GKR-Briefwahlunterlagen verschickt

In diesen Tagen finden Sie die Briefwahlunterlagen in Ihrem Briefkasten. Darin enthalten sind ein Stimmzettel, ein Wahlschein, zwei Kuverts und eine Anleitung für die Briefwahl – also genauso, wie Sie es auch von anderen Wahlen gewohnt sind.

Bitte beachten Sie: Auf dem Stimmzettel stehen 7 Kandidat*innen, Sie dürfen aber nur 6 Stimmen abgeben (sonst ist Ihr Stimmzettel ungültig). Wenn Sie den Wahlbrief per Post schicken wollen, adressieren Sie ihn bitte an: Ev. Kirchengemeinde Bartholomäus, Bartholomäusberg 4, 06114 Halle (Saale). Bitte beachten Sie die Postlaufzeiten! Alternativ können Sie den Wahlbrief auch bis 19. Oktober im Briefwahlkasten am Gemeindehaus einwerfen.

Am Wahltag (Sonntag 20.10.) ist das Wahlbüro im Gemeindehaus von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Dort können Sie den Wahlbrief persönlich abgeben. Um 14 Uhr beginnt die öffentliche Auszählung.

Informationen zu unseren Kandidat*innen finden Sie hier:

GKR-Kandidat*innen: Steffi Seiferlin

Foto: Jörg Lipskoch

Steffi Seiferlin (*1964), medizinische Kodierassistentin

Warum möchte ich für den GKR kandidieren?
Mir ist es wichtig, dass unsere Gemeinde lebendig bleibt und Gottes Wort dort die oberste Priorität hat. Deshalb feiern wir jeden Sonntag gemeinsam Gottesdienst und leben unseren Glauben im Alltag in der Woche. Dafür ist aber auch ein Gremium notwendig, das organisiert, anregt, Gebäude und Geld verwaltet und verantwortlich Entscheidungen trifft. Dieser Aufgabe möchte ich mich auch weiterhin stellen.

Wofür möchte ich mich in der neuen Legislatur gern verstärkt einsetzen?
Mir ist die Zusammenarbeit mit unseren Kindereinrichtungen sehr wichtig und die Kinderarbeit in unserer Gemeinde. In der Bibel steht, dass wir Gottes Wort und unsere Erfahrungen mit ihm an die Kinder weitergeben und ihnen auf dem Weg zum Glauben hilfreich zur Seite stehen sollen.

Wie wünsche ich mir das Zusammenwirken von GKR und Gemeinde?
Durch unsere Medien und das sonntägliche Kirchencafé ist ein guter Austausch zwischen Gemeindeleitung und Gemeinde möglich. Wir verstehen uns als Beteiligungsgemeinde. In einem Lied von Gerhard Schöne heißt es: „Jeder bringt etwas ein…“ Und wenn sich jeder in unterschiedlicher Art und Weise, nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten einbringt, dann bleibt die Gemeinde lebendig und wir beschenken und bereichern uns gegenseitig.

GKR-Kandidat*innen: Henriette Meyer

Foto: Jörg Lipskoch

Henriette Meyer (* 1980), Unternehmerin

Warum möchte ich für den GKR kandidieren?
Ich besuche seit über 15 Jahren die Bartholomäus-Gemeinde. In dieser Zeit ist für mich persönlich sehr viel passiert: Wir haben als Ehepaar eine Familie gegründet, eine Selbstständigkeit gewagt und unser Leben in Halle eingerichtet. In dieser Zeit war die Bartholomäus Gemeinde ein Anker. Wir haben mit unserer Familie stets den richtigen Platz in den vielseitigen Gemeindegruppen und Veranstaltungen gefunden: Von den Bartholomäusen bis zur JG, Hauskreise, Gemeindefreizeit und nicht zuletzt in den vielen persönlichen Kontakten, die einen zum Teil des großen Ganzen werden lassen. Ich möchte ein Stück weit die Energie, die ich bekommen habe, wieder zurückgeben.

Wofür möchte ich mich in der neuen Legislatur gern verstärkt einsetzen?
Da ich in unserer Firma den Bereich Organisation/ Finanzen und Kommunikation leite, möchte ich genau dieses Knowhow auch in die Bartholomäus Gemeinde einbringen.

Wie wünsche ich mir das Zusammenwirken von GKR und Gemeinde?
Ich möchte, dass wir uns sehen und aufeinander Acht geben, dass wir selbstbewusst zusammen gehen und uns etwas zutrauen. Ich möchte Glauben teilen und die Möglichkeit schaffen, andere daran teilhaben zu lassen. Ich wünsche mir eine lebendige Gemeinde mit ehrlichen Beziehungen.

GKR-Kandidat*innen: Manuel Lachmann

Foto: Jörg Lipskoch

Manuel Lachmann (*1982), Hausmann und Rentner, gelernter Koch & Hotelfachmann

Warum möchte ich für den GKR kandidieren?
Ich möchte mich noch weitaus mehr in der Gemeinde einbringen, als ich es die ganze Zeit schon getan habe. Auch möchte ich die Gemeinde in ihrer Entwicklung voranbringen und dazu beitragen, dass sie so lebendig bleibt.

Wofür möchte ich mich in der neuen Legislatur gern verstärkt einsetzen?
Ich möchte mich im Bereich ,,christliche Männerarbeit“ einbringen, da mir das die letzten Jahre persönlich sehr wichtig geworden ist. In dem Bereich bin ich auch schon in einigen Projekten aktiv.
Das andere, was ich wieder mehr in den Fokus heben möchte, ist ,,Gemeinschaft“ zu leben, kulinarisch sowie persönlich im Umgang miteinander.

