GKR 2013-2019 – ein Rückblick

Wenn im Herbst die Amtszeit des bisherigen Gemeindekirchenrats (GKR) endet, liegen sechs bewegte und arbeitsreiche Jahre hinter uns. Das Leitbild unserer Arbeit: Wir leben als Gemeinschaft mit dem dreieinige Gott als Zentrum. Neben allen immer wieder notwendigen Anforderungen aus dem bestehenden Gemeindeleben wollen wir neue Projekte entwickeln, durch die wir als Gemeinde den Menschen dienen können.

Einiges davon drückt sich im Bauen aus, wodurch in der Gemeinde neue (Spiel-)Räume entstanden sind. Zu nennen sind etwa der Umzug des Kindergartens in das sanierte Wittekind-Bad. Dadurch konnten wir mehr Plätze für Kinder anbieten, aber es wurde auch der Standort Steiler Berg frei. Dort entsteht gerade ein christliches Gründerhaus, das im Rahmen der Erprobungsräume der EKM gefördert wird. Die noch laufenden Bauarbeiten im Gemeindehaus machen den Gemeinde-Treffpunkt brandschutztechnisch sicherer, senken Barrieren für Menschen mit körperlichem Handicap und passen die Räume den Erfordernissen des Gemeindelebens an.

Auch der Einsatz der hauptamtlichen Mitarbeiter*innen in der Region beschäftigt uns immer wieder. In der Kirchenmusik freuen wir uns sehr, dass schon einige Ehrenamtliche unsere Gottesdienste bereichern. Um diese Aufgabe auf mehr Schultern zu verteilen, sind wir aber noch auf der Suche nach weiteren Menschen mit musikalischen Begabungen. Sprechen Sie uns gerne an!

Für den GKR
Cornelia Büdel und Dr. Jürgen Biewald

Einsicht ins Wählerverzeichnis

Für die GKR-Wahl am 20.10. wurde ein vorläufiges Wählerverzeichnis erstellt. Bis zum 30.06. können Sie im Gemeindebüro Einsicht in das Verzeichnis nehmen und prüfen, ob Sie dort aufgeführt sind. Das Wählerverzeichnis bildet dann die Grundlage für den Versand der Briefwahlunterlagen.

Kandidat*innen für die GKR-Wahl

Folgende Menschen haben sich bereit erklärt, für die GKR-Wahl am 20.10. zu kandidieren:

  • Dr. Jürgen Biewald
  • Dr. Tobias Brandt
  • Cornelia Büdel
  • Till Hanke
  • Manuel Lachmann
  • Henriette Meyer
  • Steffi Seiferlin

Rechtzeitig vor der Wahl können Sie an dieser Stelle und in der Phoebe eine ausführliche Vorstellung der Kandidat*innen lesen.

Meine persönliche Bilanz im GKR

Seit 2008 engagiere ich mich als Mitglied des GKR in unserer Gemeinde. Viel Spannendes durfte ich in dieser Zeit mit begleiten und auch entscheiden. Besonders in Erinnerung bleiben mir die Suche und die Entscheidung über einen neuen Kindergartenstandort und die Neubesetzung unserer Pfarrstelle.

Da ich durch meinen Beruf und auch Interesse halber viel mit Bauen zu tun habe, ist das auch der Schwerpunkt meiner Mitarbeit. So konnte ich einige Projekte aktiv mitgestalten, wie:

  • Die Erneuerung des Kirchenfußbodens incl. der Fußbodenheizung
  • Die Komplettrenovierung der Jugendräume
  • Die Renovierung der Pfarrwohnung
  • Die Dämmung des Dachbodens im Gemeindehaus
  • Die große Baumaßnahme im Gemeindehaus mit großem Saal und den Toiletten

Zu meiner persönlichen Bilanz gehört, dass ich durch den obligatorischen Kirchdienst am Sonntag einen guten Blick in die Gemeinde bekomme, da sich um den Gottesdienst ein Großteil des Gemeindelebens abspielt bzw. wiederfindet. Dieser Dienst macht mir wirklich viel Freude. Eine weitere sehr gute Erfahrung ist der respektvolle, konstruktive und vertrauensvolle Umgang innerhalb des GKR und der Sitzungen. Auch wenn längst nicht alle Mitglieder zum Thema einer Meinung sind, so kann ich mich an keine „Kampfabstimmung“ erinnern. Es wurde und wird immer der Konsens gesucht, den es dann auch gemeinsam nach außen zu vertreten gilt.

„Siehe, wie fein und wie lieblich ist’s, wenn Brüder in Einheit zusammen sind“. Dieser Psalm (133) hat in der letzten Zeit sehr für mich an Bedeutung gewonnen und die Arbeit im GKR geprägt und ist so, finde ich, auch zum Segen für unsere Gemeinde geworden.

Trotz aller positiver Erfahrungen habe ich beschlossen, für den nächsten GKR nicht wieder zu kandidieren, da ich meine Gaben auch außerhalb dieses Gremiums einbringen möchte und den frei werdenden Platz so jemandem zur Verfügung stelle, der neue Ideen mitbringt und andere Schwerpunkte und Akzente setzt.

