3 Fragen … zum Willkommen-Team

Was macht das Willkommen-Team genau?

Die Aufgaben gliedern sich in 3 Bereiche:

  • Hintergrund/Vorbereitung: Basteln der Umschläge und Willkommenssticker usw., Besorgung des Infomaterials, Befüllung und Herrichtung der Umschläge/Geschenke. Vor dem Gottesdienst Umschläge/Geschenke auf Tisch in Kirche und Willkommensständer auf dem Tisch im Kirchencafe positionieren.
  • Informationen einholen: Sich über Angebote der Gemeinde wie z.B. Bibelleseabend, Seniorentreff oder Männerstammtisch usw. informieren (am besten über Website oder Newsletter).
  • Präsenz vor und nach dem Gottesdienst: Die Besucher freundlich an der Kircheneingangstür begrüßen und Gesangsbuch überreichen. Für eventuelle Fragen offen sein und diese, wenn möglich, direkt beantworten oder sich informieren und später darauf zurückkommen oder gleich an den zuständigen Ansprechpartner verweisen. Nach dem Gottesdienst die Menschen ansprechen, die sich ein Geschenk nehmen, und persönlich zum Kirchencafe einladen mit Hinweis auf den dortigen Willkommenstisch. Anschließend zu den Menschen dazusetzen und die Gespräche ergeben sich dann…

Was macht euch an eurem Dienst am meisten Freude?

Alle Menschen mit einem Lächeln zum heiligen Sonntag an der Tür begrüßen zu dürfen und einen schönen Gottesdienst zu wünschen. Den „neuen“ Gästen am Willkommenstisch Gesellschaft zu leisten, sodass sie eine Kontaktperson für eventuelle weitere Besuche haben.

Die Menschen in der Kirche willkommen zu heißen und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie im Kirchencafé angehört werden, wenn sie Hilfe brauchen oder auch nur die Gesellschaft einer anderen Person.

Mit welchen Gaben ist man im Willkommen-Team genau richtig?
Mit einem freundlichen, offenen und hilfsbereiten Wesen – und man sollte keine Angst vor Menschen haben.

Die Fragen beantworteten Raquel Isabel Barrera-Curin und Anja Werth. Interesse, beim Willkommen-Team mitzumachen? Dann meldet euch einfach bei Annette Döbbeling per E-Mail.

Angedacht: Karussell

Foto: unsplash/Jennifer Bryan

Es geht rund. Das Jahr und die Stimmung nähern sich ihrem Höhepunkt. Ziel ist im August die Nacht der Kirchen und das Laternenfest. Doch zuvor gibt es noch viele Momente der Ekstase. Das Abschiedsfest des Kindergartens und des Hortes. Die Kinder, die die KiTa verlassen, sind jetzt schon richtig groß und die Hortkinder, die in die fünfte und sechste Klasse wechseln, sind riesig gespannt auf die neue Schule. Die Ferien beginnen, ein Schuljahr ist geschafft und es winken sechs Wochen frei. Die Fête de la musique feiert das kulturelle Leben in der Stadt mit viel Musik am längsten Tag des Jahres. Die Atmosphäre in der Stadt wird durch den Sommer leichter. So wie auch die Kleidung. Und die Vorfreude auf eine Reise. Anderes sehen, anderes essen und Neues erleben. Das alles ist je für sich ein Moment von Glück und Lebensfreude.

Es geht rund. Immer im Kreise. Horizontal oder vertikal dreht sich das Karussell. Und flugs dreht sich die Erde wie eine wilde Maus auf ihrer Achse mehr zum Dunkel und zur Kälte. Dann wechselt auch wieder die Kleidung.

Nur wichtig ist, dass man einsteigt. Nicht außen stehen bleibt. Die anderen fahren lässt, während das Jahreskarussell sich wieder anschwingt zu kreiseln. Wenn ich nur zuschaue statt einzusteigen und mich bewegen zu lassen, dann bleibt nur die Betrachtung der Freude der anderen. Ihr Hochgefühl bleibt mir jedoch verborgen.

