Gemeindebüro zum Jahreswechsel

Bitte beachten Sie, dass das Gemeindebüro vom 22.12. bis 04.01. geschlossen bleibt.

Ansonsten gelten die üblichen Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Freitag 09.00 – 11.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 16.00 – 18.00 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie gerne eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen: Tel.: 0345 – 5 22 04 17

Oder Sie schicken eine E-Mail an post@bartholomaeusgemeinde.de

Vorgestellt: Von der Saale an die Elbe

Wir sprechen dieses Mal mit Johannes Schimming. Er war mit seiner Familie viele Jahre Gemeindemitglied in Bartholomäus und hat Halle in diesem Sommer gen Nordosten verlassen.

Lieber Johannes, du bist jetzt Vikar in Pratau bei Wittenberg. Wie hat es euch dort hin verschlagen?

Mit Wittenberg sind wir schon seit zwei Jahren verbunden, weil meine Frau Angela hier einen Praxissitz zugesprochen bekommen hat. Ich habe die Stadt auf meine Wunschliste für das Vikariat gesetzt und das hat glücklicherweise geklappt. Pratau ist ein Vorort von Wittenberg, am gegenüberliegenden Elbufer, und zur Gemeinde gehören noch 7 weitere Kirchen. Und weil sich das Predigerseminar auch in Wittenberg befindet, habe ich auch für die Ausbildungskurse kurze Wege. Mit Sack und Pack umgezogen sind wir im Juli und da ich gerade noch in Elternzeit bin, hatte ich viel Zeit, die Kleinstadt mit dem Kinderwagen zu erkunden.

Hattest du denn dann schon die Chance, in der neuen Gemeinde anzukommen?

Ich würde sagen, wir sind mitten drin. Durch Corona fällt das Kennenlernen neuer Menschen schwerer, weil vieles auf Abstand passiert oder auch ausgefallen ist. Und man hat das Gefühl: Das ist noch nicht das richtige Gemeindeleben. Bei unserem ersten Besuch dachten wir: Das ist wie Bartho, nur zwei, drei Nummern kleiner. Und es gibt auch zahlreiche ökumenische Initiativen in der Stadt, die ich ganz neugierig wahrgenommen habe. Wir freuen uns sehr auf das, was noch kommt in den nächsten zwei Jahren.

Hast du dir etwas aus Bartholomäus mitgenommen, das du gerne in die neue Gemeindearbeit übertragen möchtest?

Ja, da könnte ich ganz viel zu sagen, weil ich so unheimlich viel aus den 10 Jahren Bartho mitgenommen habe: Das Kirchencafé und die Herzlichkeit der Begegnung, die man besonders nach dem Gottesdienst spürt; ein Kindergottesdienst, der sich wirklich an die Kinder richtet; eine einladende Jugendarbeit; und eine Gemeinde die sich zutraut, auch mal ganz neue Dinge auszuprobieren. Hier in Pratau verteilt sich das Gemeindeleben hingegen auf 8 Dorfgemeinden. Vieles, was in der Großstadt funktioniert, lässt sich nicht eins zu eins auf dem Land kopieren. Mein Eindruck war bisher, dass man, gerade durch die Corona-Einschränkungen, froh ist, wenn überhaupt etwas stattfindet und die Frage nach Veränderung und neuen Formaten bei der Gemeinde nicht oben aufliegt. Deswegen habe ich mir eine Wunschliste angelegt, was man alles ausprobieren und verändern könnte und die ergänze ich erstmal nur im Stillen und versuche herauszubekommen, ob es auch andere Wunschlistenschreiber gibt und wenn ich zwei oder drei von ihnen gefunden habe, setzen wir uns im Frühling zusammen und probieren etwas aus. Darauf freu ich mich schon. Ob das dann eher bei der Kinder- und Jugendarbeit ansetzt, im Gottesdienst oder beim Kirchencafé, müssen wir sehen.

Gerade, wenn man dann als Vikar nach zweieinhalb Jahren in der Regel weiterzieht. Hast du schon Pläne für die Zeit danach? Möchtest du wieder an die Uni zurück, oder siehst du dich als Pfarrer in einer Gemeinde?

Die Zeit an der Universität war eine gute Erfahrung, aber im Moment zieht es mich mehr zu den Menschen als zu den Büchern. Stand jetzt, sehe ich mich also eher in der Gemeinde, vielleicht aber auch mit einem Standbein in der Schule oder Bildungsarbeit, sehr gern auch im Raum Wittenberg, denn obwohl wir erst seit kurzem hier wohnen, fühlen wir uns als Familie in der Stadt bisher sehr wohl.

