Zum letzten Mal in dieser Runde waren an einem Wochenende im Februar die Gemeindekirchenräte und Koordinatoren und Koordinatorinnen der Gemeinde im St. Michaelshaus bei Naumburg in Klausur. Nach der Wahl werden wir 2020 in neuer Runde zusammenkommen. Das nahmen wir zum Anlass, um im Vorfeld zu fragen: Was soll zukünftig mehr beachtet oder besser vermieden werden? Gebt uns einen Rat! Teilt uns eure Vision mit! Formuliert ein Gebet! Oder warnt uns! Die Antworten sollten unter der Überschrift „Zwischen bewährt und Neuaufbruch“ Inhalt unserer Klausur sein.

Drei kontrovers zu diskutierende Gesprächsthemen wurden daraus abgeleitet:

  1. Welches Bild habe ich von Gemeinde, ist sie ein Leuchtturm oder eher ein Netzwerk? Und was wäre diesbezüglich mein Wunsch?
  2. Welche Personen sind momentan für die Gemeinde wichtig, zuverlässige Unterstützer, die maßvoll, realistisch und achtsam sind – oder eher leidenschaftlich Engagierte, die initiativ, begeistert und mitreißend sind? Wird unsere Gemeinde durch Experten stark oder ist sie eher so überzeugend wie ihr schwächstes Mitglied?
  3. Wie empfinde ich die Tatsache, dass zur Gemeinde ein bestimmter Stadtteil gehört? Ist das eine Chance oder eher eine Last? Und wo erhoffe ich mir Wachstum und Neuaufbruch?

Diese drei komplexen Fragestellungen werden uns noch länger begleiten. Einiges davon kann konkret werden, anderes wiederum wird als Grundlage für unsere Sicht von Gemeinde dienen: Gemeinde als Bau von lebendigen Steinen, in dem jeder und jede einen eigenen, bedeutsamen Platz hat. Ein Ort, wo es nicht nur ums Machen, sondern auch ums Zulassen können gehen muss. Neben Stabilität und Verlässlichkeit kann Gemeinde Freiraum für Kompetenz bieten und einen offenen, weiten Blick ermöglichen. Ganz neu ist uns deutlich geworden, wie wichtig uns konkret die Kinder in unserer Gemeinde, im Hort und der Kita sind. Hier wollen wir investieren und hoffen auf einen Neuaufbruch.

Beteiligen Sie sich an der Diskussion! Kommen Sie mit uns ins Gespräch!

Cornelia Büdel