Foto: privat

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Johannes Augustin kommt aus der Nähe von Bad Kissingen, er ist 20 Jahre alt und studiert nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Gästehaus des CVJM in München nun im vierten Semester ev. Theologie in Erlangen. Im Rahmen dieses Studiums absolviert er derzeit ein vierwöchiges Gemeindepraktikum in der Bartholomäusgemeinde.

Wie sind Sie in die Bartholomäusgemeinde gekommen?

Eine Bekannte hat mir empfohlen, bei Pfarrer Döbbeling mein Gemeindepraktikum zu machen.

Was macht ein Gemeindepraktikant?

Ich begleite Pfarrer Döbbeling bei seinen verschiedenen Aufgaben, nehme Einblick in die unterschiedlichen Gemeindebereiche, war zu Gast im Konfirmandenkreis, bei den Senioren und Seniorinnen, habe viele Gespräche mit haupt- und ehrenamtlichen Gemeindegliedern geführt, habe an einer Sitzung des Gemeindekirchenrates teilgenommen und werde auch bei der gemeinsamen Klausur des Gemeindekirchenrates und der Koordinatoren dabei sein. Durch das Praktikum habe ich die Möglichkeit, theologische Überlegungen an der Praxis zu prüfen und umgekehrt.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Ich studiere Theologie mit dem Ziel, Pfarrer zu werden, denn mein größtes Anliegen ist es, Menschen auf der geistlichen Ebene zu helfen.

Was werden Sie im Seminar über die Bartholomäusgemeinde berichten? Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Das große ehrenamtliche, gut strukturierte Engagement. Ich sehe hier das „Priestertum aller Gläubigen“ in einer vorbildlichen Weise umgesetzt: Es ist nicht so, dass der Pfarrer nur gibt und die Gemeinde nur konsumiert, sondern Pfarrer und Gemeinde gestalten gemeinsam – und das auf Augenhöhe. Dieses Verständnis scheint im Bewusstsein der Gemeinde fest verankert zu sein.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Es muss nicht perfekt sein. Ich habe mir das nie bewusst zum Motto ernannt, aber das ist mir seit ein paar Jahren wichtig geworden und ich versuche danach zu leben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Sandra Biewald