4. Orgel-Wandel-Wander-Tour

Bereits zum 4. Mal findet am Reformationstag (31.10.) in Halle eine Orgel-Wandel-Wander-Tour statt. Um die Gruppen klein zu halten, finden zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr in verschiedenen Kirchen der Stadt Orgelkonzerte statt. Es ist möglich und erwünscht, zwischen den Kirchen zu wechseln. Die Tour endet um 18 Uhr mit einem Konzert vom Roten Turm auf dem Marktplatz.

Wichtig: Zur Einhaltung des Hygienekonzepts brauchen die Besucher:innen für jede Station ein kostenfreies Ticket. Die Tickets sind bis zum 28.10. bei der Tourist-Information zu bekommen, verbleibende Restkarten sind am Ver-anstaltungstag bis zum Konzertbeginn am jeweiligen Veranstaltungsort erhältlich.

Das gesamte Programm findet sich auf der Website des Kirchenkreises.

Orgelwanderung-Wochenende

Mit einem farbigen und abwechslungsreichen Orgelspaziergang über drei Tage gastiert der gebürtige Hallenser Wieland Meinhold aus Weimar in verschiedenen Kirchen:

So beginnt er am Freitag, dem 15. Oktober um 19 Uhr in der Kath. Kirche St. Norbert Halle-Giebichenstein (Körnerstraße 19) mit „G. Ph. TELEMANN + charmantes Frankreich“
Der erfolgreiche Georg Philipp Telemann gepaart mit Pracht, Eleganz und Klangsinn der Pariser Orgelkunst von Dandrieu, Nivers, Rameau, Clérambault. Aber die Orgel verlangt mehr: Einen Ausflug in die Klangpracht französischer Orgelmusik mit Dupont, Benoit und dem weltberühmten Sortie von Léfebure-Wély!

Gleich drei aufeinanderfolgende Orgelstationen gibt es am Samstag, dem 16. 10.:

  • Part I um 16 Uhr in der evang. Laurentiuskirche mit „Bach + Italienischer Barock“. Der Anfang verspricht eine lebendige virtuose Hörreise nach Italien mit Temperament. In Weimar 1710 bzw. 1714 geboren, wartete auf die späterhin berühmten Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Ph. Emanuel eine berufliche Laufbahn mit spannenden Stationen in Halle, Berlin, Dresden und Hamburg. Die kompositorische Raffinesse und mathematische Gediegenheit, die den stilleren Sohn W. Friedemann (den „Hallenser“ Bach) auszeichnete, wirkt erst heute bewundernd nach, während der Zweitgeborene am preußischen Hof und in der großen Hansestadt bereits zu Lebzeiten Triumphe feierte. Seine feine Eleganz sowie innewohnende lebendige Muszierlust hinterließ den Tasteninstrumenten Cembalo und Orgel einen unermeßlichen Schatz.
  • Part II um 17 Uhr in der ev. Bartholomäuskirche mit „Musica Scandinavia – Orgelromantik aus dem Norden“. Der nördliche Teil Europas, der sich für viele Menschen hierzulande mit großer Sehnsucht nach unberührter Natur, intakter Gesellschaft und atemberaubender Landschaft verbindet, hat auch eine stille, aber intensive Musikkultur. Gade, Langaard, Matthison-Hansen in Dänemark, Lindberg, Hägg in Schweden, Grieg und Sibelius in Norwegen und Finnland sowie Leifs in Island, das sind nur einige der klangvollen Namen. Nicht immer ist ist die Musik Skandinaviens elegisch, die Festlichkeit kommt vielleicht der britischen Seele nahe. So sind die Choralbearbeitungen, Fantasien, Präludien und Tonsätze kostbare Stimmungsbilder aus einer Kultur, die sich nie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit befand. Das macht ihre unglaubliche Beliebtheit aus. Geheimnisvolle Werke aus allen fünf skandinavischen Ländern erklingen auf der historischen Rühlmann-Orgel.
  • Part III abschließend an jenem Tag um 18 Uhr in der ev. Petruskirche (Kröllwitz) mit „Händel & festliches England“ – Was haben die alten Briten und Händel miteinander zu tun? Zugespitzt: Der Deutsche aus Halle an der Saale ist ihr größter Komponist! Den Drang Englands nach festlicher Musik erfüllte der schwergewichtige Barockkomponist nicht nur mit der Feuerwerks- und Wassermusik, seine oppulenten Oratorien in St. Pauls Cathedral waren für die Londoner Anlaß genug, ihn auf dem „silbernen Tablett“ zu tragen. So werden Orgelbearbeitungen von Händel mit Originalwerken alter Meister wie Tallis, Philips, Morley, Greene, Stanley, Bull, Boyce und Purcell gepaart vorgetragen. Immer steht bei den Fantasien, Preludes, Airs, Trumpet tunes und Voluntarys eine gemessene Würde im Vordergrund. Händels Largo, seine Ouvertüre und Doppelfuge g-Moll aber auch die berühmte Pifa und Sarabande und Sätze aus der „Wassermusik“ dürften ihre Wirkung auf der Orgel ebenso wenig verfehlen.