Doch wie komme ich an Bord? Ein Fahrgeschäft ist leicht zu besteigen, indem man den Fahrpreis zahlt und die Gondel oder die Schaukel besteigt. Doch wie entere ich das Jahr und erlebe den Sommer mit Lebensfreude und Leichtigkeit?

Ich persönlich kenne Zeiten großer Vorfreude auf ein Fest oder eine Reise. Auch in diesem Jahr. Zugleich sind mir Zeiten nicht verborgen, in denen mich vergleichbare Höhepunkte erstaunlich wenig berührten. Sie glichen scheinbar aufs Haar denen des Vorjahres. Was kann ich tun, das Nichtgleiche zu achten? Ich versuche und scheitere zugleich, weil ich nichts besonderes spüre und wahrnehme. Aber ich zwinge mich auch nicht dazu. Denn zur Freude kann man sich selbst ermuntern.

Gerade im Sommer liegt der Versuch nahe, die Intensität zu erhöhen, um wieder mehr Freude und Ekstase zu spüren. Dann geht es höher und schneller wie in einem Superkarussell. Das weitere Reiseziel garantiert gewissermaßen das größere Glück. Mir hat eher geholfen, die Besonderheit dieses Momentes zu bedenken. Denn er ist außergewöhnlich, auch wenn es sich gewöhnlich anfühlt. Gänzlich gleicht nichts dem schon einmal Erlebten. Und es enthält damit die Möglichkeit von etwas Überraschendem. So schaue ich froh und dankbar auf das Altneue, das mir fehlen würde, wenn es sich in diesem Sommer nicht wiederholen würde.

Zumindest möchte ich nicht Zuschauer bleiben und werde einsteigen, wenn wie jedes Jahr der Sommer mir im Jahreskreis die Freude an den langen Sommerabenden, dem Duft der Holunderblüten und den schlüpfenden Vogeljungen, an der warmen Brise und an einem Glas Aperol Spritz beschert.

Ralf Döbbeling

Was brauchen Ehrenamtliche?

Bartholomäus versteht sich als Beteiligungsgemeinde – und wunderbarerweise gibt es bei uns viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. Doch was brauchen sie, um das fröhlich tun zu können? Und bekommen sie das bei uns auch? Mit diesen Fragen haben sich GKR und Koordinator*innen bei einem gemeinsamen Abend beschäftigt und setzten damit das Schwerpunkthema der Gemeindeklausur 2025 fort.

Positionierungen zu Thesen, zum Beispiel: „Ehrenamtlichkeit in Bartho erfordert ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit“ oder „In der jetzigen Form ist Ehrenamtlichkeit in Bartho nicht für alle Menschen attraktiv und machbar“ führten uns mitten ins Thema. Impulse stellten Forschungsergebnisse zu den Bedarfen von Ehrenamtlichen vor und gaben Anregungen zum Thema „Wertschätzung“. In Diskussionsrunden tauschten wir uns darüber aus, in welcher Form Ehrenamtliche in unserer Gemeinde bereits Begleitung erfahren und welche Bedarfe diese Formen abdecken. Dabei zeigte sich, dass die Begleitung von Ehrenamtlichen in den Arbeitsbereichen unterschiedlich gehandhabt wird: In manchen gibt es regelmäßige Gespräche und Teamtreffen, in anderen dagegen arbeiten die Ehrenamtlichen eher unabhängig voneinander. Zusätzlich zur Begleitung innerhalb der Arbeitsbereiche haben wir in der Gemeinde auch übergreifende Strukturen etabliert, etwa die Gemeinde-Klausur oder Gespräche von Koordinator*innen mit Mitgliedern des GKR-Ausschusses Gemeindeleben.

