ersten Reihe zu sitzen, wenn es sonst die letzte ist – oder umgekehrt. Oder wenn im Haus neue Mieter eingezogen sind, zu klingeln und sich vorzustellen. Wer weiß, was dabei entsteht.

Etwas anders zu machen, als gewohnt, fordert heraus. Ganz klar! Er braucht mehr Konzentration und Aufmerksamkeit. Es gibt Irritationen oder Unstimmigkeiten. Daneben lassen sich hier Schätze entdecken! Denn Abläufe, Texte oder Perspektiven sind auf einmal mit einer anderen, einer neuen Wirkung verbunden. Etwas wird wieder oder erstmalig interessant. Nuancen verändern sich oder die Gesamtwirkung.

Lassen wir der Neugierde ein wenig ihren Lauf. Und machen etwas Neues. Hier drei Anregungen:

  • Die Zähne mit der anderen Hand putzen (= zweimal täglich neugierig sein)
  • Bewusst Menschen anlächeln, denen wir begegnen, und schauen, was passiert
  • Sonntags fünf Minuten vor dem Gottesdienst da sein und sich von Gott etwas Neues schenken lassen

Dorothea Vogel