Tanz- und Gesprächsabend „wine & more“

„wine and more“

• Für alle, die einen besonderen Winterabend genießen wollen: gesellig, bei guter Stimmung und der Möglichkeit zu tanzen – diesmal mit dem Schwerpunkt TANGO!

• Seien Sie herzlich eingeladen zum „wine and more“-Abend im Gemeindehaus der Bartholomäus-Gemeinde am Freitag, den 08.02.2013, ab 20 Uhr.

• Bringen Sie sich, Ihre Freunde und gerne auch eine Köstlichkeit fürs BUFFET mit.

• Als Besonderheit des Abends gibt es eine WEINVERKOSTUNG mit Rayk Winkler von 20 bis 21 Uhr. Es werden 6 Bordeaux-Weine aus Frankreich im stilechten Ambiente gereicht. Der Unkostenbeitrag beträgt 6 €. Eine verbindliche Voranmeldung ist erforderlich.

• E-Mails zu Fragen, Buffetköstlichkeiten oder zur Voranmeldung der Weinverkostung bitte an Dorothea.Vogel@gmx.de. Danke.

Abendmahl für alle?! – wir diskutieren weiter …

Während der Gemeindefreizeit dachten wir über Elemente des Gottesdienstes nach. Wie kann man den Gottesdienst noch einladender, freundlicher, Christusgemäßer gestalten?

Beim Thema „Abendmahl“ diskutierten wir am heftigsten.

Wir wollen das Gespräch nun fortsetzen.

Wie und warum feiern wir Abendmahl? Wer darf teilnehmen? Welchen Stellenwert hat dabei die Konfirmation?

Deshalb laden wir herzlich zum Gemeindevormittag am 20.01.2013 ab 11.15 Uhr in den Gemeinderaum ein.  Damit niemand überhastet nach Hause hetzen muss, um das Mittagessen aus dem Ofen zu nehmen, wird es im Anschluss ein Brunch geben, zu dem natürlich gern auch etwas beigesteuert werden kann.

Johannes Schimming wird eine kurze Präsentation über Bedeutung und Sinn des Abendmahls halten. Dann steigen wir ins Gespräch darüber ein, z. B. über die Frage, ob in unserer Gemeinde auch Kinder oder Vorkonfirmanden zum Abendmahl zugelassen werden sollen.

Wir freuen uns über rege Beteiligung!

Michaela Herrmann & Johannes Schimming

Video copyright: www.evangelisch.de

Bilanz zum Jahreswechsel

Blicke auf mein Leben.

(nach Lukas 18,9-14)

Zum Jahresende ziehen wir Bilanz. Dies passt aber auch schon in den Advent. Advent hat die Farbe Violett, die Farbe der Bilanz (Buße) und Umkehr. Nach christlicher Tradition ist dafür die Zeit vor dem Weihnachtsfest vorgesehen. Doch feste Zeiten im Jahr sind oft nicht die Zeiten für unsere eigene Bilanz. Wir ziehen Bilanz nach einem Monat voller Entscheidungen, bei einem Wechsel der Arbeitsstelle, vor oder nach einem Umzug, am Abend des Lebens.

Manchmal zieht man Bilanz und fragt sich: Wie war das Leben? Und manchmal wird man auch gefragt nach seiner Bilanz. Wie ist Ihre Bilanz? Die fällt dann so oder so aus. Wenn es dann noch ein wenig stiller geworden ist, fragt man sich oder wird leise gefragt: Bereuen Sie etwas? Ich würde manches bereuen. Ich bin aber nicht berühmt. Viele vor den Kameras oder Mikrofonen sind auf diese Frage gefasst und antworten ohne Zögern: Nein, ich bereue nichts.

Ist diese Antwort mutig? Oder leichtfertig? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein Mensch nichts bereut.

