Grafik: Christian Walter

Begleitet Euch eine Jahreslosung auch das ganze Jahr über? Mir geht es so und ich erlebe, dass die neue Jahreslosung oft genau an das Thema der vorigen anknüpft. Ich sehe einen mal undeutlichen, mal offensichtlichen „Weg“ über die Jahre hinweg und erlebe, dass Gott mich auf diesem Weg vorbereitet und verändert. Zu aller erst ermutigen mich die Losungen, aber sie geben mir auch eine Richtung für das ganze Jahr. Ich bin gespannt, was Gott mir in diesem Jahr zeigen und womit er mich überraschen oder herausfordern wird…

2015: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ In diesem Jahr begegnete mir sehr stark das Thema „Klären von Beziehungen“. Fragen wie: „Was ist Familie?“, „Was sind Freunde?“,“Was ist Gemeinde?“, konnte ich mit Gottes Hilfe für mich klären und einen weiteren Blick erlangen und auch persönlich erleben.

2016: „Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Mit dieser Losung ging mein Schwiegervater voraus. Passender kann ich mir diese Losung nicht vorstellen.

2017: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ Auch 2017 hatte wieder prägend mit Beziehungen zu tun. So begann ich in diesem Jahr eine Seelsorgeausbildung, wo mich Gott stark im Herzen berührte und ich schon in Ansätzen erleben durfte, was Gott uns da Wunderbares zusagt und verspricht.

Im Rückblick auf die vergangenen Jahre mit ihren Jahreslosungen, empfinde ich große Dankbarkeit für die Veränderungen, die Gott in den letzten Jahren in meinem persönlichen Leben und meinem Umfeld vollzogen hat. Auch manche Herausforderung und unangenehme Situation kann ich nun besser einordnen und auch darauf dankbar zurückschauen, weil ich darin lernen und wachsen durfte.

2018: „Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offb 21,6 (bitte dazu auch Joh. 4,14 , Joh. 7,38 und Offb. 22,17 vergleichen!)
So schaue ich voll Hoffnung auf das neue Jahr, denn „durstig“ bin ich allemal geworden, vielleicht sogar durstiger als letztes Jahr! – Durstig nach Gottes Wort und seiner Gegenwart. So wird und soll es, der Offenbarung nach, auch in Ewigkeit bleiben, da alles bereit ist… Schön, ich bin dabei und komme!

Wer denkt sich eigentlich die Jahreslosung aus? Im Gegensatz zu den Tageslosungen, die von der Brüderunität in Herrnhut stammen, legt laut „evangelisch.de“ die Jahreslosung ein Gremium fest, dass aus Vertretern von 20 evangelischen und katholischen Mitgliedsverbänden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich besteht. In dieser Weise vollzieht sich die Auswahl schon seit 1934. Ich bin davon überzeugt, dass kein basisdemokratischer Weg, sondern nur die Einheit im Gebet über so ein breites Spektrum von Konfessionen/Denominationen zu einem einzigen Vers führen kann. Schon wieder muss ich staunen, bin berührt und dankbar für Gottes verborgene und doch so reale Gegenwart.

Marcus

Frank Jokelle hat dankenswerterweise wieder die Statistik für das vergangene Jahr erstellt. Für Zahlen-Interessierte hier das Wichtigste im Überblick:

  • An den 58 Gottesdiensten haben insgesamt rund 8800 Besucher teilgenommen, davon etwa 1000 Kinder.
  • Durchschnittlich gab es pro Gottesdienst rund 150 Besucher. Die höchste Teilnehmerzahl hatten die Weihnachtsgottesdienste zu verzeichnen, gefolgt von der Konfirmation, dem Familien-Gottesdienst zum Schulanfang und dem Jugend-Gottesdienst am 19.11.
  • Im Mittel warf jeder Besucher etwa 3 Euro in den Kollektenbeutel bzw. -teller. Insgesamt sammelten wir rund 27.000 Euro an Kollekte, die den jeweiligen Kollektenzwecken bzw. der eigenen Gemeinde zugute kommen. Herzlichen Dank dafür!

Foto: Cornelia Büdel

Im Großen Saal geht es voran! Einige Jugendliche haben an ihrem ersten Weihnachtsferien-Tag geopfert und in mühevoller Kleinarbeit die alte Farbe von Sockelleisten und Türrahmen entfernt. Dafür herzlichen Dank!

Bald steht auch der nächste Schritt an: Sockelleisten und Türrahmen sollen einen neuen Anstrich bekommen. Auch dafür suchen wir wieder freiwillige Helfer. Wer Lust und Zeit hat, meldet sich bitte bei Cornelia Büdel (per Whatsapp oder Telefon 01727756273 oder email hidden; JavaScript is required)!

