Advent in Petrus

Die Petrusgemeinde lädt herzlich zu zahlreichen Adventsaktivitäten ein.

Samstag 29. November
18 Uhr Andacht zum Einläuten des Advents „Lacht hoch die Tür“,
anschließend Gemütlichkeit drinnen und draußen

Sonntag 30. November
Petrus und Bartholomäus feiern gemeinsam Familiengottesdienst (Bartholomäuskirche), anschließend Adventsnachmittag

Freitag 5. Dezember
16 Uhr Literaturcafé

Freitag 12. Dezember
16 Uhr Basteln und Vorlesen

Freitag 19. Dezember
16 Uhr Krippenspiel der Eltern

Angedacht: Ein zeitloses Thema

Foto: Jörg Lipskoch

Ich möchte über die Ewigkeit schreiben und mir stehen dafür unendliche 2700 Zeichen zur Verfügung. Sie werden sagen: Willkommen im Club. Denn uns allen stehen für die Beantwortung der großen Fragen nur eine begrenzte Anzahl von Jahren zur Verfügung.

Uns sei die Ewigkeit ins Herz gelegt, behauptet der Prediger im hebräischen Teil unserer Bibel. Doch was nützt uns das, um von der Ahnung zur Gewissheit zu kommen? Angesichts der ganzen Eitelkeit, Ungerechtigkeit und Vergänglichkeit, die die jetzige Zeit begrenzen und bestimmen, ist das ein relativ winziger Trost für ein Leben. Die Ewigkeit scheint uns nicht nur die große Verheißung auf einen Ausgleich oder gar eine Erfüllung für das kurze irdische Dasein zu sein, sondern sie ist zugleich in fragende Skepsis gehüllt.

Wie stellen wir uns die Ewigkeit vor? Sie könnte die Fortsetzung des jetzt Begrenzten in der Unendlichkeit sein. Das wünschen wir uns nicht, oder?! Da wird es dieselben Phasen der Langeweile und des Überdrusses geben wie schon jetzt. Wir genießen das Jetzt nicht nur, sondern leiden auch oft daran. Es müsste sich in Ewigkeit auch einiges ändern.

Es könnte, zweiter Versuch, ein Ruhen sein, ein Eingefroren sein, bis ein besseres Morgen durch die Entwicklung der Menschheitsgeschichte entstünde. Da habe ich ehrlich gesagt, wenig Hoffnung, dass mich die Forschung jemals wieder auftaute.

Dann könnte es sein, dass es vielleicht gar kein zukünftiges Leben wäre, sondern ein momentanes. Ein ewiges Leben vor dem Tod. Ewigkeit in der Zeit. Das wäre dann Definitionssache: Wie Hölderlin bescheiden und glücklich sagt, dass er mehr nicht erwartet, als dass er einmal den richtigen Ton getroffen und das heilige Lied gesungen habe. Die Ewigkeit ist somit im Nu wieder vorbei. Genügsam bliebe Zeit für vieles andere. Wir müssen zufrieden sein, solche Momente genossen zu haben, stimmen viele dem Dichter zu.

Ich glaube, dass die Ewigkeit als Ahnung nicht nur im November, wenn so viel über Dunkel und Tod getrauert wird, ein starkes Gegengewicht darstellt. Sie ist mir nicht nur in zeitlicher Hinsicht Trost und Verheißung, sondern sie stellt in Aussicht, dass die vergänglichen und unvollkommenen Dinge des Lebens noch fertig werden. Während ich mich jetzt wie in einem blinden Spiegel sehe, werde ich in Ewigkeit in ein klares Bild meiner selbst verwandelt werden. Die roten Fäden werden letztlich doch verknüpft.

Und so wird auch die erschreckend unvollkommene Welt in Ewigkeit noch einmal neu. Die Ewigkeit hat auch in meinem Herzen diese Dynamik zu einem schöneren Bild des jetzigen Zustands. Und von dem wird die große Qualitätskontrolle wieder sagen: Was ich sehe, ist sehr gut! Bis dahin ist es noch weit, aber ich habe schon 33 Zeichen zu viel!

Ralf Döbbeling

8. Orgel-Wandel-Wander-Tour

Am Reformationstag (Freitag 31. Oktober) findet zum 8. Mal die Orgel-Wandel-Wander-Tour statt. Das kostenfreie Programm startet um 15 Uhr auf dem Marktplatz mit einem Carillon-Konzert. Danach haben Interessierende die Möglichkeit, auf zwei Touren verschiedene Orgeln in kurzen Konzerten kennenzulernen. Das genaue Programm findet sich auf der Website des Kirchenkreises.

Neuer GKR: Neues ermöglichen, Bewährtes behalten

Was bleibt und was wird neu mit dem neuen GKR? „Prüfet alles und behaltet das Gute“: Das gilt auch für den neu gebildeten GKR.

Mit welchem Fokus jeder und jede an die Arbeit geht, kann man in den Sommerinterviews erfahren. Welche Schwerpunkte für die Arbeit des GKRs für die Zukunft daraus abgeleitet werden, werden wir im Gespräch und im Tun erkunden.

Über einige Aspekte haben wir uns schon ausgetauscht: Unsere Kommunikationsstrukturen haben weiterhin große Bedeutung. Der Steile Berg soll weiterhin unterstützt werden. Und selbst die Sitzung wird wieder monatlich am Dienstagabend stattfinden.