Abschluß wird am Sonntag (17. 10.) um 17 Uhr in der Kath. Dreieinigkeitskirche (Lauchstädter Straße 14b, Nähe Südfriedhof) sein: Dort verbindet Wieland Meinhold an der großen Orgel  das „Wunder Wolfgang Amadeus Mozart“ mit grandioser Romantik von Franz Liszt.

Am Ausgang wird jeweils um eine großzügige Spende gebeten.

Neues vom Kirchhof

Foto: Iris Hinneburg

Wie bereits berichtet, hat die Stadt Halle beschlossen, das Grab des Komponisten Reichardt auf dem Hof der Bartholomäuskirche zu ihrem ersten Ehrengrab zu machen. Weitere Ehrengräber (z.B. von Cantor) sollen folgen. Aus diesem Grund wird derzeit das Grab nach Maßgaben des Denkmalschutzes saniert. Noch nicht abschließend geregelt ist die Verpflichtung der Stadt Halle, ihr Ehrengrab künftig auch zu pflegen.

Hinweise auf das Ehrengrab von Reichardt gibt es zukünftig in den touristischen Publikationen der Stadt. Auf einem Stein neben dem Grab soll ein QR-Code zu weiteren Informationen zum Wirken von Reichardt führen. Demnächst wird es auch eine neuen Tafel am Ausgang des Kirchhofs zur Lutherlinde geben, auf der die Gemeinde über das Ehrengrab, aber auch über das Kirchengebäude und das Gemeindeleben informiert.

Durch das Ehrengrab und die Hinweise darauf rückt unser Kirchhof stärker in den Blick. So erwächst daraus auch die Anforderung, die Umgebung von Reichardts Grab dem neuen Status angemessen zu gestalten. Allerdings ist das nicht einfach: Die Trockenheit und Hitze dieses Jahres hat weitere Bäume geschädigt. Neupflanzungen sind unter diesen Bedingungen schwierig und verlangen viel Aufwand für das Wässern. Wo die Hortkinder spielen, entstehen neuerdings staubige Flächen ohne Bewuchs. Konnten früher die Funktionen als Spielfläche und naturnaher alter Kirchhof („romantischer Ort“) zugleich erfüllt werden, wird dies nun schwierig,

Einen Schritt wollen wir trotz aller Schwierigkeiten gehen: Am Sonnabend, den 28.11.2020, wird ab 9.00 Uhr wieder Laub eingesammelt, ausgeschnitten und aufgeräumt, mit gemeinsamem Mittagessen und netten Gesprächen. Jeder ist herzlich eingeladen, am besten mit eigenen passenden Gartenhandschuhen! Und sollte diese Zeilen jemand lesen, der Freude an der Pflege von Reichardts Grab hat: schnell melden!

Mark Udo Born

 

Salz im Luchs am 15.09.

Am Dienstag, den 15.09. gibt es um 18:30h Uhr im Luchs-Kino den Film „Corpus Christi“ zu sehen: Ein junger Kleinkrimineller kurbelt als falscher Pfarrer eine kleine Gemeinde wieder an. Der polnische Film basiert auf einer wahren Geschichte. Nach der Vorführung bietet Ralf Döbbeling im FOYER des Kinos ein Gespräch zum Film an.

Mehr Informationen zum Film, ein Trailer und weitere Spieltermine finden sich auf der Seite des Kinos.