Ein Ergebnis des Abends ist eine (vorläufige) Vision für die Rahmenbedingungen zum Ehrenamt in Bartholomäus. Diese zeigte aber auch, dass es bei uns noch einige Baustellen gibt. Dazu gehören etwa Schnittstellen und Transparenz bei Zuständigkeiten und Prozessen. An diesen Themen wollen wir in der kommenden Zeit gemeinsam weiterarbeiten, zunächst zur Rollenklarheit der Koordinator*innen.

Vision zu den Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement in Bartholomäus

  • Ehrenamtliche können ihren Dienst in Bartholomäus fröhlich ausüben.
  • Ehrenamtliche können in ihrem Dienst spüren, dass sie sozial eingebunden sind und an der Gemeinde teilhaben.
  • Ehrenamtliche haben überschaubare und begrenzte Aufgaben und Gestaltungsfreiheit in ihrem Dienst.
  • Wir sind sensibel für Kommunikationsbedürfnisse und versuchen, diese so gut wie möglich zu erfüllen.
  • In der Gemeinde gibt es transparente Rollen und Zuständigkeiten, Strukturen und Prozesse.
  • Wir sorgen für verlässliche Schnittstellen.
  • Ehrenamtliche erfahren Wertschätzung für ihren Dienst.

Iris Hinneburg

Neu im Gemeindebüro: Hanna Kolbitz

 

Foto: privat

Seit dem 1. April 2026 ist Hanna Kolbitz unsere neue Gemeindesekretärin. Zum Einstand hat sie uns einige Fragen beantwortet.

Warum haben Sie sich auf die Stelle beworben?
Ich war auf der Suche nach einer familienfreundlichen Anstellung, die Sicherheit und Kontinuität bietet, vorzugsweise mit einer sinnstiftenden Tätigkeit in einer schönen und nahen Umgebung. Ursprünglich komme ich aus Lutherstadt Wittenberg und bin dort in der Gemeinde aufgewachsen. In Halle bin ich durch meine Familie und Kinder auch mit Gemeinden in Halle vertraut. Daher konnte ich mir die Arbeit in der Bartholomäusgemeinde sehr gut vorstellen. Außerdem arbeite ich gerne strukturiert und bin gerne mit Menschen im Kontakt, somit sehe ich mich im Gemeindebüro als Schnittstelle zwischen unterschiedlichen Akteur_innen.

Wie war Ihr Start?
Ich wurde sehr freundlich im Gemeindebüro aufgenommen. Nach dem Schicksalsschlag im vergangenen Jahr gibt es zwar noch einige Dinge aufzuarbeiten, aber ich denke, dass sich mit etwas Unterstützung und guter Zusammenarbeit schnell wieder geregelte Abläufe finden werden.

Worauf freuen Sie sich?
Auf das angenehm kühle Büro im Sommer, den wunderschönen Arbeitsweg und darauf, die Gemeinde nach und nach immer besser kennenzulernen.

Sichere Räume: Das Schutzkonzept für Bartholomäus

Unsere Gemeinde soll für alle Menschen, die hier ein und ausgehen, ein sicherer Ort sein. Die großartige Chance von Gemeinde als Entfaltungsort in Gemeinschaft braucht deshalb gute Rahmenbedingungen, damit dieser Schutzraum nicht missbraucht wird. Das ist wichtig für alle Schutzbedürftigen und besonders für Kinder und Heranwachsende.

Unser Auftrag ist es, dafür zu sorgen, dass sie sich in ihren Gruppen und Angebote frei und unbeschwert entfalten können. Nach einem längeren Erarbeitungsprozess hat der GKR 2025 deshalb ein Schutzkonzept beschlossen, das nun in den einzelnen Bereichen der Gemeinde schrittweise umgesetzt wird. Zur Transparenz und praktischen Anwendung steht das Konzept auf der Webseite zum Download bereit.

Bitte unterstützen Sie die Umsetzung!

Für den GKR: Daniel Lommatzsch-Heinze

Hoffnung für die Zukunft der Kirche

Lieber Niels, Du bist vor nicht allzu langer Zeit nach Halle gezogen und bist seitdem regelmäßig in der Bartholomäusgemeinde zum Gottesdienst und insbesondere auch zum Kindergottesdienst. Wie kam es dazu?