Ich habe trotzdem keine Sorge, dass alles nur beim Alten bleiben wird. So haben wir bereits über die Menschen nachgedacht, die nicht oder noch nicht zu unseren Gottesdiensten kommen. Braucht es da neue Formen des Gottesdienstes oder gänzlich andere Formate, die Kontaktflächen bieten?

Ich freue mich über die Wertschätzung der Arbeit in den vergangenen Jahren und bin zuversichtlich, dass auf dieser Grundlage und mit Gottes Hilfe viel Gutes und auch Neues werden kann.
Wir sind uns einig: Der GKR wird ein Ermöglichungsgremium bleiben. Neu wird auf alle Fälle, was die Gemeinde Neues tun wird. Wir sind gespannt auf die Menschen und ihre Ideen, die uns im Laufe der nächsten sechs Jahre begegnen werden, auf das, was möglich werden wird. Wir als GKR werden für den äußeren Rahmen sorgen, damit Gemeinschaft und Mitarbeit von vielen möglich bleibt und wird.

Gewählte GKR-Mitglieder sind Cornelia Büdel, Tobias Brandt, Tabea Fischer, Paul Renner, Daniel Lommatzsch-Heinze und Willi Müller.
Als Stellvertreter wurden gewählt: Ronald Schettler, Matthias Wendland und Michel Kleinhans.

Wir danken Henriette Meyer und Till Hanke, die nicht wieder kandidiert haben, für ihre großartige Arbeit in der letzten Legislatur!

Cornelia Büdel

Bei seiner konstituierenden Sitzung am 21. Oktober hat der neue GKR die Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder festgelegt.

Gemeindebeitrag 2025

Auch in diesem Jahr bitten wir Sie um Ihren Gemeindebeitrag (Richtwerte siehe unten). Bereits jetzt ein großes Dankeschön an alle, die ihn schon überwiesen haben!

Im Jahr 2024 durften wir uns über 15.148,78 € an Gemeindebeiträgen und 22.606,27 € an Spenden freuen. Im Namen des Gemeindekirchenrates sagen wir ein herzliches Dankeschön für diese großartige Unterstützung und Ihre Freigiebigkeit.

Dank Ihrer Hilfe konnten wir im vergangenen Jahr vieles bewegen:

  • Freizeiten der Jugendarbeit fördern
  • Neue Stühle für den Kirchhof anschaffen
  • Notwendige Reparaturen und Instandhaltungen an Kirche, Hort und Gemeindehaus umsetzen
  • Das sonntägliche Kirchencafé als Ort der Begegnung aufrechterhalten
  • Den Steilen Berg mit Stellenanteilen unterstützen
  • Internationale Projekte wie Navacopah sowie der Einsatz von FSJlern in weltweiten Projekten fördern
  • Durch einen speziellen Graffiti-Service Verschmutzungen am Gemeindehaus schnell und zuverlässig beseitigen

Auch 2025 haben wir viel vor: Ein besonderes Herzensanliegen ist die Restaurierung unserer Orgel. Wie unsere Gebäude braucht auch dieses wertvolle Instrument Fürsorge, damit es noch lange das musikalische Herz unserer Gottesdienste bilden kann. Hinweis: Den Gemeindebeitrag sowie weitere Spenden können Sie steuerlich geltend machen.

Nochmals vielen Dank für Ihre Treue und Ihre Unterstützung. Sie tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde lebendig bleibt und wir gemeinsam Kirche vor Ort gestalten können. Vielen Dank!

Henriette Meyer

Gemeindebeitrag pro Jahr

  • 15 Euro für volljährige Schüler, Auszubildende und Studenten bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder ähnlichen Leistungen, Gemeindeglieder ohne eigenes Einkommen
  • 42 Euro für alle, die Kirchensteuer zahlen
  • Ansonsten gestaffelt: bis zu einem monatlichen Einkommen von 600 € 36 €, je 100 € Einkommen darüber hinaus jeweils zusätzliche 6 € Gemeindebeitrag

Bankverbindung

Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis
IBAN: DE33 3506 0190 1553 8640 42
BIC GENODED1DKD

Verwendungszweck: RT 3606 Gemeindebeitrag [Name]

Mittenmang: Verabschiedung von Folker Hofmann

Folker Hofmann begann seinen Dienst am 1. April 2021 und es war wahrlich kein Scherz, dass er unter den Jugendlichen auffällig unauffällig war und mit ganzem Einsatz Leben und Glauben mit ihnen teilte. Insbesondere die Freizeiten waren ihm sehr wichtig, z.B. die Pfingstwanderung oder die JaRü.

Die viereinhalb Jahre in den Gemeinden an der Saale entwickelten das Profil von Katechese hin zu Gemeindepädagogik. Dabei ist Folker Hofmann von seinem Verständnis nie den Kinder- oder Jugendgruppen enteilt oder hat sie von hinten zusammen gehütet, sondern er war stets ein authentisches Teil und hat dadurch erlebbar viel für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bewirkt.

So wünschen wir ihm jetzt im Vikariat auf dem Weg zum ordinierten Gemeindepädagogen alles Gute und Gottes Segen in Schule, Gemeinde und Predigerseminar. Die persönliche Verabschiedung im Gottesdienst am 17. August unter viel Applaus zeigt, dass viele gehofft haben, dass er länger bleibt.

Ralf Döbbeling