Offener Technik-Treff „Kabelsalat“

Interessierst du dich dafür, wie wir unsere Technik einsetzen? Oder hast du Ideen/Vorschläge, was unsere Gemeinde technisch voranbringen könnte? Oder du willst einfach mal mit uns quatschen? Dann komm gerne bei einem unserer Treffen im Gemeindehaus vorbei. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Kontakt: Technik@bartho.org

Der nächste Termin: Dienstag 24. Februar 20.00 Uhr

Teamtreffen Maximäuse

Herzliche Einladung ins Teamgeschehen der Maximäuse! Lern uns kennen, schau dir an, wie ein Kindergottesdienst abläuft und schnupper mal in die Themen rein, die uns bewegen. Für 2026 stehen folgende Termine fest:

  • Samstag 21. Februar ab 9.30 Uhr Teambrunch im Café Kuckhoff
  • Sonntag 8. März offener Maximäuse-Gottesdienst draußen im Gemeindehof (wir gehen gemeinsam aus dem Gottesdienst nach der Kindersegnung los)
  • Samstag 25. April/Sonntag 26. April (Uhrzeit folgt) Treffen in den KiGo-Räumen, offen für alle Fragen, Infos und Materialsichtung
  • Sonntag 14. Juni (Uhrzeit folgt) Sommerpicknick in Reichhardts Garten (mit Kindern und Partnern). Bringt gerne eine Decke, was Leckeres zum Teilen und Spiele mit und lernt uns kennen.
  • Erste Dezemberwoche (Termin folgt) Teamtreffen im Advent abends bei Ina gemütlich zuhause

Bei Fragen oder Lust/ Zeit, an einem anderen Sonntag mal in den KiGo zu kommen, melde dich gern bei Ina (ina@eiffler.de). Wir freuen uns, dich kennenzulernen lernen und wenn du das Team bereicherst.

3 Fragen … zum Segnungsdienst

Was macht der Segnungsdienst genau?

Je zwei Mitarbeiter des Segnungsdienstes stehen regulär zu den Sonntagsgottesdiensten zur Verfügung, um vorher den Gottesdienst „einzubeten“, also für den Gottesdienst, die Mitgestalter und sonstige Rahmenbedingungen zu beten.

Im Gottesdienst werden die Kinder, bevor sie in ihren eigenen Gottesdienstteil gehen, persönlich gesegnet und auf Wunsch erhalten auch die begleitenden Eltern einen Segensspruch.

Nach dem Gottesdienst stehen die Mitarbeiter dann im Turmraum im privaten Bereich zur Verfügung, um mit und für jemanden zu beten, sie/ihn zu segnen oder einfach auch nur zu danken.

Was macht dir an deinem Dienst am meisten Freude?

Für mich ist das Faszinierendste die (Erwartungs-)Haltung der Kinder. Sie kommen ganz frei und offen und erwarten etwas zu bekommen, das nichts Materielles ist. Und sie nehmen „nur“ den Segen mit und in den Gesichtern ist etwas Unbeschreibliches – Zufriedenheit.

Mit welchen Gaben ist man beim Segnungsdienst genau richtig?

Jeder kann beten und segnen. Das ist uns einfach gegeben. Wenn man sich angesprochen fühlt, jemanden etwas Gutes zuzusagen, Heil zuzusprechen, empfangene Worte weiterzugeben, oder manchmal auch nur zuzuhören, dann sollte man es auf jeden Fall mal ausprobieren und gerne mitmachen.

Die Fragen beantwortete Frank Jokelle. Interessenten können sich gerne an das jeweilige Sonntagsteam wenden.

#teambauwagen

Das Bauwagen-Team ist ein bunter Haufen. Wir elf Mitarbeitenden von „Man sieht sich“ in der Silberhöhe wohnen in der Innenstadt, in der Franzigmark, in der Südstadt und in der Silberhöhe. Wir haben unterschiedlich viele Jahre mit einer oder mehreren Ausbildung(en) zugebracht, fahren verschieden große und schnelle Fahrzeuge und sind zwischen 23 und 64 Jahre alt. Manche von uns halten oder besuchen jeden Sonntag einen Gottesdienst, andere gehen fast nie in die Kirche. Ein paar von uns sprechen mehrere Sprachen, andere sind Experten in Sachen Antragstellen für Wohngeld, Bafög, Bildung und Teilhabe oder Grundsicherung. Doch wunderbarerweise bildet dieser bunte Haufen eine starke Gemeinschaft. In einem Punkt sind wir nämlich alle gleich: Wir alle möchten in der Silberhöhe einen schönen und sicheren Ort gestalten, wo sich kleine und große, junge und alte Menschen gesehen und gehört, wertgeschätzt und inspiriert fühlen.

Die Gemeinschaft unter uns Mitarbeitenden, den ehrenamtlichen, nebenamtlichen und den hauptamtlichen, muss gepflegt werden. Neben den monatlichen Teamsitzungen, in denen vor allem geplant wird, fahren wir einmal im Jahr zu einer Team-Klausur nach Quetzdölsdorf. Endlich haben wir mal richtig Zeit und niemand muss am Abend nach Hause fahren. Wir schauen im Abstand auf unser Projekt, erkennen Entwicklungen über größere Zeiträume hinweg und kommen auf ganz neue Ideen. Ermöglicht hat uns diese wichtige Zeit im letzten Jahr die finanzielle Unterstützung der Bartholomäusgemeinde. Herzlichen Dank!

