28. Mai 2025 | Allgemein, Kinder
Die Kindertagesstätte Bartholomäus bietet Menschen jedes Jahr die Chance, über die Diakonie Mitteldeutschland einen Freiwilligendienst zu absolvieren.
Mit einem Freiwilligendienst werden Tätigkeiten im sozialen Bereich ausgeübt, die in der Regel ein Jahr lang dauern. Es dient zur Bildung und Orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene.
Im Freiwilligen Sozialen Jahr ist genau richtig, wer zwischen 16 und 26 Jahre alt ist, die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat, Lust und Interesse an der Arbeit mit Menschen hat, sich auf andere Menschen einlassen kann und Lust hat, Arbeitserfahrungen zu sammeln. Es ermöglicht neue Begegnungen, Selbsterfahrung, Perspektivenwechsel und vieles mehr.
Ein Bundesfreiwilligendienst (BFD) bietet Menschen in allen Altersgruppen und Lebenslagen die Möglichkeit, Kompetenzen einzubringen, neue Fertigkeiten zu erwerben und vielleicht einen Neuanfang in einem noch unbekannten Berufsfeld zu wagen. Der Bundesfreiwilligendienst steht Menschen aller Altersgruppen offen und kann bereits mit 21 Stunden pro Woche absolviert werden.
Start ist der 01. September, aber bei vorhandenen freien Plätzen ist der Einstieg jederzeit möglich. Wer Interesse hat, kann sich an die Kita wenden oder sich direkt über freiwilligendienste@diakonie-ekm.de bewerben.
Kontakt Kita: Clara Arnold, Tel. 0345 5232009 oder kita@bartho.org
Weitere Informationen gibt es auf der Website der Diakonie Mitteldeutschland.
14. Mai 2025 | Allgemein, Angedacht
Phoeben? Was soll denn sein? Bitte schön!
Unser Gemeindebrief heißt nach der Diakonin und Beiständin Phoebe aus Kenchräa. Diakonissen, die in dieser Gemeinde wirkten, u.a. im Kindergarten am Steilen Berg, nannten ihren Newsletter nach ihr, um über ihre Arbeit zu berichten und um finanzielle Unterstützung zu werben. Schnell wurde daraus in den frühen Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts ein Gemeindebrief, der nicht nur über die diakonische Arbeit, sondern für die gesamte Bartholomäusgemeinde informierte.
Doch „phoeben“ gibt es als Wort offiziell nicht. Bislang zumindest. Jetzt beginnen wir eine hundertjährige Erfolgsgeschichte dieses neuen Verbs. Nicht im Sinne, noch einmal 105 Jahre eine Gemeindezeitung herauszugeben, sondern im Sinne von beistehen, zusammen halten.
Ich habe neulich eine beeindruckende Interpretation eines Knochenfundes durch eine Ethnologin gefunden. Auf die Frage einer Studentin, wann die menschliche Kultur begann, verwies sie nicht auf Angelhaken aus Bein, Schmiedearbeiten aus Eisen oder Schnurkeramik aus Ton, sondern auf einen verheilten Oberschenkelknochen, der gefunden wurde.
Dieser Fund belegt, dass sich ein Mensch oder eine Gruppe um einen verletzten Nächsten gekümmert hat. Ohne die Hilfe der anderen wäre der Mensch aufgrund des gebrochenen Beines wahrscheinlich verdurstet, verhungert oder einem Raubtier zum Opfer gefallen. Die anderen übernahmen für die Zeit der Heilung die Nahrungsversorgung, die Stabilisierung des Schenkels und seinen Schutz. Vielleicht haben sie ihren Nächsten sogar getragen, statt ihn zurückzulassen.
Das ist ein Synonym für menschliche Kultur. Ohne Solidarität gibt es keine Menschheit. Zur Menschlichkeit gehört es, einander beizustehen, zu phoeben. Wir brauchen immer wieder eine Beiständin, die bei uns bleibt, wenn wir nicht weiterkommen. Das muss kein Beinbruch sein, das meint jede Lage, in der ein Mensch Schutz und Unterstützung braucht. Bis die Person wieder selbstwirksam ist und möglichst keine Hilfe mehr benötigt, es selbst zu tun.
Das Gegenteil davon ist, dass der Mensch dem Menschen zum Wolf wird und jede Not oder Schwäche nutzt, um sie zum eigenen Vorteil zu missbrauchen. Das ist leider nicht nur tierisches, sondern leider immer wieder auch menschliches Verhalten. Die Anthropologin würde jede Menge unverheilter, tödlicher Wunden in unserer Zeit finden. Lassen Sie uns zusammenhalten und phoeben, indem wir Menschen beistehen.
Der Heilige Geist wird in den letzten Zusagen Jesu an die Gemeinde als Beistand oder Beiständin zum Glauben versprochen. Inspiriert durch den Geist Jesu wollen wir einander beistehen in der Liebe und in der Hoffnung.