Wie wünsche ich mir das Zusammenwirken von GKR und Gemeinde?
Ich wünsche mir einen offenen ehrlichen Umgang miteinander, wo keiner Bedenken haben muss, etwas zu sagen! Am liebsten mag ich es, wenn mein Gegenüber mir direkt sagt, was er/sie denkt. So entsteht eine lebendige Gemeinschaft, die stetig wächst und sich entwickelt!

GKR-Kandidat*innen: Till Hanke

Foto: Jörg Lipskoch

Till Hanke (*1994), Student

Warum möchte ich für den GKR kandidieren?
Ich saß mehrere Jahre in verschiedenen Gremien und habe gelernt, Entscheidungen zu treffen und zu tragen. Diese Erfahrung möchte ich nun im GKR einbringen. Ich möchte Entscheidungen anhand eigener Erfahrungen und mit Blick auf den Bedarf der Gemeinde treffen.

Wofür möchte ich mich in der neuen Legislatur gern verstärkt einsetzen?
Als Neuling muss ich im GKR meine Aufgaben erst finden. Dazu gehört es herauszufinden, was die Gemeinde gerade braucht und wofür ich mich einsetzen kann. Ich glaube, dass wir als Gemeinde mit dem Silvester- und Laternenfest gezeigt haben, dass wir ein Zentrum der Begegnung von Christen und Nicht-Christen in Giebichenstein sein können. Dieses Bewusstsein finde ich wichtig und möchte an dieser Idee verstärkt weiter arbeiten.

Wie wünsche ich mir das Zusammenwirken von GKR und Gemeinde?
Der GKR ist als Gremium nicht nur Vertretung, sondern Teil der Gemeinde. Der Gemeinde gegenüber ist er verpflichtet, seine Entscheidungen verständlich und nachvollziehbar darzulegen. Als GKR-Mitglied möchte ich nicht passiv, sondern aktiv nach Bedürfnissen in der Gemeinde suchen, z.B. im Kichencafé.

Angedacht: Aus dem Vollen schöpfen

„Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!“ Tob 4,8 (Einheitsübersetzung, Monatsspruch für Oktober)

Diesen Hinweis gibt der Vater Tobit seinem Sohn Tobias vor einer langen Reise mit auf den Weg. Seine angesammelte Lebensweisheit vertraut er ihm zusammen mit einer Aufgabe an, wodurch der bisherige gemeinsame Lebensweg getrennt weitergeht. Dafür will ihn der Vater ausstatten.

Was haben wir in Sachen Almosengeben oder Spenden von unseren Eltern mitbekommen? Wie handhaben wir es? Und was geben wir davon an unsere Kinder weiter? Diese Fragen beschäftigen mich, wenn ich den Monatsspruch lese.

Immer wenn meine Mutter mir als kleines Kind das Geld für die Kollekte gab, die ich in das geflochtene Körbchen legen durfte, war das für mich etwas ganz Besonderes – auch wenn ich das damals nicht genau verstand. Zu Weihnachten war es sogar ein Umschlag mit einer Spende für „Brot für die Welt“. So sind für mich Gottesdienst, ein Fest, Geschenkebekommen und Spendengeben ganz eng miteinander verknüpft worden. Eine Tradition, an die ich gerne angeknüpft habe. Als ich zum Studium nach Halle zog, hatte mir jemand eine Spardose in Form eines Brotes getöpfert, in die ich wöchentlich eine Münze warf, um sie an Weihnachten zu spenden.

Seitdem habe ich verschiedene Zeiten durchlebt und bin Wegstrecken in meinem (Glaubens-)Leben gegangen. Und dabei ist auch das Geben manchmal auf der Strecke geblieben. Als ich hier in Bartholomäus und im Hauskreis ein neues geistliches Zuhause gefunden hatte und mir die persönliche Bibellese wichtig geworden war, spiegelte sich dies auch im Spenden wider. Je mehr ich verstand, wie sehr mein Leben und alles, was mir täglich an Gutem begegnet, Geschenk Gottes ist, desto mehr war ich daran interessiert, etwas an andere weiterzugeben. Diese Herzenshaltung beim Spenden wurde für mich sehr wichtig, nicht die Größe der Spende.

Und diese Grundhaltung finde ich auch im Spruch aus dem Tobitbuch. Aus dem Glauben speist sich sein solidarisches Handeln und dabei geht es nicht nur um Geld. Tobit ist aktiv, hat die Gemeinschaft im Blick und wendet sich Menschen mit konkreter und verlässlicher Hilfe zu.

Der Monatsspruch könnte auch so lauten: Wenn es dir möglich ist, solidarisch zu handeln, mal aus dem Vollen, mal aus kleiner Kraft, dann tue es!

Diese Zuwendung – im Rahmen unserer persönlichen Möglichkeiten – ist es, die ich heute praktisch umsetzen kann, die andere dadurch erfahren. Darin kann und möchte ich Vorbild sein für meine Kinder, für die Kinder in unserer Gemeinde und darüber hinaus. Meine innere Haltung, so wünsche ich es mir, möge dabei durchscheinen und hinterfragt werden können. Auch in meinen Worten, wenn zum Beispiel die Kollekte bei den Bartholomäusen eingesammelt wird, ist sie hörbar: „Gott hat uns reich beschenkt, darum können wir weitergeben. Wer möchte, kann eine Münze in die (kleine Sammel-)Kirche stecken.“

Möge die Freude zu geben, ansteckend sein!

Dorothea Vogel