13. Nov. 2019 | Allgemein
Eigentlich war die Veranstaltung für den 9. Oktober geplant, musste aber aufgrund der Ereignisse und der Sicherheitslage abgesagt werden. Aber nun wird sie nachgeholt! Am Dienstag, den 19. November kommen hoffentlich viele Menschen 17 Uhr auf dem Marktplatz vor den Ratshofstufen mit Kerzen zusammen. Gerne zwei Kerzen mitbringen – eine für sich selbst und eine zum Weitergeben. Anschließend sind alle eingeladen, in der Marktkirche am Friedensgebet 17.30 teilzunehmen und 19.00 den Dokumentarfilm „Bürger räumen Sie den Platz“ anzuschauen.
06. Nov. 2019 | Allgemein
Im Alter von vier Jahren zog ich mit meiner Familie nach Halle. Als Kind des Muntschick-Clans, der fast zwei Jahrzehnte die Bartholomäusgemeinde aufmischte (und es teilweise immer noch tut), war es eine Selbstverständlichkeit, dass am Sonntag in den Gottesdienst gegangen wird. Zugegeben, da wir im Gemeindehaus und somit direkt neben der Kirche wohnten, blieb nicht viel Spielraum für Ausreden, aber selbst, wenn sich eine solche fand, blieben die Eltern standhaft gegen jede Woge wütender Kinder, die ihren Sonntagvormittag anders verbringen hätten wollen.
Da der Gottesdienst für mich schrecklich langweilig war, wurde ich ohne Zögern in den Kindergottesdienst gesteckt. Meine Kindheit war geprägt vom Bartholomäuskindergarten, Kindergottesdienst und Christenlehre, sodass ich schnell zum „Klassenprimus“ wurde – jede biblische Geschichte kannte ich auswendig und kaum einer mochte mir etwas Neues erzählen. Diese Rolle genoss ich – ein wenig zum Leidwesen von Frau Rehahn und den anderen Mitarbeitern.
Irgendwann wurde Stolz zu Übermut und mein Wissen zu Besserwisserei, ich langweilte mich und fühlte mich unterfordert. Die Geschichte hätte eine böse Wendung nehmen können, doch zum Glück kam ein frischer Wind in Form von neuen KiGo-Mitarbeitern herauf, zusammen mit neuem Material und Ideen. Man erkannte meine Unterforderung als Chance und rekrutierte mich mit 9 oder 10 Jahren in das Team. Ich übernahm zusammen mit diversen Schwestern und Grohmann-Töchtern das Anspiel für den Kindergottesdienst. Das waren herrliche Zeiten! Als wir irgendwann älter wurden, setzten wir uns nur noch für das Anspiel von Gottesdienst ab und kehrten nach getaner Arbeit wieder zurück in die Kirche. Es muss sich rumgesprochen haben, dass Thekla ein biblisch-versiertes Kind mit zu viel Freizeit war, denn auch bei den Kinderbibeltagen wurde ich bald als Mitarbeiter rekrutiert, später auch in allen möglichen Kinderrollen im Anspiel des 2. Weihnachtsgottesdienstes.
Durch die Mitarbeit im KiGo lernte ich viele andere Gemeindemitglieder kennen, Erwachsene wie Kinder. Besonders jetzt, sieben Jahre, nachdem ich aus Halle weggezogen bin, vermisse ich die Zeit, in der ich mindestens 85% der Gemeindemitglieder beim Namen rufen konnte.