Der Mann auf dem Bild kann es. Er sitzt in seinem Sessel, hat einen schönen Garten hinter der großen Fensterscheibe und ein Glas Wein in der Hand. Freundlich lächelnd beantwortet er die Frage: „Bereuen Sie etwas?“ mit ziemlich fetten Buchstaben und einem Ausrufungszeichen: „Ich bereue nichts!“ Etwas deutlich leiser kommen Worte des Bedauerns aus seinem Mund: „Aber es war ja auch nichts los.“

Dann ist es leicht, nichts zu bereuen. Wer nichts tut, kann auch wenig falsch machen. Wer sich nur still zurücklehnt im Leben, wird wenige oder gar keine Fehler machen und kaum Schuld auf sich laden. Es sei denn die Schuld, auch das Gute unterlassen zu haben.

Wer Bilanz zieht, braucht dafür einen Spiegel, einen inneren Spiegel. Wir brauchen ein Maß, an dem wir unser Leben messen. Das Maß können wir nicht selbst sein. Wir brauchen ein Maß außerhalb unserer selbst. Jede Rechenschaft verlangt ein Gegenüber.

Für Christen und Christinnen ist es Gott, an dessen Willen sie ihr Leben und Handeln prüfen.

Wer nichts bereut, fürchtet sich vor dem Eingeständnis, fehlerhaft zu sein. Würde er bereuen, hätte es ja Fehler gegeben. Die gesteht man ungern ein. Vor Gott darf man es nicht nur, man soll es auch.

Nichts ist schlimmer als der Mann im Gleichnis, der vor Gott steht und ihm aufzählt, wie gut er ist. Dann schon lieber, sagt Jesus, der andere Mann, der etwas weiter weg steht und zu Gott nur sagt: Gott, sei mir Sünder gnädig. Dieser Mann geht getröstet und gestärkt nach Hause, denn er weiß um seine Schuld vor Gott. Und um Gottes Vergebung. „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden“, sagt Jesus, „und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ (Lukas 18,14) Jesus bittet uns geradezu, unsere Bilanz nicht zu fälschen und vor Gott nicht nur so zu tun, als wären wir rundum in Ordnung. Hilfreicher ist es, vor Gott ehrlich zu sein zu sich selbst und zu gestehen, dass dies oder jenes falsch war und man anderen damit weh getan hat. Mit meinem Bekenntnis öffne ich Gott die Tür, durch die er mein belastetes Herz erreicht und mir vergeben kann. Vergebung macht vieles leichter, wenn ich zurückblicke. Vergeben macht mich leichter. Jedes Geständnis ist eine Ermöglichung von Liebe. Liebe, die Gott schenken will. Und sie soll ankommen. Deshalb ist Gott Mensch geworden und hat uns in Jesus seine Vergebung geschenkt. Schonungslose Bilanz ist möglich. Wir brauchen uns nicht zu fürchten. „Fürchtet euch nicht, den Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr.“

Pfarrer Helmut Becker

Motivation durch Bewahrung und Berufung

Zur Familie Rappsilber gehören Thomas, Anka und die Kinder Mareike, Helene und Annelie.

Thomas ist gebürtiger Hallenser. Der Fliesenlegermeister ist in der Gesundbrunnengemeinde aufgewachsen. Anke ist Steuerfachangestellte und stammt aus Leipzig. Sie wohnen in Kröllwitz, haben sich aber schon vor dem Umzug dorthin für die Gemeindezugehörigkeit in Bartholomäus entschieden.

Was schätzt ihr an der Bartholomäusgemeinde besonders?

Thomas: Ich bin erstmals Ende der 90-er Jahre durch die Osterfeier auf dem Ochsenberg auf die Gemeinde aufmerksam geworden. Uns gefiel, dass wir die lebendige Gemeinde zunächst passiv genießen konnten, dass wir nicht gleich vereinnahmt wurden.

Anka: Besonders in der schwie-rigen Zeit nach der Geburt unserer Zwillinge haben wir eine große Anteilnahme durch die Gemeinde, z.B. durch Pfarrer Geßner, erlebt. Gemeindeglieder beteten für uns und wir erfuhren große Bewahrung.

Was motiviert euch, in der Gemeinde mitzuarbeiten?

