3 Fragen … zum Kindergottesdienst-Team

Was machen die Kindergottesdienst-Teams genau?

Die Mitarbeitenden bereiten die drei Kindergottesdienste für jeden Sonntag vor, d.h. konkret: Welche Geschichten oder Themen aus der Bibel, welche Lieder, vertiefenden Kreativangebote oder Spiele etc. werden angeboten? Sie bereiten den Raum vor, leiten durch den Kindergottesdienst und sind für die Kinder da. In den drei Kindergottesdiensten Bartholomäuse, Maximäuse und Bartholobande werden so individuell auf die Altersstufe zugeschnittene Gottesdienst gefeiert.

Was macht euch an eurem Dienst am meisten Freude?

Die Kinder zu erleben und auf ihre Einzigartigkeit einzugehen. Mit ihnen gemeinsam Jesus zu erleben und in die Geschichten der Bibel einzutauchen. Gerade mit den älteren Kindern ist es immer spannend über das Thema der Geschichten ins Gespräch zu kommen, ihre eigenen Gedanken dazu, ihre Ängste und Wünsche zu hören. Ihnen von Gottes Güte, Macht und Gegenwärtigkeit zu erzählen, immer mit der Einladung, eigene Erfahrungen im Gebet zu machen. Das sind dann besonders berührende Momente für uns.

Mit welchen Gaben ist man im Kindergottesdienst-Team genau richtig?

Grundvoraussetzungen wären: Kinder gerne haben und nach Jesus Worten „Lasst die Kinder zu mir kommen!“ mit ihnen gemeinsam Gott begegnen zu wollen. Dann kann man sich mit sehr unterschiedlichen Gaben in die unterschiedlichen Kindergottesdienste einbringen: ein Kreativangebot anbieten, Gitarre spielen und Kinderlobpreis anleiten, Bibelgeschichten spannend und erlebbar erzählen, ein Predigtgespräch für die Eltern der Kleinsten anbieten oder voll als Mitarbeiter in die Teams einsteigen. Ganz aktuell haben wir (als Alternative zum Kreativangebot) ein Bewegungsangebot gestartet, das dem Bedürfnis der Kinder nach raus Gehen und sich Bewegen entsprechen soll. Hier suchen wir gern noch Mitarbeiter!

Die Fragen beantworteten Ina Eiffler, Anka Rappsilber und Johanna Zeidler.

Interesse, beim Kindergottesdienst-Team mitzumachen? Dann sprecht einfach die Mitarbeitenden sonntags an.

St. Martin: Laternenumzug am 11. November

Herzliche Einladung zum diesjährigen St.-Martins-Fest!

Wir starten am Dienstag 11. November um 16.30 Uhr in der Bartholomäuskirche mit einem St.-Martins-Stück und ziehen dann mit unseren Laternen durch Reichardts Garten. Der Umzug endet auf dem Gemeindehof mit Martinshörnchen und einem warmen Getränk. Bitte bringt dafür eigene Becher mit und zieht euch warm an.

Kinder-Bibel-Tage 2025

Unter dem Motto „Erde – Wasser – Feuer – Luft“ sind Kinder vom Vorschulalter bis zur 4. Klasse herzlich zu den Kinder-Bibel-Tagen eingeladen.

In den Herbstferien vom 14. bis 16. Oktober erwarten dich Stationen, Gemeinschaft, Kreatives, Spiel & Spaß, Ausflug, Essen, Theater, Singen und neue Freundschaften.

Alle Einzelheiten und das Anmeldeformular gibt es im Infoflyer.

Hort 2.0

In diesem Jahr feiert der Hort seinen 80. Geburtstag. Wie es früher im Hort zuging, haben wir bereits berichtet. Aber wie ist das Hort-Leben heute? Darüber spreche ich mit Anja Klarenbach im Hort der Bartholomäusgemeinde, während sie mit einem Kind Waffelteig zubereitet und das Kind erzählt, wie zuhause gebacken wird.

Liebe Anja, Du bist jetzt seit drei Jahren hier im Hort als Leiterin tätig. Welche Veränderungen hast Du seitdem wahrgenommen?

Die Kinder haben mehr Spielraum. Zum Beispiel entscheiden sie selbst, wann und wo sie ihre Hausaufgaben machen. Auch im Alltag werden sie mehr beteiligt, wenn wir z.B. das Hortjubiläum am 24. August vorbereiten. Sie organisieren mehr selbst. Achten auch auf die Uhrzeiten. Auch wenn sie z.B. freitags gerne den Abschied hinauszögern, um länger beieinander zu bleiben. Wir nennen das Partizipation, was im Leitbild der Villa Juehling so ausgedrückt ist: Jedes Kind in seiner Einzigartigkeit anzunehmen und in der Gemeinschaft zu fördern. Das ist Umsetzung des christlichen Menschenbildes und Ziel der Pädagogik im Hort. Daher ist das Essen nicht für alle nach einem festen Plan aller zusammen, aber auch nie ganz allein. Es gibt Nischen zum Lesen und Platz für Rollenspiele und Sport. Wir trauen auch jüngeren Schülerinnen und Schülern zu, sich auf dem Gelände zu bewegen, wenn sie selber es sich trauen. Dieses soziale Lernen ergänzt bewusst den Schulunterricht. Vielfach setzt sich das im Hort fort, was schon in der KiTa der Bartholomäusgemeinde begonnen wurde, weil die Kinder die Pädagoginnen und Pädagogen schon von dort kennen.