Pfarrer Ralf Döbbeling
30. Apr. 2025 | Allgemein, Angedacht
– KÖNNEN
Eine Liste zum Streichen
Recht haben wollen
Sicherheit über Vertrauen stellen
Bitterkeit
Aus Verletzung heraus reagieren
Misstrauen
Hoffnungslosigkeit
Mich durchsetzen wollen
Unbarmherzig sein
Gleichgültigkeit
Abgelenkt sein
+ SINGEN
Eine Liste zum Staunen
Gott versöhnt und macht Versöhnung möglich
Gott ist größer als ich
Gott ist König und regiert
Gott lädt mich ein, Teil seiner Geschichte mit den Menschen zu werden
Reich Gottes funktioniert so anders als unsere Welt
Gott wurde Mensch, wurde wie wir, kommt mir nah
Gott heilt, verbindet, befreit
Gott schenkt Frieden über mein Verstehen hinaus
= WERDEN
Eine Liste zum Einüben
Staunen über mir Verborgenes
Fragen, um zu verstehen
Gnädiger mit mir und meinen Mitmenschen sein
Suchen, um zu finden
Gefunden werden
Am Kreuz weise werden
Großzügig vertrauen
Friedensbotschafterin werden
Versöhnt sein
Hanna Löffler
Alle Rechte: CentralArts
16. Apr. 2025 | Allgemein
Es ist etwas Besonderes, dass sich in unserer Gemeinde so viele Menschen engagieren. Das wollen wir weiter fördern und auch diejenigen ermutigen, die sich das vielleicht bisher noch nicht zugetraut haben. Deshalb haben sich bei der diesjährigen Gemeindeklausur im Februar GKR und Koordinator:innen mit dem Thema Ehrenamt beschäftigt und dazu als Referentin die Ehrenamtsbeauftragte der Landeskirche eingeladen.
Nach einer „Unterhaus-Debatte“ mit viel Gelächter und kontroversen Thesen zum Thema erzählten wir einander von eigenen Erfahrungen und davon, wie gut das Engagement zu den eigenen Gaben und Stärken passt. Die größte Motivation ist für viele von uns das gemeinsame Arbeiten an einer Sache und Feedback von denjenigen, für die man sich engagiert.
Mit der „Persona-Methode“ erforschten wir, was eigentlich diejenigen brauchen, die wir zum Engagement einladen. Eine Erkenntnis: Es gibt keine Lösung, die automatisch für alle passt. Wir nehmen die Frage mit, wie wir in unserer Gemeinde die Bedürfnisse der einzelnen Engagierten noch besser in den Blick nehmen können. Können vielleicht Ehrenamts-Lots:innen dafür ein geeigneter Weg sein?
Nicht zuletzt sammelten wir auch Vorschläge für mögliche GKR-Kandidat:innen, die in den nächsten Wochen angesprochen werden sollen. Die Mitarbeit im GKR hat zwei unschlagbare Vorteile: Man kann unsere Gemeinde an entscheidender Stelle mitgestalten und ist garantiert bei den künftigen Gemeindeklausuren dabei, um mit vielen lustigen und engagierten Menschen Gemeindethemen zu bewegen.
Cornelia Büdel und Iris Hinneburg
16. Apr. 2025 | Allgemein
Donnerstag, 19.30 Uhr: Im Videokonferenzraum schalten sich die Mitglieder des Teams Öffentlichkeitsarbeit zusammen. Fünfmal im Jahr trifft sich die Redaktion, um die Kommunikation für die Gemeinde in den Blick zu nehmen. Die umfasst nicht nur den Gemeindebrief Phoebe, sondern auch viele weitere Medien. Das hat auch damit zu tun, wie sich unsere Gemeinde entwickelt hat: Sie überspannt mehrere Generationen, erstreckt sich nicht nur auf Giebichenstein und ist in großen Teilen dezentral organisiert.
Eine Folge davon: Es gibt nicht mehr das eine Medium oder den einen Kanal, der alle erreicht. Deshalb planen wir bei unserem Treffen, welche Ereignisse und Entwicklungen für die kommende Zeit für welche Zielgruppe wichtig sind und in welchem Medium sie erscheinen sollen: Passt der Beitrag für die Phoebe, die fünfmal im Jahr erscheint und per Post auch Menschen erreicht, die zwar zur Gemeinde gehören, aber nicht unbedingt regelmäßig im Gottesdienst anzutreffen sind? Oder doch eher in den wochenaktuellen E-Mail-Newsletter, der sich inzwischen als zentrales Medium für alle etabliert hat, die regelmäßig in der Gemeinde sind? Und was sollte im Gottesdienst abgekündigt werden?
Auf Papier veröffentlichen wir Informationen zu den Gottesdiensten und ausgewählten Veranstaltungen im Terminblatt. Wer es nicht in die Kirche schafft, kann es im Gemeindebüro bestellen. Dieses Angebot nutzen vor allem Senior:innen. Der Schaukasten dient als Visitenkarte mit Basisinformationen und ausgewählten Highlights für alle, die auf ihrem Weg an unserer Kirche vorbei kommen.
Dabei gibt es in den Medien durchaus Wandel: So berichtet der GKR seit einigen Jahren im GKR-Podcast auf YouTube und als Audioformat über seine Arbeit. Ausgewählte Hinweise zu Veranstaltungen und dem Gemeindeleben, die besonders für eine jüngere Generation interessant sind, erscheinen auch auf Instagram.
Wollen Sie einmal unverbindlich bei einer Sitzung der Öffentlichkeitsarbeit dabei sein? Haben Sie Lust, mal hinter die Kulissen zu schauen? Oder dem Team Rückmeldungen zu den verschiedenen Medien oder der Arbeit insgesamt zu geben? Am Mittwoch 23. April 18.30 Uhr sind Sie herzlich zur öffentlichen Redaktionssitzung im großen Gemeindesaal eingeladen.
Iris Hinneburg
09. Apr. 2025 | Allgemein
Herzliche Einladung zum Seniorentreff am Donnerstag 17. April mit einer Andacht von Pfarrer Ralf Döbbeling. Wir treffen uns ausnahmsweise erst um 16 Uhr, im Anschluss gibt es Gelegenheit, am Tischabendmahl teilzunehmen. Herzliche Einladung!
Heidrun vom Orde