… und die Auflösung im Kirchengesetz

G steht für Gemeinschaft. Der GKR ist immer ein Gremium von mehreren Personen. Für unsere Gemeinde sind 6 festgelegt. Die haben nach dem Gesetz fast alle Macht der Welt über die Gemeindebelange. Da ist die Verantwortung für das Gemeindeleben und den Gottesdienst. Nichts läuft am GKR vorbei. Die äußere, inhaltliche und finanzielle Gestaltung wird dort beraten und beschlossen. Der GKR stellt Menschen für die Aufgaben der Gemeinde an und begleitet sie. Und er kümmert sich um die Immobilien. Bei uns sind das sechs. Das Ganze tut er in geistlicher Gemeinschaft. Die Sitzungen beginnen immer mit Andacht und Gebet, weil da deutlich wird, dass wir zwar viel wollen, es aber nur mit Gottes Segen gelingen kann.

K steht für Kreativität. Das Kirchengesetz schreibt vor, dass GKR Satzungen für die Arbeit zu erlassen haben. Wir haben die „Satzungen zur Kreativität“ erlassen und manches bewusst geöffnet. So ist die Gestaltung der Jugo ein Kirchenrechtliches Novum, aber bei uns ein Erfolgsrezept zur Entwicklung theologischer Kompetenz von jungen Menschen. Und wir haben uns Ordnungen für die Raumnutzung gegeben, damit viel los sein kann, aber keiner im Chaos ertrinkt. Der Jahresplan wird im GKR beraten und beschlossen. Wer sich den anschaut, nimmt wahr, dass wir eine Vielzahl an Veranstaltungen haben und alle Formen von Gemeinde sichtbar werden. Der GKR muss das begleiten und verantworten. Wir freuen uns z.Z. an der wachsenden Nutzung des Saals und treffen immer neue Entscheidungen, wie er gut der Gemeinde und den Menschen dienen kann.

R steht für Regelung. Wer im GKR arbeitet. braucht einen guten Blick für Strukturen. Da helfen Regeln, die manchmal weh tun. Aber sie klären die Missverständnisse und vereinen die unterschiedlichen Erwartungen. Die Verantwortung für Wohn- und Gemeinderäume und Kirche bedingt manchmal auch komplizierte Beschlüsse. Aber so kontrovers der Entscheidungsprozess auch ist, am Ende zählt der Beschluss und jeder braucht Loyalität, um diesen Beschluss auch nach außen zu vertreten, auch wenn es nicht seine Meinung war. Das macht GKR-Mitarbeit auch zu einer persönlichen Charakterschule.

Gottfried Muntschick (seit 2003 im GKR)