Wir schätzen es sehr, dass in der Gemeinde nicht nur verwaltet wird, sondern dass Vorhaben unter Beteiligung vieler Gemeindegruppen auch in die Tat umgesetzt werden.

Thomas: Ich hatte im Laufe der Zeit schon bei einigen kleineren Bauprojekten mitgeholfen und langsam reifte der Wille, mich stär-ker zu engagieren, sodass ich mich 2007 zur Wahl in den GKR stellte. Es war für mich einfach an der Zeit, mich einzubringen. Aus Freude und Berufung, und nicht zuletzt aufgrund meiner beruflichen Fähigkeiten, bin ich nun Ansprechpartner für alles, was in der Gemeinde mit Bauen zu tun hat.

Anka: Ich wurde angesprochen, im Kindergottesdienstteam mit zu arbeiten, was ich seit einiger Zeit mit Freude tue. Ich möchte den Kindern gerne etwas von der Kraft und Liebe Gottes mitgeben.

(mehr …)

Die Saale wird schmaler – zwischen Bartholomäus & Petrus

Im Sommer wird es in den Gemeinden ruhiger. Viele sind im Urlaub. Gerade in der Situation der unbesetzten Pfarrstelle in der Bartholomäusgemeinde wird es mit der Urlaubsvertretung eng.

Dennoch haben wir eine Lösung gefunden. Frau Pfarrerin Eichert aus der Laurentiusgemeinde und ich, Pfarrer Becker, werden uns gegenseitig vertreten, wenn einer nicht da ist. Zu den Gottesdiensten wird die Petrusgemeinde vierzehntägig in die Bartholomäusgemeinde zum Gottesdienst um 9.30 Uhr eingeladen. An den Sonntagen dazwischen wird sie um 11 Uhr, also einen Stunde später als gewohnt, in der Petruskirche in Kröllwitz feiern.

Not macht erfinderisch und sie lässt manchmal auch neue Perspektiven zu. Wir lernen es, die Saale zu überschreiten und erkennen die Ökumene vor Ort. Gemeinden haben unterschiedliche Gewohnheiten und unterschiedliche Erfahrungen. Die unbesetzte Stelle in Bartholomäus bringt uns dazu, näher zueinander zu rücken und einander zu besuchen und kennen zu lernen. Wir entdecken wie Christen auf beiden Seiten der Saale in den Gemeinden leben. Wir sind im Glauben verbunden. Wir nehmen Unterscheide wahr und lernen das jeweils eigene zu schätzen. Unser Glauben kann sehr unterschiedlich gedacht, gefühlt und gelebt sein. Das ist manchmal für uns schwer zu ertragen. Der Geist der Einheit und des Vertrauens ist ein Geschenk Gottes. Im Gebet dürfen wir ihn erbitten und unser Leben auf diesen Geist ausrichten.

Die Koordinatoren der Bartholomäusgemeinde und Ehrenamtsvertreter der Petrusgemeinde haben sich am 31. Mai getroffen und angeregt miteinander gesprochen. Diesmal haben die Ehrenamtlichen die räumlichen und strukturellen Bedingungen in der Bartholomäusgemeinde kennen gelernt. Beim nächsten Treffen in der Petrusgemeinde wird diese als Gastgeberin ihre Arbeitsbedingungen vorstellen. So wachsen menschliche Kontakte und Beziehungen.

Auch die Gemeindekirchenräte sind miteinander im Gespräch. Schon drei mal haben wir uns zu gemeinsamen Beratungen getroffen. Wir loten aus, wo wir einander stärken und helfen können. Was so bleiben sollte wie es ist, und wo Veränderung aufeinander zu, eine Bereicherung für die Gemeinden sein können.

