Jakob Haferland ist 28 Jahre alt, er wuchs in einer christlich geprägten Familie in Ebersbach, einem kleinen Dorf bei Görlitz, auf. Geprägt hat ihn dort unter anderem auch eine sehr lebendige Junge Gemeinde, in der – ähnlich wie in Bartholomäus – die Jugendarbeit nicht durch den Pfarrer organisiert und geleistet wird, sondern ältere Jugendliche die jüngeren anleiten und begleiten. Bei der Wahl seiner Studienfächer – zusätzlich zur Theologie schloss Herr Haferland auch ein Betriebswirtschaftslehrestudium ab – orientierte er sich an seinen persönlichen Stärken und Interessen. Das Studium führte ihn zunächst in die Hansestadt Greifswald, bevor er nach Halle wechselte. Gemeinsam mit seiner Frau, die ebenfalls Theologie studiert, lebt Herr Haferland im Mühlwegviertel. Der studierte Theologe ist seit September letzten Jahres für zweieinhalb Jahre als Vikar in der Bartholomäusgemeinde.
Wie kam es dazu?
Nach dem Studium habe ich mich bei der Landeskirche für eine Vikariatsstelle beworben und ich hatte nicht nur das Glück, in Halle bleiben zu dürfen, sondern bin noch dazu in die Bartholomäusgemeinde gekommen.
Kannten Sie die Gemeinde vorher schon?
Während des Studiums hatte ich eher lose Gemeindebeziehungen, besuchte Gottesdienste in Bartholomäus, aber auch in Laurentius oder Paulus. Jetzt habe ich das erste Mal seit dem Studium das Gefühl, wieder in einer Gemeinde angekommen zu sein.
Was macht für Sie dieses Gefühl des Angekommenseins aus?
Dass man andere Leute kennenlernt, quasi Menschen außerhalb des eigenen „Dunstkreises“ wahrnimmt, dass man angesprochen wird und sieht, welche Projekte in der Gemeinde laufen und welche Dinge die Gemeinde bewegen.
Was wünschen Sie sich für die Bartholomäusgemeinde?
Ich wünsche mir weiterhin die gute Gemeinschaft aller und dass die unterschiedlichen Generationen immer genügend Berührungspunkte finden.
Wo und wie werden Sie sich besonders einbringen?
Ich möchte Gemeindearbeit mitgestalten und meine Ausbildung gut beenden. Spezielle Bereiche sind noch nicht festgelegt, aber ich habe Lust auf Herausforderungen, auf Beziehungsarbeit.
Was bedeutet Glaube für Sie?
Glaube bedeutet für mich, Orientierung zu haben, einen Fixpunkt, nach dem man sich ausrichten kann, der einen immer wieder leitet.
Haben Sie ein Lebensmotto?
Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.
Vielen Dank.
Das Interview führte Sandra Biewald.