21. Okt. 2026 | Allgemein
Gottes Liebe endet nicht an der Kirchentür – was bedeutet das für uns als Bartholomäus in unserer Stadt? Am Sonntag 25. Oktober (12–14 Uhr) laden Hanna Förster, Jan-Micha Andersen und Felix Eiffler zur Gemeindeversammlung ein: Wir essen gemeinsam Butterbrezeln, teilen ehrliche Geschichten und Fragen und entdecken, was unser Beitrag für die Stadt sein kann. Kommt mit euren Fragen, geht mit Lust auf mehr!
07. Okt. 2026 | Allgemein, OASE
Herzliche Einladung zum Angebot für junge Erwachsene: OASE (Ort aller SemiErwachsenen) mit Brunch und Programm am Samstag und wer will, zusätzlich eine Aktion am Freitagabend davor. Für die Freitagabend-Aktion ist eine Anmeldung erforderlich.
Thema: Welch ein Freund ist unser Jesus – Freundschaft halten, wenn sich das Leben aller ändert
Referenten: Jakob Haferland und Ruven Milde
Wann? Samstag 17. Oktober 2026 11 bis 14 Uhr
Freitagsaktion (Anmeldung bis 10. Oktober unter oase@bartho.org)
Freitag 16. Oktober 19.30 Uhr Carmen (Opernhaus), anschließend Nachbesprechung im 2ZKB
SemiErwachsene: 21€
Ermäßigt: 10,50€
06. Okt. 2026 | Allgemein, Angedacht

Foto: Astrid Kuhlmann
Was ist auf dem Bild zu sehen? Was erkennen Sie? Ich sehe ein Schaf mit dem Hintern zur Kamera und ein Huhn quer auf seinem Rücken, hockend, auch nicht in die Richtung der Betrachterin blickend. Das Schaf grast nicht. Es scheint still zu verweilen. Das Schaf steht und das Huhn bewegt sich dementsprechend auch nicht fort. Sie posen nicht für das Photo. Sind einfach da.
Mein erster Gedanke, als ich das Bild sah: Es erinnert mich an die Bremer Stadtmusikanten. Ein bekanntes Märchen, das die Gebrüder Grimm in ihre Märchensammlung aufgenommen haben. Es handelt von den vier Tieren, die altersschwach und scheinbar nutzlos vom Hof gejagt oder getötet werden sollen und dann als musikalisches Quartett eine zweite Karriere in Bremen beginnen wollen. Dort landen sie zwar nicht, aber etwas Besseres als den Tod, haben sie, wie sie es wünschten, trotzdem gefunden.
Gerne hätte ich Ihnen dieses Bild als aktuelle Version der Stadtmusikanten präsentiert. Zumal der besondere Moment gewesen wäre, dass Gerhard Marks, der an der Giebichensteinbrücke über die Saale Kuh und Pferd entworfen hat, auch die Figuren der Märchentiere am Bremer Rathaus gestaltet hat. Doch hier sind nicht nur keine vier, sondern zwei Tiere zu sehen, wenn auch gestapelt. Außerdem kann man höchstens das Huhn als Statthalterin für den Hahn heranziehen, aber ein einzelnes Schaf kann das Fehlen von Esel, Hund und Katze nicht vertreten.
So ist mir diese Interpretation nicht möglich. Sie wären mir in meinen Gedanken nicht gefolgt. Ich mußte umdenken, obwohl es eines meiner Lieblingsmärchen ist, wie man unschwer bemerkt.
Auch ein weiterer Zugang war mir verwehrt. Sind mir die beiden Tiere deshalb bemerkenswert, weil sie eine Geborgenheit verkörpern? Das Huhn, das auf dem warmen Schaffell einen erhöhten Platz findet und sicher ist. Vielleicht geben die beiden einander sogar gegenseitig vor reißenden Tieren Schutz. Auch damit würde ich die Situation sicherlich überinterpretieren.
Ich finde das Paar einfach schön. Wenn ich über die Wiese gegangen wäre und sie so gesehen hätte, hätte auch ich ein Foto von ihnen gemacht. Und nur deshalb wird es hier zum Titelbild.
Doch auf andere Weise hat mich das Bild noch einmal nachdenklich gestimmt. Oft mache ich mir ein Bild von Dingen oder Menschen. Und meine damit erfasst zu haben, was ihr Wesen ist. Ich halte das Bild sogar noch als Vorurteil in mir fest, wenn mich der erste Eindruck getäuscht hat. Lieber passe ich die Situation meinem Bild als mein Bild der Wirklichkeit an. Ich passe das Äußere meinem inneren falschen Eindruck an. Gebe die Dinge nicht frei, sie selbst zu sein.
