Konzert in Petrus am 19.11.

Foto: Iris Hinneburg

Foto: Iris Hinneburg

Am Sonnabend, dem 19. November 2016 ist um 16.00 Uhr in der Petruskirche „Gofenberg & Chor“ zu hören. Hervorgegangen aus einem Musikkurs der Jüdischen Volkshochschule Berlin, singt der Chor seit mehr als zehn Jahren Lieder fast ausschließlich in jiddischer Sprache und einige auch in hebräisch.

Der Chorleiter Jossif Gofenberg – in Czernowitz in der heutigen Ukraine in einer jiddisch-deutschsprachigen Familie aufgewachsen – hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lieder aus dem osteuropäischen „Schtetl“ lebendig zu erhalten. Schon als Kind spielte er Akkordeon und sammelte – angeregt durch seine Mutter – jiddische Lieder aus Osteuropa, die wir heute als kleine kulturelle Botschaften aus einer längst vergangenen Zeit erleben: Lieder voller Melancholie und Lebensfreude, die zumeist Geschichten aus dem menschlichen Alltag erzählen – von Liebe und Leid, Trennung und Sehnsucht, Freude und Schmerz. Lieder, die – egal ob sie traurig oder fröhlich sind – ans Herz gehen. Und die, wie es Jossif Gofenberg ausdrückt, der „Seele eine Stimme geben“.

Mit seinen Konzerten fühlt sich der Chor dem Gedanken von Toleranz und Völkerverständigung verbunden. Deshalb die vielen Auftritte im Rahmen von Gedenktagen wie der Befreiung von Auschwitz oder des KZ Sachsenhausen, in christlichen Kirchen und Synagogen, im Zusammenhang mit Stolperstein-Aktivitäten oder Veranstaltungen zum interreligiösen Dialog. Auch beim Sommerfest des Bundespräsidenten war der Chor zu Gast. Für seine Arbeit mit dem Chor ist Jossif Gofenberg 2013 mit dem Integrationspreis Berlin-Mitte ausgezeichnet worden.

Jetzt sind – nach vielen Konzerten auch außerhalb Berlins und im Ausland – Gofenberg & Chor zum ersten Mal in Halle an der Saale zu Gast. Nach dem Konzert gibt es Gelegenheit zum Kennenlernen und Gesprächen bei einem kleinen Umtrunk.

Vernissage im Lichthaus

3-vernissage-518x291Am Mittwoch, den 09.11. wird um 19 Uhr die Ausstellung „Halle im Blick“ mit einer Vernissage eröffnet. In der Ausstellung sind Aquarelle von Suchra Gummelt sowie Grafiken und Arbeiten in Acryl von Stelian Andronic zu sehen. Dabei sehen beide Künstler Menschen und Motive der Stadt Halle aus ihrer eigenen Perspektive.

Die Ausstellung kann vom 9.11. bis 2.12. im Café und der Galerie im Lichthaus zu den regulären Öffnungszeiten begangen werden.

Lichthaus Halle, Dreyhauptstr. 3, 06108 Halle. Öffnungszeiten: Mi-Sa 14-18 Uhr, Events ab 20 Uhr

Konzert in Petrus

Foto: Iris Hinneburg

Foto: Iris Hinneburg

Am Samstag, den 12.11.2016 findet um 16 Uhr in der Petrus-Kirche ein gemeinsames Konzert des Friedrich-Silcher-Chors Halle (Leitung Frithjof Eydam) und des  Regionalchors Wollin-Wusterwitz, Brandenburg (Leitung Thorsten Fabrizius) statt.

Auf dem Programm stehen die Missa in C-Dur für 4-st. gemischten Chor, Orgel und Kontrabass von Franz Xaver Schnizer (1740-1785) sowie die Komposition „27“ von Frithjof Eydam. Bei der Komposition von Frithjof Eydam handelt es sich um eine Erstaufführung in Halle.  Die Solisten sind Claudia Weinhold, Kontrabass, und  Thorsten Fabrizius, Orgel. Das  gesamte Konzert steht unter Leitung von Frithjof Eydam.

„Elias“ in der Pauluskirche

Plakat: Paulus-Gemeinde

Plakat: Paulus-Gemeinde

Am Samstag, den 29.10. wird in der Pauluskirche um 17 Uhr das Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt.

Der erste Teil des Oratoriums zeigt einen starken, kämpferischen Propheten, der sich auflehnt gegen die Vielgötterei der Königin im Nordreich Israel. Elias suchte diese Entwicklung zu stoppen und alle Juden hinzuwenden zu dem einen Gott: „Jahwe“. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung zwischen Polytheismus und  Monotheismus. Im zweiten Teil wird ein resignierten Elias dargestellt, der erst nach einer Zeit in der Wüste am Tiefpunkt seines Lebens wieder unter das Volk geht. Seine Himmelfahrt sollte das Stück abschließen. Mit der Hinzunahme und Vertonung von prophetischen Hinweisen auf Christus wurde jedoch die Verbindung zum Neuen Testament hergestellt.

Aufgrund seiner packenden szenischen Dramatik erfreut sich das Werk hoher Beliebtheit und gilt manchen gar als Höhepunkt Mendelssohns Schaffens.

Es wirken mit:

Martina Rüping (Sopran 1)
Kathleen Ziegner (Sopran 2)
Lena Carina Traupe (Alt 1)
Albrecht Sack (Tenor 1)
Andreas Scheibner (Bass – Elias)

Staatskapelle Halle • Paulus-Chor
Leitung: KMD Andreas Mücksch

Karten:  20 € / 15 € / 10 €  – Plätze sind nummeriert.

Schwerpunkt Reformation auf Arte

Am übernächsten Wochenende gibt es im Fernsehsender ARTE einen Themenschwerpunkt zur Reformation. Am 29. und 30. Oktober gibt es Beiträge rund um die Protagonisten der Reformation und den Auswirkungen.  Angekündigt sind:

  • Der Luther-Code: Eine 6-teilige Dokumentation zu den Themen, die Luther und die Reformation angestoßen haben und uns bis heute beschäftigen
  • Luther gegen den Papst – eine Dokumentation mit historischer Fiktion
  • Spielfilm „Luther“ (2011, Regie: Eric Till, Ralph Fiennes als Luther)

Mehr Informationen zu den Beiträgen und den Sendezeiten finden sich in der Ankündigung auf der ARTE-Webseite.

Literaturgottesdienst in Paulus

Am Sonntag, den 23.10. findet in der Paulus-Gemeinde um 10 Uhr ein Literaturgottesdienst statt.

„So schön wie hier kann`s im Himmel gar nicht sein“ mit Uraufführung der „Kammersinfonie“ von Raphael Brandstäter (Orchester der Paulusgemeinde Ltg. KMD Andreas Mücksch
Predigt: Pfr. Kasparick

Mit seinem bewegenden Tagebuch einer Lungenkrebserkrankung lässt der bekannte Regisseur und Installationskünstler Christoph Schlingensief teilhaben an seiner eindringlichen Suche nach sich selbst, nach Gott, nach der Liebe zum Leben. Umrahmt wird die Lesung von Musik des jungen Komponisten Raphael Brandstäter. Der 17- jährige ließ sich von Schlingensiefs Buch zu einer Kammersinfonie inspirieren.