Die Planungen des Kirchenkreises und der Kreissynode haben für diesen Prozess den Anstoß gegeben. Doch schon längst haben unsere Gemeinden erkannt, dass es besser ist aktiv zu gestalten, als abzuwarten, was uns von „oben“ verordnet wird. Unser Blick wird nun auch auf die Gemeinden der Laurentius- und der Marktgemeinde gelenkt. Personell sollen wir vier Gemeinden eine Gemeindekooperation bilden. Die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in diesen Gemeinden sind angewiesen in der Bewältigung ihrer Arbeit einander zu unterstützen und zu vertreten. Am Trinitatisfest haben sich Gemeindeglieder aus der Petrusgemeinde, der Bartholomäusgemeinde und der Laurentiusgemeinde auf dem Kellerberg in der Dölauer Heide zu einem Waldgottesdienst getroffen. Auch dies war trotz verregneten Wetters ein hoffungsvoller Beginn.

Christen brauchen die anderen Christen um auf dem Weg des Glaubens zu bleiben. Deshalb ist Gottesdienst und Gemeinschaft in den Gemeinden vor Ort so wichtig. Es ist ermutigend so vielen jungen Menschen und Familien zu begegnen, die sich zur christlichen Gemeinde bekennen. Jesu hat uns in die Gemeinschaft gerufen. Er führt uns durch sein Wort und seine vergebende Liebe. Er heilt und eint was zerbrochen ist.

Die Gemeinschaft der evangelischen Christen in Halle hat sich entschlossen unter schwierigen finanziellen Bedingungen in die Zukunft zu gehen. Dafür wurde ein Stellenplan beschlossen. Die Pfarrstelle der Bartholomäusgemeinde wird zum nächst möglichen Termin mit einer Anstellung von 75 % ausgeschrieben. Im Amtsblatt der EKM wird diese Ausschreibung im Juli erscheinen. Bewerbungen sind sechs Wochen lang möglich. Die Landeskirche wird einen Bewerber der Bartholomäusgemeinde, nach vorheriger Auswahl, präsentieren. Mit einer Besetzung der Stelle ist also frühestens zum Jahreswechsel zu rechnen. Genug Zeit um die Pfarrwohnung in der Bartholomäusgemeinde zu sanieren.

(mehr …)

Aus Hamburg nach Halle

Er ist vor 20 Jahren nach Giebichenstein gekommen und ist geblieben. Inzwischen wohnt er mit seiner Frau und drei Kindern im Gemeindehaus und zählt zu den zweitältesten Bewohnern. Als dienstältestes Gemeindekirchenratsmitglied und immer freundlicher Mensch mit einem offenen Ohr kennt ihn schon mancher aus der Gemeinde. Wir erleben viel Veränderung und in unserer Gemeinde ist viel in Bewegung. Er ist dabei ein Kontinuum. Gottfried Muntschick ist im Gespräch mit Mark Udo Born.

Wie bist du in die Gemeinde gekommen?

1992 hat mein Beruf mich nach Giebichenstein geführt. Hier lernte ich meine Frau kennen. Später erhielt meine Frau eine Einladung zum Bibelkurs, da wollte ich lieber dabei sein. Wir bekamen persönlichen Kontakt mit Martina und Rainer Katzmann und begannen, uns hier heimisch zu fühlen.

Bist du gleich Mitarbeiter geworden?

Aus der Jugendarbeit in Hamburg kenne ich den Sog, den der ständige Bedarf an Mitarbeitern in der Gemeinde bedeuten kann. Das wollte ich hier nicht wieder haben. Als aber der Gemeindekirchenrat durch Wegzug und Rücktritte beschlussunfähig wurde, sagte Frau Katzmann zu mir: „Jetzt kannst Du nicht mehr Nein sagen“ und sie hatte Recht.

Hast du den Schritt bereut?

Natürlich machen nicht alle Aufgaben nur Freude, viele aber doch. Die Gemeinschaft miteinander in der Arbeit ist oft schön. Die Arbeit verbindet mit der Gemeinde, auch weil man sie besser kennen lernt. Ich erinnere noch gut, wie mir der Aufbau des Gottesdienstes viel klarer wurde, als ich beim Kirchendienst (s.S. 2) die Lesungen machen sollte. Sehr dankbar bin ich dafür, dass unsere Kinder hier Kirche und Glauben kennen lernen können. Deshalb keine Spur von Reue!

(mehr …)