Das freut uns zu hören. Vielen Dank für das Gespräch und wir wünschen dir und deiner Familie Gottes Segen und alles Gute am neuen Ort!

Das Interview führte Jakob Haferland.

 

 

 

GKR Aktuell 004

Im Youtube-Kanal der Bartholomäus-Gemeinde ist die vierte Episode des GKR-Video-Podcasts verfügbar. Henriette Meyer und Till Hanke berichten von der GKR-Sitzung am 02.12.

Unterstützung für Heiligabend gesucht

Vielleicht habt ihr es schon gelesen: In diesem Jahr wird es in Bartholomäus ein ganz besonderes Programm zu Heiligabend geben.

Für einen reibungslosen Ablauf suchen wir noch Menschen, die uns am 24.12. am Nachmittag bzw. am frühen Abend für jeweils eine gute Stunde beim Ordnungsdienst unterstützen können. Lust und Zeit zum Mithelfen? Dann tragt euch gerne direkt in unsere Planungstabelle ein (bitte speichern nicht vergessen).

Eine kurze Einweisung gibt es vor Ort, Vorbereitung ist nicht nötig. Für Rückfragen steht Cornelia Büdel zur Verfügung (0172 7756273 und mail@cornelia-buedel.de).

Terminblatt Dezember 2020 erschienen

Welche Gottesdienste gibt es in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier als PDF herunterladen.

Pfarrer Geßner verstorben

Horst Gessner (links) in seiner aktiven Zeit im Gemeindetreff

Wir sind traurig mitteilen zu müssen, dass unser langjähriger Pfarrer Horst Geßner am Freitag, den 20.11.2020, verstorben ist. Er durfte friedlich einschlafen.

Die Trauerfeier wird am Montag, den 30.11.2020 um 11 Uhr in der St.-Briccius-Kirche in Trotha stattfinden. Aufgrund der Corona-Beschränkungen werden in der Kirche neben den Plätzen für Familie und Freunde voraussichtlich noch rund 20 Plätze für andere Teilnehmende verfügbar sein. Im Anschluss an die Trauerfeier wird Pfarrer Geßner auf dem Trothaer Friedhof neben seiner Frau beigesetzt.

Superintendent Kant schreibt in seiner Würdigung:

„Am Freitag, 20. November 2020, ist Pfarrer i.R. Horst Geßner mit 85 Jahren verstorben. Früh verwitwet, hat er die letzten drei Jahre im Marthahaus gelebt und sich dort sehr zuhause gefühlt. Seit Jahresbeginn hat er immer mehr an Kraft verloren, ohne jedoch zu leiden. Pf. Geßner wusste, dass es zu Ende geht und er war damit im Frieden.

Horst Geßner kam aus Ummendorf in der Börde nach Halle und war hier in der Bartholomäusgemeinde von 1973 bis November 1990 als Pfarrer prägend tätig. 1986/87 hat er als Sachbereichsleiter Zeugnis und Dienst des Kirchenkreises für ein Jahr kommissarisch die Stadtmission geleitet.

Pfarrer Geßner hat sich auch im Ruhestand der Bartholomäusgemeinde sehr verbunden gewusst und war nach seiner krankheitsbedingt vorzeitigen Pensionierung hier ehrenamtlich tätig. Es steht mir noch sehr eindrücklich vor Augen, wie er am Beginn der Sonntagsgottesdienste trotz seiner Mühen beim Gehen in den Altarraum der Bartholomäus-Gemeinde gekommen ist. Mit Hingabe hat er hier mit dem
Segnungs-Team die Kinder gesegnet, bevor sie zum Kindergottesdienst aufgebrochen sind. Bescheiden mühte er sich dann zu seinem Platz zurück. Mir war in diesen Momenten seine Geduld eindrücklich und mir ist jetzt, wo ich an ihn denke, ein Wort aus der Johannesoffenbarung nah: „Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke
folgen ihnen nach.“ (Offbg. 14, 13)

Mag unser Bruder Horst Geßner in Frieden ruhen! Wir denken an seine Familie und bitten Gott, dass er ihr in allem Traurigen nahe ist und sie begleitet in dieser Zeit des Abschieds.“

Pfr. Ralf Döbbeling