Wir wohnen im Paulusviertel und haben dort die Familie Eiffler auf dem Spielplatz kennengelernt. Sie erzählten uns begeistert von der Bartholomäusgemeinde und ihrem besonderen Kindergottesdienst. Beim ersten Besuch mit meiner Tochter war sofort klar, dass wir künftig öfter kommen würden. Nur wenige Wochen später wurde ich gefragt, ob ich den Kindergottesdienst einmal selber leiten möchte. Das war eine Einladung, die ich nicht ausschlagen konnte.

Wie findest Du die Kindergottesdienste? Mich würde deine Einschätzung als Wissenschaftler, der auch lehrt, interessieren.

In den letzten Jahren waren wir viel im Ausland unterwegs und haben dort zahlreiche Gemeinden kennengelernt. Einen so gut organisierten Kindergottesdienst, der ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern gestaltet wird, haben wir jedoch noch nie erlebt. Die Aufteilung in drei Altersgruppen erleichterte es meiner Tochter enorm, Anschluss zu finden, und auch für die erwachsenen Leiter bedeutet die Alterstrennung, dass sie einfacher altersgerechte und spannende Angebote für die Kinder planen können.

Besonders die jüngste Gruppe, die Bartholomäuse, profitiert von einer Fülle bereits vorbereiteter Materialien. Dadurch fiel es mir sehr leicht, die Leitung zu übernehmen. Am Samstagabend passe ich die Vorschläge für den nächsten Morgen dann immer noch nach meinem eigenen Ermessen an.

Persönlich bedeutet mir der Kindergottesdienst aber noch etwas Grundlegenderes: Er ist ein lebendiger Ausdruck des biblischen Missionsbefehls, mit dem ich mich als liberaler Christ immer sehr schwergetan habe. Mission fühlte sich immer etwas übergriffig an, wodurch es mir schwerfiel, diesem Auftrag nachzukommen. Wenn ich den Kindergottesdienst leite, kann ich ihn auf natürliche, freudige Weise erfüllen.

Was gefällt Dir und Eurer Tochter besonders?

Meine Tochter liebt die Kindersegnung während des Hauptgottesdienstes, sie darf dann allein nach vorne kommen und anschließend mit den anderen in den Kindergottesdienst gehen. Besonders begeistern sie die spielerischen Bibelgeschichten, die Bastel‑ und Spielangebote sowie die Zeit mit ihren Freundinnen und Freunden. Und so viele Kekse und Kuchen wie im Kirchencafé gibt es bei uns zuhause auch selten.

In einer Zeit, in der die Mitgliederzahlen vieler Kirchen rückläufig sind, mache ich mir häufig Sorgen um die Zukunft unserer Gemeinde. Wenn ich jedoch den Kindergottesdienst erlebe, schöpfe ich neue Hoffnung. Das Konzept, dass die Eltern in die jüngste Gruppe mit eingebunden sind und sich danach bei Kaffee und Tee im kleinen Kreis austauschen können, war für mich besonders wertvoll. So fand ich schnell Anschluss und fühlte mich sofort als Teil der Gemeinde. Manchmal gibt es sogar einen kurzen biblischen Impuls zur Diskussion, sodass der Kindergottesdienst für die Eltern bereits ein wenig wie ein Hauskreis wird. Heute geht meine Tochter eigenständig zum Kindergottesdienst und ich vermisse diese gemeinsame Zeit dort manchmal selbst.

Hast Du trotzdem noch Wünsche an den Sonntagvormittag, was sich noch verbessern kann?

Ich fände es schön, wenn wir während des Kirchencafés ein betreutes Spiel‑ oder Bastelangebot für die Kinder anbieten könnten. Auf diese Weise hätten die Eltern mehr Zeit, sich miteinander auszutauschen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass ihre Kleinen unbeaufsichtigt sind.

Die Fragen an Niels Schröter stellte Ralf Döbbeling.