In meiner Familie war es klar, dass wir uns in unserer Freizeit in der Gemeinde engagieren. Sowohl als Teilnehmer als auch als Leiter. Bei uns Kindern war das vor allem der Kindergottesdienst und die Jugendarbeit. Aber wir mussten erst etwas erhalten, bevor wir zurückgeben konnten. In meinem Fall hat es mir gutgetan, nach einigen Jahren „passiven“ Teilnehmens im KiGo aktiv mitzugestalten. Die Erfahrung zu machen, dass ich mit dem, was ich kann und weiß, nicht nur prahlen muss, sondern sie einsetzen und weitergeben kann, war für mich mehr als wertvoll. Als nach meiner Konfirmation mit 3 Konfirmanden (ich und zwei Grohmanntöchter) die Jugendarbeit aus Mangel an Leitern auszusterben drohte, nahmen wir sie ganz einfach selbst in die Hand und bauten uns die Jugendarbeit so, wie es unsere kühnen Ideen (und der Gemeindekirchenrat) erlaubten. Das Resultat war die Konfirmation unserer eigenen Kreisis, die mit 30 Teens fast die Kirche sprengten.
In meinem Fall half also der Kindergottesdienst, mich von klein auf in der Gemeinde wohlzufühlen, mich weiterzuentwickeln und letztendlich bis in mein Erwachsenwerden hinein einzubringen. Die wöchentliche Investition von Zeit und Engagement der KiGo-Mitarbeiter resultierten also, sicher auch für die Gemeinde, aber vor allem für mich, in einem großartigen und positiv prägenden Gemeindeleben.
Thekla Muntschick
30. Okt. 2019 | Allgemein
In diesem Jahr wird Weihnachten im Schuhkarton in Halle erwachsen, denn die weltgrößte Geschenkeaktion für Kinder in Not findet 2019 zum 18. Mal statt!
Machen Sie wieder mit?
Bis zum 15. November können Sie gefüllte Schuhkartons für bedürftige Kinder in Osteuropa abgeben. Was sollte drin sein? Eine gute Mischung aus: was zum Spielen, was zum Naschen, was zum Anziehn, was zum Waschen! Entweder für ein Mädchen oder für einen Jungen.
Altersgruppen: 2-4, 5-9, 10-14 Jahre
Alle Infos finden Sie auf der Webseite der Aktion. Dort können Sie auch Flyer herunterladen und nach der nächstgelegenen Annahmestelle suchen. Dazu gehören zum Beispiel unsere Gemeinde, alle Filialen der Saalesparkasse, viele Apotheken, die Seebener Straße 192 sowie die „Weihnachtswerkstatt“ in der Pfälzer Straße 16 (Neuapostolische Gemeinde).
Kontrolliert wird ab diesem Jahr nur noch in der „Weihnachtswerkstatt“ in der Pfälzer Straße 16, in der Neuapostolischen Gemeinde.
Schenken auch Sie einem Kind mit einem liebevoll gefüllten Schuhkarton ungeahnte Freude zu Weihnachten!
Cornelia Muntschick, Sammelstelle Seebener Straße 192, 01577 0512127
30. Okt. 2019 | Allgemein
Welche Gottesdienste gibt es im November in unserer Gemeinde und welche anderen Termine stehen an? Diese Fragen beantwortet zuverlässig unser Terminblatt, das in der Kirche und im Gemeindehaus ausliegt. Die neueste Ausgabe können Sie auch hier als PDF herunterladen.
23. Okt. 2019 | Allgemein

Foto: Jakob Haferland
Vor einigen Wochen ließ mich eine Hallesche Schaufensterwerbung innehalten und sogar vom Fahrrad absteigen: „Sie können alles schaffen, mit dem Glauben an sich selbst“ erklärte dort ein international agierender Versicherungskonzern. Darunter ein Bild von Serena Williams, der erfolgreichsten Profi-Tennisspielerin aller Zeiten. „Na klar!“, könnte man denken. Weltklasse wird man nicht von alleine. Dazu braucht es in der Regel außergewöhnliches Talent und jahrelange, harte Arbeit. Es verlangt eine unheimlich große Motivation, durch Formtiefs und Verletzungen hindurch immer weiter zu machen, den Glauben an den Erfolg nicht zu verlieren. Profisportler reden davon, dass es der Glaube an sich selbst und ihren Körper ist, den es in diesen Momenten besonders braucht und der sie zum Erfolg trägt. Und wenn die Sport-Stars und Idole dieser Welt das können, dann können Sie das doch auch! Wenn Serena Williams 23 Grand-Slam-Titel gewinnen kann, dann schaffen Sie das auch – ganz einfach – mit dem Glauben an sich selbst.
