Weil wir mit unser aller Gesundheit und besonders mit der von Menschen aus Risikogruppen sorgsam umgehen wollen, müssen wir damit rechnen, dass uns die bisherigen Gottesdienst-Auflagen noch eine Weile erhalten bleiben.

Gleichzeitig wissen wir auch, dass diese Auflagen viel abverlangen: Vielen fehlt das gemeinsame Singen, das Abendmahl oder die Kindersegnung. Besonders für die Familien ist die Situation hart, wenn Kindergottesdienste nicht stattfinden und gleichzeitig der Gottesdienst in der Kirche für die Kinder unattraktiv ist und es zu viel Kraft kostet, die Kinder dabei bei Laune zu halten. Für Eltern ist es dann oft schwierig, mit so viel Aufmerksamkeit beim Gottesdienst zu sein, wie sie es eigentlich wollen.

Trotzdem – wir brauchen einander. Schon seit einiger Zeit denken wir darüber nach, wie Gemeinschaft trotz Corona möglich sein kann. Was bedeutet es eine Beteiligungsgemeinde in Krisenzeiten zu sein? Lassen Sie uns diese Zeit zum Anlass nehmen, unseren Glauben zu hinterfragen. Das Entscheidende sind die Beziehungen – die zu Gott und die untereinander. Die Formen des Glaubens dürfen oder müssen sich wandeln.

Wie wäre es, wenn die Situation heute der Beginn einer Erneuerung unserer Gemeinde wäre? Können und wollen wir uns das vorstellen? Sind wir für einen Aufbruch bereit? Oder wollen wir stattdessen den Verlust von liebgewordenen Traditionen betrauern, leugnen, trauern, zornig sein? Und dann?

Beteiligen Sie sich an einem Konzept für neue Gemeindeformen! Lassen Sie uns rückblickend dankbar sein für alles, was war, Abschied nehmen und dann aufbrechen! Wir können mutig sein und müssen nicht Angst haben – wir werden begleitet.

Welche Ideen und Wünsche haben Sie? Unsere erste Idee ist ein familienfreundlicher Open-Air-Gottesdienst am Sonntag 26.07. Lassen Sie sich einladen! Es soll aber nicht bei diesem einmaligen Test oder nur diesem Format bleiben. Wir wollen gerne neue Formen, Elemente, Räume, Ideen ausprobieren, die möglichst viele Menschen in (und vielleicht auch außerhalb) unserer Gemeinde mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen ansprechen. Dabei brauchen wir Ihre Hilfe:

Wer einen Geistesblitz hat, schon länger einen Gedanken mit sich herumträgt oder irgendwo etwas entdeckt hat, was auch in Bartho passen könnte, sollte sich bei Ralf Döbbeling oder Cornelia Büdel melden. Beteiligen Sie sich und bauen Sie mit an einer neuen Kirche, in der sich auch noch nach Corona-Zeiten möglichst viele wohlfühlen können!

Ab September soll einmal im Monat eine neue Kindergottesdienstform ausprobiert werden. Wir dürfen gespannt sein und uns freuen. Wer hat Ideen für noch ganz andere Gottesdienste mit den Kindern?

Über die Anregungen, die uns erreichen, würden wir gerne gemeinsam ins Gespräch kommen und aus den Ideen konkrete Formate entwickeln. Dazu wird es am 30. August nach dem Gottesdienst einen Gemeindevormittag geben – herzliche Einladung an alle, die sich beteiligen wollen!

Für den GKR
Cornelia Büdel