Terminblatt für August 2019

Welche Gottesdienste gibt es im August in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier als PDF herunterladen.

Gemeindebüro im August und September 2019

Bitte beachten Sie, dass das Gemeindebüro im August und September teilweise abweichende Öffnungszeiten hat:

  • Am Mittwoch, den 14.08. erst ab 16 Uhr
  • Ganz geschlossen von Dienstag 27.08. bis Mittwoch 11.09.

Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Freitag 09.00 – 11.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie gerne eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen: Tel.: 0345 – 5 22 04 17

Oder Sie schicken eine E-Mail an post@bartholomaeusgemeinde.de

Das Wahljahr

Ob GKR, das Amt des Bürgermeisters oder die Europawahl, dieses Jahr fordert von uns Entscheidungen. Die vorerst Wichtigste ist die Entscheidung zur Partizipation: Teilhaben an der Gestaltung unser aller Zukunft. Das Ruder wieder in die Hand nehmen und den Kurs ändern oder das Bekannte weiter unterstützen, vollkommen egal, denn Demokratie ist in erster Linie eines: Mitmachen! Ob in der Gemeinde oder im Stadtrat, im Bund oder in Europa, wer sich nicht beteiligt, verspielt sein Recht sich zu beschweren. Ist ja irgendwie logisch, das ist wie, wenn man es der kleinen Schwester überlässt ein Weihnachtsgeschenk für die Eltern zu kaufen und sich im Nachhinein beschwert, dass sie eine doofe Wahl getroffen hat.

Nun ist es jedoch so, dass Demokratie doch ein bisschen mehr von uns verlangt, als Kreuze auf einen Zettel zu malen und dann abzugeben. Partizipation bedeutet auch Austausch. Stellung beziehen und zuhören. Zuzuhören, was die Jugend sagt, die vor allem in Europa gerade laut wird und für ihre Zukunft auf die Straße geht. Es bedeutet aber auch, nach den Erfahrungen der Älteren zu fragen, die Geschichte erforschen und den Blickwinkel vergrößern.

Aber zu guter Letzt müssen wir uns selbst ermutigen, nicht nur zu reden, sondern auch aktiv zu werden. Unsere Stärken gegenseitig erkennen und diese fördern. Eine Gemeinde, ein Land oder ein Staat kann nur nach unseren Wünschen agieren, wenn wir aktiv werden. Lasst uns das unterstützen, was uns wichtig ist. Unterstützt die Gastfreundlichen unter euch, dass sie weiterhin Menschen willkommen heißen. Ermutigt die Stillen, dass sie in hitzigen Zeiten Ruhe spenden. Helft den Idealisten, Veränderungen anzustoßen. Pflanzt Bäume, sammelt Müll auf, begebt euch in Diskussionen. Seid unter Menschen und fördert Zusammenleben. Egal in welchem Rahmen, ob leise ob laut: Lieber mitmachen als mit sich machen lassen.

Jule Lonni

Angedacht: Gottes Güte ist ohne Anfang und Ende

Vor mir steht eine große dampfende Tasse Kaffee. Das erste, noch zaghafte Morgenlicht fällt durch das Fenster. Fast ist es noch zu dunkel, um die Worte in meiner aufgeschlagenen Bibel zu erkennen. Rote Linien und orangefarbene Anstreichungen gesellen sich zu den Buchstaben, die den Psalm formen, der mir in den letzten Monaten so vertraut geworden ist. Die Worte kommen wie von selbst über meine Lippen: „Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (Psalm 118, 1)

An diesem Morgen steigen mir bei diesem ersten Vers die Tränen in die Augen. Die schweren Gedanken der letzten Tage lasten auf mir, zum Danken ist mit eigentlich nicht zumute. Aber ich spreche weiter, durchlebe die Angst des Psalmbeters, seine Zuversicht in schweren Zeiten, sein Flehen zu Gott, die Freude über die Hilfe des HERRN. Stück für Stück kann ich in den ersten wachen Minuten so alles bei Gott abgeben: meine Zweifel, meine Trauer, aber auch meine Freude, meine Dankbarkeit. Und ich darf wissen: Gott verändert sich nicht – seine Zusagen der Hilfe gelten damals wie heute. Seine Güte und Freundlichkeit sind ewig, ohne Anfang und Ende. Wie gut, dass ich in die Worte des Psalmbeters einstimmen kann.