Huhn auf Schaf: Kein Märchen, kein Idyll, kein Motivbild, dass Löwe und Lamm beziehungsweise Hund und Katz doch in Frieden miteinander leben können. Es ist, was es ist, so weit wir das von hier aus sehen können.
Ralf Döbbeling
27. Sep. 2026 | Allgemein
Gerade wird mit Hinweis auf die Neutralität sehr darauf hingewiesen, dass die Kirchen sich auf ihre Kernkompetenz beschränken sollen. Als da wären: Liturgie, Koinonia, Diakonie und Katechese. Wir sollen beten und arbeiten und uns aus der Politik heraushalten. Das hätten viele bis zur Bundestagspräsidentin gerne so.
Laut Artikel 32 der Landesverfassung sind Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vom Staat getrennt. So lautet Absatz 1, doch der 2. folgt sogleich. Darin steht, dass das Recht, zu öffentlichen Angelegenheiten Stellung zu beziehen, gewährleistet wird. Nach meinem Verständnis darf Kirche also gar nicht schweigen, wenn es um so grundlegende Werte wie Freiheit, Menschenwürde und Minderheitenschutz geht. Dafür leisten wir in unserem kirchlichen Rahmen sowieso Fürbitte und Fürsorge, aber es kann gegebenenfalls notwendig sein, Fürsprache einzulegen. Dieses Recht ist uns zugestanden und verletzt in dieser Form in keiner Weise das Gebot der Neutralität.
Friedrich Naumann, 1860 in Störmthal, ca 50 km von Halle, geboren, mahnt als Theologe die Christen, sich nicht als Dorf- oder Stadtweise zu betragen. Störmthal hat heute 64 Einwohner, Leipzig damals schon viel mehr. In Fragen der Infrastruktur, der Ökonomie oder der Technologie sind wir nicht schlauer als diejenigen, bei denen wir uns belesen haben. Als liberaler Politiker, dessen Haltung sich u.a. im Rauhen Haus in Hamburg gebildet hat, bezog Naumann allerdings Stellung zur sozialen Frage als öffentlicher Angelegenheit, um der Arbeiterbewegung Rückhalt zu geben.
Es gibt in der Geschichte immer wieder Veränderungen, die von einigen Menschen als Chance und von anderen als Unglück erlebt werden. Da hilft Kirche durch diakonische Unterstützung. Wenn allerdings Grenzen der Menschlichkeit betreten oder überschritten werden, dann hilft nicht mehr nur die Fürsorge und Fürbitte, dann muss Kirche für die Benachteiligten und Missachteten sprechen und nach Bonhoeffer sogar schreien. Und diejenigen, die im Sinne eines „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ diese mit Hinweis auf die Neutralität zurückweisen, wissen genau, warum sie das tun. Leider hat Kirche sich oft näher zur Macht und nicht zu den Menschen gestellt. Das aber verrät ihre Mission, Salz der Erde zu sein.
Ralf Döbbeling
Auftrag von Kirche ist, das Evangelium verkünden, so wie es Jesus getan hat. Er war in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. So auch wir. Wir kommen als Gemeinde zusammen, um dieses Wort zu hören und weiter zu sagen. Weitersagen, indem wir nicht an der Vergangenheit des gesprochenen Wortes zu Jesu Zeiten kleben, sondern es weiter in unsere Zeit hineinsagen, fortführen und übersetzen.
In seiner Lebendigkeit ist dieses Wort politisch, weil es in die Polis, also in die Stadt und auch ins Land, in das Gemeinwohl hineinwirken will. Aber es kann seine Wirkung nur entfalten, wenn es selbst nicht von der Welt ist, in die es hineinwirken soll. So ist es gleichzeitig unpolitisch.
Kirche ist in der Welt, aber nicht Teil dieser Welt. Genauso wie Jesus in dieser Welt lebte und seine Botschaft in ihr verkündete, aber nicht in ihr aufgegangen ist. Kirche verliert ihre Sprengkraft, wenn sie sich gleich macht mit den Strukturen und Arbeitsweisen und Denkmustern dieser Welt. Es bleibt die Aufgabe, Anwalt und Stimme derer zu sein, die in Parteiprogrammen und politischen Entscheidungen hinten runterfallen und nicht gehört werden. Bei denen zu sein, die in Strukturen von Verwaltungen und gesetzlichen Bestimmungen aufgerieben werden. Um der Menschen willen ist der Platz von Kirche, außerhalb dieser Regularien zu agieren.
