Am 19. Februar 2010 wurde nach einem längeren Auswahlverfahren der neue Superintendent des Kirchenkreises Halle-Saalkreis gewählt, der im Juni 2010 die Nachfolge von Superintendent Manser antreten wird.

Zur Wahl hatten sich Herr Harrak aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg, Frau Mühlig aus der Evangelische Kirche Mitteldeutschland (Jena), Herr von Campenhausen (Evangelische Kirche Berlin, Brandenburg, niederschlesische Oberlausitz) und Herr Kant aus der Evangelische Kirche Mitteldeutschland (Wernigerode) gestellt. Alle hatten sich zuvor in Predigten im Kirchenkreis vorgestellt.

Die Lebensläufe aller Kandidaten waren sowohl durch den Dienst im Pfarramt als auch durch eine längere Mitarbeit in Verwaltungsgremien der Kirche geprägt.

Allen Bewerbern war gemeinsam, dass sie Kirche mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken wollten. Zwei der Bewerber zeichneten sich zudem in ihren Vorstellungen dadurch aus, dass sie offen für das Wachsen des Reiches Gottes eintraten und sich nicht mehr mit der Vorstellung des „fröhlichen Schrumpfens“ der Kirche abfinden wollten.

Als neuer Superintendent wurde im 3. Wahlgang mit 2/3 Mehrheit Herr Kant gewählt.

Erstaunlich war, dass immerhin ein Drittel der anwesenden Synodalen sich auf einen „Kurs“ des offensiven Gemeindewachstums und der inneren und äußeren Mission einlassen wollte.

Für uns als Gemeinde ergibt sich die Frage, ob wir auf diesem Gebiet nicht mit anderen Gemeinden außerhalb der offiziellen Gemeindeverbünde zusammenarbeiten wollen. So wie uns in Bartholomäus von Gott die Gabe des Aufnehmens von Familien geschenkt wurde, gibt es andere, wachsende Gemeinden in unserer Stadt, die z.B. für Zuziehende oder für Musikinteressierte interessant und offen sind. Mit ihnen könnte man in der Stadt vielen Menschen eine neue Heimat im Reich Gottes geben und Gottes Wort durch „Spezialisierung und Kooperation“ weiter in die Welt tragen.

In diesen Kontext könnte auch die Gemeindepflanzung in Heide-Süd gehören, wofür sich sicherlich im Kirchenkreis auch offene Herzen finden lassen.

Dr. Jürgen Biewald Synodaler der Gemeinde und Mitglied im Kreiskirchenrat