Link zum Projekt

Michaela Herrmann

Angedacht: Warten

Foto: Ralf Döbbeling

Eine Wartehalle an einer mehrspurigen Straße. Es fahren auch heute noch Omnibusse fahrplanmäßig die Station an. Doch der meiste Verkehr rauscht in privaten Autos an der Haltestelle vorbei. Die früheren Fahrgäste sitzen mittlerweile allein in ihren fahrbaren Kisten und steuern direkt ihre individuellen Ziele an.

Warten ist nicht zeitgemäß. Haltestellen werden vermieden. Aufbrechen und Ankommen nach Fahrplan wird vermieden. Es löst ein unbehagliches Gefühl von Abhängigkeit aus. Der Zustand von Bushaltehäuschen und Wartehallen bilden diese Haltung unnachahmlich ab. Sie sind out of date und oft heruntergekommen, teils zerstört und mit vergilbten Plakaten vergangener Events beklebt. Diese und andere Ziele werden besser und schneller auf anderem Wege erreicht. Diese Wartehalle hält sich, vor allem weil sie über den Standort hinaus zu einem Treffpunkt für Menschen geworden ist, die gar nicht auf einen Bus warten.

Warten war vermutlich noch nie beliebt, dabei besteht vieles in unserem Leben daraus. Warten auf den nächsten Kindergeburtstag, Warten auf die letzten warmen Sonnentage für den Wein, Warten auf das Untersuchungsergebnis, Warten auf den Besuch, der sagt, er kommt. Vieles fühlt sich an wie Warten auf Godot. „Er hat gesagt: Er kommt.“ Wir können vieles sowieso nicht beschleunigen, egal ob wir mit dem öffentlichen Nahverkehr oder mit dem PKW unterwegs sind.

Ein schweres Verbum ist das Wörtchen „warten“, aber sind es vielleicht nicht nur notgedrungen Wartende, wie wir sie in Wartezimmern treffen, sondern auch solche, die ahnen, dass nicht alles erreichbar ist, nur indem man rechtzeitig und schnell losfährt? Warten fällt schwer, dabei trägt es Früchte. Und gelangen vielleicht nur manche Menschen an ein ersehntes Ziel, weil sie gelernt haben zu warten? Sie beherrschen die Kunst zu erwarten, was sie nicht beschleunigen können.

Wir haben uns daran gewöhnt, uns Wünsche schnell zu erfüllen. Uns wird suggeriert, alles sei erreichbar. Ämter, Bibliotheken, Geschäfte sind ständig geöffnet und liefern unmittelbar. Doch auf Freude, Gelassenheit und die Entdeckung des Wesentlichen warten wir. Warten lohnt sich, weil sich nicht alles auf Wunsch einstellt. Advent heißt Ankunft. Es ist eine Zeit der Vorbereitung auf das Erwartete. Liefert er, der Advent? Die Adventszeit schließt direkt an den Volkstrauertag und den Totensonntag an. Es ist nicht alles anders, manches bleibt traurig. Im Advent werden wir sehnsüchtigen, vorfreudigen und zermürbenden Momenten des Wartens begegnen. „Haltestelle Advent“ im Umgang mit uns selbst.

Wir sind eben Menschen auf dem Weg irgendwo zwischen Schöpfung und Ewigkeit. Manches ist sofort verfügbar und auf manches, so merken wir, während wir innehalten, werden wir warten müssen.

Ralf Döbbeling

Zwischen Schmalzbrot und Intercity

Es ist 7 Uhr morgens im Hauptbahnhof Halle. In den Gängen des Bahnhofs geht es schon rege zu und in der Bahnhofsmission beginnt der Dienst. Die blaue Weste wird übergestreift, denn zuerst müssen die Spenden aus den Bäckereien im Bahnhof abgeholt werden: Brötchen und süßes Gebäck, die später auf den Tellern unserer Gäste landen. Wir machen Frühstück, schmieren Brötchen, kochen Tee und Kaffee für alle Menschen, die den Weg zu uns finden.

Die Gründe dafür sind vielfältig und müssen nicht offengelegt werden. Krankheit, Einsamkeit, Armut und Wohnungslosigkeit sind aber für unsere Gäste Realität. Wir wollen ein Schutzraum sein, ganz praktisch vor Hunger und Kälte, aber auch vor Ausgrenzung und Entwürdigung.

Und während in der Bahnhofsmission gegessen, getrunken, geplaudert, gescherzt, geschimpft und getröstet wird, sind wir auch auf den Bahnsteigen und im Bahnhof unterwegs. Es wird wirklich nicht langweilig, denn wir helfen am Zug mit dem Kinderwagen oder Rollator, wir begleiten unsichere Zugfahrende beim Umsteigen, hieven Koffer in den Zug, führen angemeldete Reisehilfen durch, geben Auskünfte und überbrücken die Wartezeit mit einem Gespräch – und das zum aller größten Teil ehrenamtlich.

Die Bahnhofsmission ist ein Ort der Begegnung, wo Nächstenliebe ganz praktisch wird. Sie zeigt: Hilfe beginnt oft im Kleinen – mit einem offenen Ohr, einem heißen Tee und der Gewissheit, dass niemand allein gelassen wird.

Solveig Kraft