Danke für die ausführliche Antwort. Wie vielen Kindern gilt denn gerade Eure Aufmerksamkeit im Hort?

Zur Zeit sind 43 Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse hier. Ab dem nächsten Schuljahr werden es mehr sein, auch Fünftklässler, aber wir haben noch Platz. Man kann jeder Zeit während des Schuljahres dazukommen, nicht nur nach den großen Ferien. Dazu laden wir auch bei den Elternabenden der Wittekindgrundschule ein und halten Kontakt zu den Lehrerinnen.

Letzte Frage: Was sind die Höhepunkte für Euch und die Hortkinder?

Oh, da gibt es im Jahr sehr viele. Der nächste Höhepunkt wird in den Ferien die einwöchige Himmelfreizeit als Zeltlager sein und vorher schon das Sommerfest mit Gottesdienst und Fest auf dem Hof. Die Kinder beteiligen sich zu Weihnachten auch am Krippenspiel und spielen auch sonst gerne Theater. Unsere Vision ist es, damit den Kinder Brücken in die Zukunft zu bauen und ihre Begabungen zu stärken.

Vielen Dank für das Gespräch!

Ralf Döbbeling

Kinder-Bibel-Tage 2025

Zu den diesjährigen Kinder-Bibel-Tagen in den Herbstferien (Dienstag 14. Oktober bis Donnerstag 16. Oktober) sind Kinder vom Vorschulalter bis zur 4. Klasse herzlich eingeladen. Unter dem Thema „Erde – Wasser – Feuer – Luft“ könnt ihr euch täglich von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr auf Stationen, Gemeinschaft, Kreatives, Spiel & Spaß, Ausflug, Essen, Theater, Singen und neue Freundschaften freuen.

Kosten: 30 € pro Kind

Anmeldungen sind über den Hort möglich.

80 Jahre Bartholomäus-Hort: Ein Rückblick

Die Anfänge des Kinderhorts dokumentiert ein kleiner Artikel in der Phoebe vom September 1945 anläßlich eines ersten Sommerfests im August. „Das Kinderfest hat allen Eltern gezeigt, in welchem Geiste ihre Kinder bei uns erzogen werden und wir freuen uns, von allen Seiten hören zu dürfen, wie dankbar die Eltern sind, dass ihre Buben und Mädel einen halben Tag der Straße und ihren verderblichen Einflüssen entzogen sind. Dieser Dank trifft besonders Pfarrer Roenneke, der trotz mancher Schwierigkeiten schnell und tatkräftig handelte und einen Kinderhort schuf, der zur Freude und zum Segen für die evangelische Bartholomäusgemeinde auswirkt.“

Diesen Eindruck bestätigt auch der persönliche Bericht einer Mutter, deren Kinder von 1983 – 1993 den Hort besuchten und die über diese Zeit – 40 Jahre zurück also zur Halbzeit – folgendes berichtet:

Es war die Zeit, in der Frau Christel Schlafer Leiterin war, bis 1990 Frau Heike Reil dazu kam und blieb. Trotz der Personalknappheit wurden täglich fast 40 Kinder betreut. Die Erzieherinnen wurden mit „Tante“ und „Du“ angesprochen, das gab ein Gefühl der Geborgenheit.

Tante Christel prägte mit ihrer warmherzigen, aber auch resoluten Art mehrere Generationen von Kindern. Sie lernten, respektvoll und verantwortlich miteinander umzugehen. Durch Tischgebet, biblische Geschichten und Christenlehre sind sie mit der Gemeinde verbunden. Auch der Zusammenhalt der Eltern wurde gefördert (z.B. durch Hortwandertage und gemeinsame Bastelabende).

Turbulent ging es mittags im Hort zu, wenn die Kinder aus den umliegenden Schulen Kröllwitz, Trotha, Neumarkt und der Wittekind- und Brunnenschule kamen. Aber auch da gab es klare Ansagen: den Schulranzen an den richtigen Platz stellen, die Schuhe wechseln und ordentlich wegstellen, Händewaschen und dann die Tanten begrüßen. Um 12.30 Uhr gab es für alle Kinder im kleinen Zimmer an zwei langen Tischen Mittagessen, das in Kübeln aus der zentralen Schulspeisung kam. Gemeinsam wurde das Dankgebet: „Alle guten Gaben, alles was wir haben…“ gesprochen. Tante Christel schmunzelte, als ein Kind betete „Alle guten Gabeln… kommen o, Gott von Dir.“

Nach dem Mittagessen hielten die kleinen Kinder auf Liegen Mittagsruhe, während die Größeren ihre Hausaufgaben machten. 10 Kinder saßen am Tisch und eine Tante an der Stirnseite. Kinder, die Hilfestellung brauchten, saßen neben der Tante. Manche Kinder spielten derweil schon auf dem Spielplatz, lasen oder bastelten.

Der Horttag endete mit einem Schlusskreis, zu dem ein Gebet und ein Lied gehörte, für die Geburtstagskinder gab es ein Wunschlied. Höhepunkte im Jahreslauf des Hortes waren die beiden Hortfamilienwandertage und die Adventszeit mit der Weihnachtsfeier.

Renate Schmidt