Thomas Rappsilber

Organisatorisches zur GKR-Wahl

Sicher wissen Sie es schon: Am Sonntag, den 20.10. wird in unserer Gemeinde ein neuer Gemeindekirchenrat (GKR) gewählt. Weil der GKR das zentrale Gremium unserer Gemeinde ist, ist es wichtig, dass die GKR-Mitglieder von einer möglichst breiten Basis legitimiert sind. Anders ausgedrückt: Bitte nehmen Sie an der Wahl teil! Das wird Ihnen auch leicht gemacht, denn Sie erhalten automatisch Briefwahlunterlagen, so dass Sie Ihre Stimme sehr bequem und zeitlich flexibel abgeben können.

Eine Voraussetzung für die Teilnahme an der Wahl gibt es allerdings: Sie müssen im Wählerverzeichnis stehen. Wählen können alle Gemeindemitglieder ab dem 14. Geburtstag, die zum Abendmahl zugelassen sind. Im Mai wird der GKR ein Wählerverzeichnis erstellen, das Sie im Juni im Gemeindebüro einsehen können. Wenn Sie formal zu einer anderen Gemeinde gehören, sich der Bartholomäusgemeinde aber verbunden fühlen und hier den GKR mitwählen wollen, haben Sie die Möglichkeit, einen Wahlgemeindeantrag zu stellen und Mitglied der Bartholomäus-Gemeinde zu werden. Das Formular erhalten Sie im Gemeindebüro oder können es hier auf der Webseite herunterladen. Übrigens: Wenn Sie außerhalb des Gemeindebezirks wohnen und zur Bartholomäusgemeinde gewechselt sind, ist das nicht automatisch auch für Ihre Kinder passiert (außer Sie haben es im Antrag explizit angegeben). Hier gibt es also unter Umständen Handlungsbedarf. Bei Fragen zum Wahlrecht steht Ihnen Mark Udo Born zur Verfügung.

Hirten, Propheten und noch viel mehr

Kennen Sie „Wzodimnzsbimui“? Was auf den ersten Blick eventuell aussieht wie das Passwort zu Ihrem Computer, entpuppt sich beim zweiten Hinsehen als „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen“.

Ich bin meistens der, der als Letzter zu den GKR-Sitzungen erscheint. Es kommt auch vor, dass ich mitten in die Andacht hineinschneie. Kurz Luft holen, mit eintauchen, ankommen, ein Blick in die Runde – alle sind da. Wie gut.

Es sind mehr als zwei, auch mehr als drei. Meistens sind eigentlich alle da. An dieser Stelle kommt mir Jesu Zusage in den Sinn. Eigentlich ein gutes Passwort für unseren Abend. „Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich mitten unter ihnen.“

Es tut gut, mir klar zu machen, warum ich mal wieder zu Hause vom Abendbrot aufgesprungen bin: Wir treffen uns hier nicht, weil wir Dienstagabend zu viel Zeit haben oder weil wir es genießen, ausgiebig über Dinge zu reden, die uns bewegen. Dafür ist Zeit nach dem Ende der Sitzung – einige Meter westlich am Fuße des Bartholomäusberges.

Sondern wir treffen uns, um unserer Aufgabe nachzukommen: „Die Menschen, die zu Gott gehören, fähig zu machen, ihre Aufgabe für Gott wahrzunehmen…“ So schreibt Paulus es zumindest im Brief an die Epheser und so hat es Roland Werner in seiner Bibelübersetzung „Das Buch“ formuliert. Dort werden auch die Personengruppen genannt, die für diese Aufgabe notwendig sind : Apostel (sie werden hier mit bevollmächtigte Botschafter übersetzt), Propheten, Verkündiger der guten Nachricht, Hirten und Lehrer.

Ich habe eine Weile gebraucht, bis mir klar geworden ist, dass man als Gremium „GKR“ nicht unbedingt Lehrer und Verkündiger des Evangeliums ist. Eher ist man der Wegbereiter und Ermöglicher oder auch der Verwalter und Vorausdenker. Man befasst sich zuweilen mit ermüdenden Verwaltungsdingen, stellt aber auch Weichen für die Zukunft. Man hilft gute Ideen auf den Weg zu bringen, muss aber auch hinnehmen, dass manches davon sich nicht bewährt. Also eher so ein wenig „Hirte“ mit einem kleinen Teil „Prophet“ (wobei ich bewusst noch keinem echten Propheten begegnet bin).

Und natürlich finden sich Lehrer, Hirten, Propheten, Apostel und Verkündiger nicht nur in der Gemeindeleitung, sondern auch an vielen anderen Stellen in unserer Gemeinde. Hier schließt sich der Kreis zu meinem Passwort: Wir sind in der Gemeinde mehr als der GKR, mehr als einzelne Kreise – und mehr als 2 oder 3 und wir treffen uns in Jesu Namen.

Wie gut.

Tobias Brandt