Wirklich? Soll das die Botschaft sein? Entspricht das etwa Ihrer Lebenserfahrung, Ihrer Realität? Meiner gleicht es jedenfalls nicht. Und wahrscheinlich auch nicht der meisten von Ihnen. Im Sport ist es nur ein kleiner Bruchteil, der es ganz an die Spitze schafft. Im Alltag bin ich es, der seinen Schweinehund nicht überwindet, der Fehler macht. Gleichzeitig habe ich nicht alles in der Hand. Da werden einem Steine in den Weg gelegt oder äußere Negativfaktoren schränken mich ein. Natürlich gelingen andererseits auch viele Dinge. Doch auch dann hat das nicht immer mit mir allein und meiner Leistung zu tun. Ich erfahre Hilfe oder habe einfach Glück, baue auf Voraussetzungen auf die ich keinen Einfluss hatte.
Der Glaube an sich selbst ist beim Erreichen körperlicher Höchstleistungen sicher von Vorteil, aber er trägt wohl kaum durchs ganze Leben. Hätte ich nur den Glauben an mich selbst, dann würde ich wohl deprimiert auf Gegenwart und Zukunft schauen. Stattdessen hilft mir gerade in solchen Grenz-Situationen der Glaube an den Einen, der über mir und meinen Alltagsdingen steht. Oft dann, wenn ich mit meinem eigenen Latein am Ende bin, wenn ich scheitere und an mir selbst verzweifle, dann wächst die Sehnsucht nach der helfenden Hand Gottes umso mehr, dann spüre ich wie sehr mein Leben von anderen Dingen abhängt als meinem eigenen Geschick. Und dann beginne ich mich an all den Verheißungen aufzurichten: „Wessen Glaube an Gott allein klein ist wie ein Senfkorn, der vermag Berge zu versetzen“ und „Wer an Ihn glaubt, wird nicht verloren gehen.“
Ich wünsche Ihnen solche intensiven Glaubenserfahrungen, ob beim Sport oder im Alltag, ob in Niederlage oder Erfolg.
Ihr
Jakob Haferland
23. Okt. 2019 | Allgemein, GKR
Am vergangenen Sonntag hat Bartholomäus gewählt – und das sind die Ergebnisse:
Wahlberechtigte: 1336
abgegebene Stimmen: 246
davon gültig: 241 (davon per Briefwahl 201)
Gewählt wurden:
Dr. Tobias Brandt 201 Stimmen
Cornelia Büdel 201 Stimmen
Steffi Seiferlin 197 Stimmen
Henriette Meyer 196 Stimmen
Till Hanke 167 Stimmen
Dr. Jürgen Biewald 167 Stimmen
Manuel Lachmann 106 Stimmen
Bei gleicher Stimmenzahl hat das Los die Reihenfolge bestimmt. Es waren 6 ständige Plätze im GKR zu besetzen. Der Kandidat auf Platz 7 nimmt als Stellvertreter an den GKR-Sitzungen teil und kann mit abstimmen, wenn eines der anderen Mitglieder fehlt.
Offizielle wird das Ergebnis im Gottesdienst am 27.10. bekannt gegeben. Danach ist Einspruch gegen die Wahl bis zum Sonntag, den 03.11. beim bisherigen GKR möglich.
Wir laden herzlich ein zum Gottesdienst zur Einführung des neuen Gemeindekirchenrats am Sonntag, den 10.11. um 10 Uhr. Die erste konstituierende Sitzung findet am Dienstag, den 19.11. statt.
Herzliche Gratulation allen Gewählten und Gottes Segen für ihren Dienst!