Vor mir steht eine große, leere Tasse Kaffee. Es ist hell geworden, bald muss ich los zur Arbeit. Die Worte meiner aufgeschlagenen Bibel begleiten mich auch die nächsten Stunden, sind seit vielen Monaten in mein Herz geschrieben. Ich gehe mit der Gewissheit in den Tag: Gott kennt meine Gedanken, weiß, wie ich mich fühle – und er wird es gut machen. Alle meine Sorgen, alle Anliegen sind bei ihm gut aufgehoben. Trotz aller Herausforderungen dürfen wir am Anfang und am Ende jedes Tages aussprechen, so wie es der Psalmbeter zu Beginn und am Schluss seines Gebets formuliert: „Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“

Anneliese F.

Angedacht: Gemeinsam rudern

Wir leben mit der Saale. Manche so intensiv wie die Ruderer, die zum Training und zur Entspannung auf der Saale auf und ab fahren. Manche so nah, dass sie in ruhigen Zeiten vom Grundstück auf die Saale schauen und in wilden Zeiten von der Saale umspült und mitgerissen werden. Und die meisten, indem sie immer wieder den Weg hinunter zur und entlang der Saale suchen, sich zu entspannen. Ich liebe die Saale und wenn ich am Wasser bin, dann freue ich mich und kehre in eine Ruhe ein.

Die Saale, so symbolisieren es auch zwei Figuren am Ratshof hat wesentlichen Anteil am Wachstum und Wohlstand in Giebichenstein und Halle, obwohl das alte Fischerdorf und die Bootsfähren der Vergangenheit angehören. Nur Hinweise auf Grabsteinen erinnern an die Fischermeister. Die Fährstraße führt nicht mehr zu den Fähren, sondern biegt vor der Brücke ab. Eine Bank und eine Tafel zitieren das Gedicht Eichendorfs über seine Sehnsucht nach der Saale und dem Giebichenstein.

Und doch kann uns die Saale immer noch etwas lehren. Denn die Fahrt über das Wasser ist erholsam und ein Stückchen Urlaub vom Alltag. Sie mahnt aber auch an die Kraft des Wassers. Wasser ist nicht nur zu Flutzeiten nicht zu unterschätzen. Wir sind eben keine Fische im Wasser. So muss man sich gut auskennen, um oberhalb der Wasseroberfläche zu bleiben und das Fahren und Schwimmen zu genießen.

Der Dichter hebt deshalb nicht auf das Wasser und nicht auf das Boot, sondern auf die zwei Ruderer ab:
Rudern zwei ein Boot,
der eine kundig der Sterne,
der andere kundig der Stürme,
wird der eine führn durch die Sterne,
wird der andere führn durch die Stürme,
und am Ende ganz am Ende
wird das Meer in der Erinnerung blau sein. Reiner Kunze

Sie rudern gemeinsam und stellen gegenseitig sich ihre Stärken zur Verfügung. Damit fahren sie zu allen Zeiten gut. Der eine kann sie orientieren, der andere sie motivieren. So werden sie über die Weite und durch die Stürme wieder den Hafen erreichen. Es wird zwar nicht rosarot sein, wenn sie vom Ufer abstoßen, aber es wird blau sein, wenn sie zurückschauen. Eine Hymne auf die Gemeinschaft, auf die Freundschaft und auf die Ehe. Der Mensch wird das Wasser nur genießen können, wenn er kundig ist, und das Leben nur bewältigen, wenn er Gefährten hat.

In dem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Ferien, eine gute Reise und Gottes Segen unterwegs mit allen, die mit Ihnen „rudern“.

Ihr Pfarrer Ralf Döbbeling

Newsletter-Sommerpause

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Sommerferien machen die meisten Gruppen und Kreise Pause. Auch der Newsletter gönnt sich Urlaub: Die nächste Ausgabe finden Sie erst wieder am Donnerstag, den 08.08. in Ihrem Posteingang. In der Zwischenzeit können Sie sich aber auf der Webseite über die aktuellen Gottesdienste informieren.

Das Online-Team wünscht Ihnen eine gesegnete und erholsame Sommerzeit!