Bitte beachten Sie, dass das Gemeindebüro am Freitag, den 28.09. geschlossen bleibt.

Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Freitag 09.00 – 11.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr

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Gottesdienst ist Begegnung und Beziehung mit Menschen und Gott

„Wenn ich nicht zum Gottesdienst gehe, fehlt mir etwas.“ Ungläubig schaue ich die ältere Dame an und frage nach. Sie erzählt lange und viel. Keine frommen Floskeln, keine Bibelstellen, keine rechtfertigenden Sätze von früher oder Tradition. Nein – alles Sätze aus dem vollen Leben. Ich bin beeindruckt und versuche die Dinge für mich zu ordnen.

Die Kirche ist wie: die ausgebreiteten Arme Gottes
Sie erzählte vom Ankommen in der Kirche, dem Gefühl willkommen zu sein. Die Menschen am Eingang sind wichtig, aber auch ohne Gesangbuch-ergänzten Handschlag kommt sie gern rein. Es ist die Stimmung, die der Anblick des Kirchenraumes auslöst. Es ist ein Gefühl, als ob sie in die ausgebreiteten Arme Gottes läuft. Willkommen sein ist ein wichtiger Fakt beim Kirchenbesuch und der Gottesbegegnung.

In der Ansprache Heimat finden
Die ersten Minuten gehen für sie fast spurlos vorbei, aber sie will sie auch nicht missen. Egal ob Glockengeläut, Orgelgespiel oder Menschengerede: Den Anfang braucht es, um anzukommen. Und dann plötzlich, ohne dass man es zeitlich festlegen kann, kommt die Ansprache, ein Gedanke im Lied, ein Wort im Gebet, eine Ansage und sie ist da. Dieser Gedanke holt sie in den Gottesdienst und macht aus der Kirche Heimat und einen Wohlfühlort. Sie fängt dann an, weitere Gedanken zu suchen, hört zu, liest mit, schaltet ab und wieder an und merkt, dass der Gottesdienst für sie zu einer vertrauten Herausforderung wird. Als sie so erzählt, schweife ich mit meinen Gedanken ab. Ich bin sogar schon mal im Gottesdienst eingeschlafen, aber nie käme mir der Gedanke früh im Bett zu bleiben und den Gottesdienst zu verschlafen. Mir würden der Gedanke und die Heimat fehlen.

Das Gebet als Freundschaftsanfrage Gottes
Wenn das Gebet kommt, hat sie die Predigt oft schon vergessen und sich über den Klingelbeutel geärgert, aber beides gehört ja dazu. Sie erwartet das Gebet als die besondere Zeit im Gottesdienst, weil es eine fast magische Atmosphäre gibt. Alle stehen auf und richten sich innerlich nach Gott aus. Die Konzentration ist beim Gebet wohl am höchsten, von allen Augenblicken im Gottesdienst. Und egal welche Worte gewählt werden, es läuft ihr kalt und heiß den Rücken runter.

Ich bin skeptisch. So charismatisch beten wir doch gar nicht, dass Leute umfallen oder laut juchzen. „Es geht äußerlich gesittet zu“, sagt sie, „aber innerlich bin ich immer aufgewühlt.“ Ich prüfe das in den nächsten Wochen im Selbstversuch. Ich komme empirisch aber nicht zu einem vernünftigen Ergebnis. Das Gebet ist mal intellektuell, mal rational, mal nicht nachvollziehbar, mal aktuell, mal so allgemein wie der Wetterbericht. Was kann also Besonderes im Gebet liegen?

Ich entdecke dann den besonderen Moment, wenn sich die innere Anspannung, auf den Wortlaut zu achten, löst und das gemeinsame Gebet einsetzt. Es ist wie eine emotionale Explosion, wenn plötzlich dieses „Vater unser“ einsetzt. Hier schließen sich die Willkommen-Arme vom Eingang fest um mich und ich weiß, dass Gottes Angebot einer Freundschaftsanfrage steht. Ich muss ihm nur antworten. Das mache ich gern, jeden Sonntag wieder. Der Segen setzt das absolute Sahnehäubchen drauf.

Alles Weitere verliert sich in dem Gefühl einer guten Erinnerung und beim Rausgehen habe ich selten Abschiedswehmut. Ich komme ja wieder. Und außerdem kommen dann die menschlichen Freundschaftsanfragen beim Kirchencafé. Wenn ich will, kann ich antworten und habe einen schönen Ausklang. Wenn nicht, ist mir keiner böse. Wir haben ja eine gemeinsame Heimat.

Gottfried Muntschick

Im Herbst 2019 steht erneut die Wahl zum Gemeindekirchenrat (GKR) an. Auch wenn bis dahin noch etwas Zeit ist, wollen wir bereits jetzt damit anfangen, die damit verbundenen Aspekte in den Blick nehmen – besonders die Frage, wer sich zukünftig eine Mitarbeit vorstellen kann und bereit ist, bei der Wahl zu kandidieren.