Welche Gottesdienste gibt es im Januar in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier als PDF herunterladen.

Im Sommer gestalteten Mitarbeitende der Schnitte Ost und Kinder aus den Kinderhäusern einen Gottesdienst in der Bartholomäuskirche. Jetzt zu Weihnachten ist die Gelegenheit, um zu erkunden,
wie es geht. Der Kirchenkreis und die Bartholomäusgemeinde unterstützen den CVJM Halle, der die sozial-diakoni-sche Arbeit in Halle-Neustadt tut. Doch was wünschen sich die Mitarbeitenden selber zu Weihnachten? Wir haben nachgefragt.

„Mein größter Wunsch ist eine Küchenmaschine zu Weihnachten“, antwortet eine Mutter ganz ehrlich. Eine andere Mutter sagt: „Ohne meine Kinder kann es für mich nicht Weihnachten werden.“ Und nach kurzem Bedenken: „Ohne die Schnittekinder aber auch nicht.“ Ein Mann zieht eine Parallele zu einer früheren Erfahrung: „Mein schönstes Weihnachten war vor Jahren eine Feier mit alleinstehenden Menschen in der Gemeinde.“

Auch die Schnitte feiert im Dezember Weihnachten mit Eltern und Kindern. Es gibt eine Bescherung, Kekse und Kinderpunsch und ein buntes Programm. Dabei singen die Kinder wieder Liedern und spielen Theater. Und der Raum wird geschmückt, denn ein anderer bekennt: „Ohne Kerzen kann es für mich nicht Weihnachten werden.“ Eine Frau ging sogar noch ein bisschen weiter: „Weihnacht ist für mich ein geheimnisvolle Begegnung – ein Stall, eine Krippe und das Licht, das durch alle Ritzen dringt und Hoffnung verheißt.“

Wie geht es also? Scheinbar ganz normal. Weihnachten wird gefeiert, wie an anderen Orten in Halle auch, aber man bekommt doch den Eindruck, dass die Menschlichkeit Gottes hier eine besondere Rolle spielt.

Ralf Döbbeling

Foto: Iris Hinneburg

Die Gedanken sind vielfältig, wenn der Klingelbeutel im Gottesdienst durch die Reihen geht oder ein Zahlschein im Briefumschlag liegt. Was macht die Gemeinde mit Ihrem Geld?

Das Haushaltsvolumen der Gemeinde liegt bei ca. 580.000,-€ und bezieht sich auf fünf Grundstücke und vier Gebäude plus Kirche. Wir haben rund 1.500 Mitglieder und fünf hauptamtliche Mitarbeiter. Das Gemeindeleben gestalten die Verkündigungsmitarbeiter (Pfarrer, Gemeindepädagogin, Kirchenmusikerin) mit ca. 85 Ehrenamtlichen gemeinsam.

Rund drei Viertel unserer Ausgaben fließen in die Gebäude (Kirche, Wohnungen, Gebäudeerhaltung, Betriebskosten u.a.). Aus diesem Bereich kommen aber auch drei Viertel der Einnahmen (Mieten, Betriebskosten, Pachten, Bauzuschüsse u.a.). Ein Prozent des Haushaltes legen wir für Investitionen zurück. Für außergewöhnliche Bauvorhaben wie z.B. die Saalsanierung in den nächsten beiden Jahren müssen wir extra Gelder akquirieren. Da hilft der Kirchenkreis, ein Bankdarlehen, Eigenleistungen, ein Spendenaufruf. Das Bauen ist ein Ausdruck von Gemeindeentwicklung: Wir sanieren Räume, um einen Bedarf in der Gemeindezu decken. Bei den Jugendräumen im Keller hat es sich bewährt. Wir hoffen, dass es mit dem großen Saal ebenso wird.

Die Einnahmen aus Kirchensteuern, Spenden und Gemeindebeitrag verwenden wir für Personal, Honorare und laufende Aufgaben. Für das aktive Gemeindeleben (Gottesdienst mit Kirchencafé, Kinder- und Jugendarbeit, Musik, Senioren, Freizeiten, Öffentlichkeitsarbeit) investieren wir 11,5% des Haushaltes, die aber durch nahezu gleich hohe Einnahmen (Spenden, Teilnehmerbeiträgen, Zuschüssen und Kollekten) gegenfinanziert werden.

Wenn also mal wieder der Klingelbeutel bei Ihnen vorbeikommt oder ein Zahlschein im Brief liegt denken Sie voller Dankbarkeit an das aktive Gemeindeleben in Bartholomäus und helfen Sie mit Ihrer Spende, dass es so bleibt und wächst. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie den GKR an. Auf unserer Homepage können Sie Kriterien für unseren Umgang mit Geld nachlesen.

Gottfried Muntschick