Foto: Gottfried Muntschick

Foto: Gottfried Muntschick

Es ist Herbst. Auch auf dem Schwarzenshof. Nur ist er hier noch schöner als anderswo. Die Häuser liegen am Berghang, umgeben von gelbgrün-hellbraun-rubinrotfarbenen Wäldern. Morgens blickt man nach unten über das
nebelverhangene Tal, abends nach oben zu den Sternen, die, ist man auf einer Lichtung mitten im Wald, noch stärker leuchten als sonst.

Mehr als 80 Bartholomäus-Gemeindeglieder zwischen 0,3 und 79 Jahren zog es am letzten Oktoberwochenende nach Thüringen in die Nähe von Rudolstadt. Bunt wie der Herbst waren auch die drei gemeinsamen Tage. An den Vormittagen ließen sich Groß und Klein von den Bäumen inspirieren. Die Jüngeren machten sich auf Entdeckungsreise durch die Natur und gestalteten imposante Gemälde. Die Älteren hingegen sprachen in Kleingruppen über besondere Bäume aus der Kindheit, fragten nach den Wurzeln des eigenen Lebens oder tauschten sich über die Früchte aus, die von einem bleiben und die Welt prägen. Bewegt ging es an den Nachmittagen zu, mit generationenübergreifendem Fußballspiel und Wanderung auf Fröbels Spuren, kreativer Handarbeit und farbenfrohem Geländespiel. Gesellig wurde es nach Sonnenuntergang, ob bei Gitarrenklang am Lagerfeuer, bei Brettspielen im Kaminzimmer oder langen Gesprächen und viel Gelächter. Zu kurz kamen nur die Nächte.

Bunt wie ein Herbstwald, so ist auch Gemeinde. Wo Bäume nicht auf verlorenem Posten stehen, sondern gemeinsam Wind und Wetter trotzen. Wo sie gemeinsam Lebensraum schaffen für sich und andere Lebewesen. Lebendig und bunt, so war unsere Gemeinde beim Gemeindewochenende in den Thüringer Bergen. Und vielleicht spürt man noch manches davon an den anderen Wochenenden auf dem Bartholomäusberg.

Johannes Schimmig