Als zentrales Entscheidungsgremium bildet der GKR die Gemeindeleitung. Was sich zunächst sehr abstrakt anhört, bedeutet im Alltag jede Menge verschiedene Fragen, die zu bedenken, und Aufgaben, die zu erfüllen sind.

Besonders gut bildet sich das Verantwortungsspektrum des GKR in den monatlichen Sitzungen ab, bei denen es neben aktuellen Fragen immer ein Schwerpunktthema gibt. Wer vielleicht schon die Frage im Hinterkopf hat, ob er oder sie für die GKR-Wahl kandidieren will, ist deshalb herzlich zu einem Praktikum eingeladen. Ein Praktikum umfasst die unverbindliche Teilnahme bei einer oder mehreren der nächsten Sitzungen, um sich ein eigenes Bild von Aufgabenspektrum und Arbeitsweise des GKR zu machen.

Die nächsten Termine: 11.09. (Schwerpunkt Kirchenmusik), 16.10. (Schwerpunkt KiTa) und 13.11. (Schwerpunkt Haushalt). Wer Interesse an dem GKR-Praktikum hat, meldet sich bitte bei der GKR-Vorsitzenden Cornelia Büdel. Achtung: Die Plätze sind begrenzt. Deshalb heißt es: Schnell sein!

Foto: Cornelia Büdel

Jesus spricht: „Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen.“‭‭ (Johannes‬ ‭14:6)

Festgelegte alltägliche Wege verlassen zu können, ist ein großes Glück. Als Pilgerin unterwegs zu sein bedeutet für mich Freiheit. Zu Fuß durch die Natur von Ort zu Ort zu ziehen, oben der Himmel, unten der Weg, dazwischen Vögel, Blumen, Berge und überall freundliche Menschen, das ist wunderbar.

Wird hier der Weg zum Ziel? Was macht das Pilgern aus? Nirgendwo wird deutlicher wie wichtig das Ankommen ist. Schwitzend und durstig, mit schmerzenden Beinen, Wegbiegung um Wegbiegung nehmend, stetig bergauf, nach Luft ringend ist das Verlangen nur noch auf eines gerichtet – die Ankunft in der Herberge. Der Blick über die Berge, eine Suppe, ein Bier … alle Anstrengung ist vergessen: Endlich am Ziel!

Unsere Lebensspanne wurde immer wieder mit dem Pilgern verglichen. Sehnen wir uns denn nach dem Ziel? Ist das Ankommen wichtig? Oder gerät es aus dem Blick, weil wir meinen, schon zu Hause zu sein? Noch bin ich unterwegs und genieße die Sonne, den Wind, die Nacht und das Erwachen. Doch die Sehnsucht ist auf das Ziel gerichtet – und das nicht erst, wenn ich müde werde und die Füße schmerzen.

Jesus spricht: „Lasst euch nicht in Verwirrung bringen. Glaubt an Gott und glaubt auch an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa gesagt: ‚Ich gehe jetzt hin, um den Platz für euch vorzubereiten‘? Und wenn ich hingegangen bin und euch den Platz vorbereitet habe, werde ich wiederkommen und euch zu mir holen, damit auch ihr da seid, wo ich bin. Den Weg dorthin kennt ihr ja.“
(‭‭Johannes‬ ‭14:1-4)

Begeben wir uns gemeinsam auf den Weg!

Cornelia Büdel
Hörnli (Schweiz) 26. August 2018

Welche Gottesdienste gibt es im September in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier als PDF herunterladen.

Auch wenn man es von außen noch nicht richtig sieht: Das erste Jahr unseres Projekts „Gründerhaus Steiler Berg“ ist bereits vorbei. Zu den Höhepunkten gehörte sicherlich, dass wir im Rahmen der „Erprobungsräume“ der EKM gefördert werden. Positive Resonanz erhielten wir aus dem Kulturausschuss der Stadt und dem Kreiskirchenrat. Sogar ein überregionales christliches Magazin hat über unser Projekt berichtet.

Derzeit gibt es weiterhin zwei Mieter im Haus. Es gab zwischenzeitlich allerdings auch noch viele weitere Kontakte und Interessenten. Wir können also durchaus hoffen, dass wir nach dem Abschluss der Bauarbeiten noch weitere Gründerinnen und Gründer finden, die sich im „Steilen Berg“ engagieren wollen.

Darum werben wir gerade. Wer Lust hat mitzumachen und Bekannte und Freunde darauf aufmerksam machen möchte, kann das mit dem Flyer tun, der demnächst in Kirche und Gemeindehaus ausliegt.

Auch in geistlicher Hinsicht hat sich schon einiges getan: In unregelmäßigen Abständen fanden einige Gebetstreffen im Haus statt. Auch hängt im Gemeinschaftsbereich die Einladung zum Innehalten beim Mittagsläuten. Was das genau ist? Darüber werden wir in Kürze berichten.