Es ist nicht Aufgabe von Kirche, Parteiarbeit zu machen. Aber es ist ihre Aufgabe, in die Parteien hineinzuwirken. Indem sie den Finger in politische Entscheidungen und Verwaltungshandeln legt, wenn dadurch Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten weiter verstärkt werden. Indem sie mahnt, wenn Parteien Programme aufstellen, in denen die Würde des Menschen keine Beachtung findet. Indem sie anders umgeht als die Welt mit Personal, Gebäuden oder Geld: Als Kirche in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt.
Reinhard Grohmann
16. Sep. 2026 | Allgemein
Wie häufig findet der Senioren-Treff statt?
In der Regel treffen wir uns 1-mal monatlich donnerstags von 14.30 bis ca. 16.15 Uhr.
Was passiert bei den Treffen typischerweise?
Wir tauschen uns an der kreativ dekorierten Kaffeetafel aus, lesen die Herrnhuter Losung und beten gemeinsam. Danach werden Geburtstags- und Lieblingslieder (meist) mit Klavierbegleitung gesungen.
Es ist uns sehr wichtig, dass Begegnung und Gemeinschaft miteinander einen angemessenen Zeitrahmen bekommen. Gegenseitiges Anteilnehmen und der Glaube an Jesus Christus machen Mut!
Zu jedem Termin wird außerdem ein Thema angeboten, welches aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Geschichte, Kultur, Kunst, Biografien oder auch Musik kommen kann (zum Beispiel Konzerte im kleineren Rahmen im „Großen Saal“). Da uns natürlich Glaubensfragen sehr interessieren, kommen biblische Themen und Texte regelmäßig vor, über die lebhaft diskutiert und sich ausgetauscht wird.
Für wen ist der Senioren-Treff gedacht?
Für alle, die sich von den Themen angesprochen fühlen und den Austausch in einer offenen Gruppe suchen. Zur Zeit nehmen ca. 12-15 SeniorInnen ab Mitte/Ende Sechzig teil und freuen sich auf weitere Menschen, unabhängig vom Alter, die gerne hinzukommen möchten! Alle, die Zeit und Freude haben teilzunehmen, sind herzlich willkommen! Informationen zu den aktuellen Themen gibt es im Newsletter, am Aushang im Gemeindehaus und in der Auslage an den Kirchentüren.
Die Fragen beantwortete Heidrun vom Orde.
08. Sep. 2026 | Allgemein
Was macht das Willkommen-Team genau?
Die Aufgaben gliedern sich in 3 Bereiche:
- Hintergrund/Vorbereitung: Basteln der Umschläge und Willkommenssticker usw., Besorgung des Infomaterials, Befüllung und Herrichtung der Umschläge/Geschenke. Vor dem Gottesdienst Umschläge/Geschenke auf Tisch in Kirche und Willkommensständer auf dem Tisch im Kirchencafe positionieren.
- Informationen einholen: Sich über Angebote der Gemeinde wie z.B. Bibelleseabend, Seniorentreff oder Männerstammtisch usw. informieren (am besten über Website oder Newsletter).
- Präsenz vor und nach dem Gottesdienst: Die Besucher freundlich an der Kircheneingangstür begrüßen und Gesangsbuch überreichen. Für eventuelle Fragen offen sein und diese, wenn möglich, direkt beantworten oder sich informieren und später darauf zurückkommen oder gleich an den zuständigen Ansprechpartner verweisen. Nach dem Gottesdienst die Menschen ansprechen, die sich ein Geschenk nehmen, und persönlich zum Kirchencafe einladen mit Hinweis auf den dortigen Willkommenstisch. Anschließend zu den Menschen dazusetzen und die Gespräche ergeben sich dann…
Was macht euch an eurem Dienst am meisten Freude?
Alle Menschen mit einem Lächeln zum heiligen Sonntag an der Tür begrüßen zu dürfen und einen schönen Gottesdienst zu wünschen. Den „neuen“ Gästen am Willkommenstisch Gesellschaft zu leisten, sodass sie eine Kontaktperson für eventuelle weitere Besuche haben.
Die Menschen in der Kirche willkommen zu heißen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie im Kirchencafé angehört werden, wenn sie Hilfe brauchen oder auch nur die Gesellschaft einer anderen Person.
Mit welchen Gaben ist man im Willkommen-Team genau richtig?
Mit einem freundlichen, offenen und hilfsbereiten Wesen – und man sollte keine Angst vor Menschen haben.
Die Fragen beantworteten Raquel Isabel Barrera-Curin und Anja Werth. Interesse, beim Willkommen-Team mitzumachen? Dann meldet euch einfach bei Annette Döbbeling per E-Mail.