02. Feb. 2011 | Allgemein, Erwachsenenarbeit
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Röm. 12,21)
Die Herausforderungen des Christseins konzentrieren sich auf das Thema Erneuerung und Veränderung der persönlichen Lebensführung. „Ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr das Gute nach Gottes Willen tun könnt.“ (Röm.12,2) So ermutigt Paulus die Christen in der damaligen Welthauptstadt Rom. In der Entfaltung dieser grundsätzlichen Aufgabe folgen dann sehr praktische Ratschläge für das Leben in der Gemeinde. Es geht um Gastfreundschaft, um die Nöte der Bedürftigen, um das herzliche Miteinander ohne Heuchelei. Die innige Geschwisterliebe ist dabei ein Leitbild für den Umgang der Menschen miteinander innerhalb der Gemeinde. Im Blick auf das Misstrauen von außen, die Anfeindungen und beginnenden Verfolgungen bleiben die Apostel insgesamt ganz bei der Linie, die Jesus vorgelebt hat: „Der Scheltwort nicht mit Scheltwort beantwortet hat.“ (1.Petrus 3,9) „So segnet, die euch verfolgen und flucht nicht.“ (Röm. 12,14) und „vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. So viel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden.“ (Röm. 12,17.18)
Weiter mahnt Paulus die Gemeindemitglieder, sich nicht von den Geringen, den gesellschaftlich und sozial wenig Geachteten, zu entfernen und nach hohem Ansehen zu streben und andere Mitbürger ständig mit klugen Ratschlägen und moralischen Mahnungen zu nerven. (Röm. 12,16)
Schließlich erinnert Paulus an die große Kraft der Einmütigkeit und legt es den Christen ans Herz, die in Jesus Christus gegebene Einheit festzuhalten.
Wörtlich übersetzt lautet sie: „Lass dich nicht besiegen durch das Böse, sondern besiege in und durch das Gute das Böse!“ Damit ist klar, dass es sich hier bei Gut und Böse nicht um philosophische Begriffe handelt mit all ihren tiefgehenden Fragen nach dem woher und warum des Bösen und nach der Kraft und Quelle des Guten.
Es geht vielmehr um praktische Fragen der Lebensführung. Es geht um das Tun und Lassen der Christen, ganz im Sinne der Erkenntnis: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“ Die Gefahr ist die Trägheit, das untätige Gewährenlassen des normalen Egoismus, und das Gegenmittel ist: „brennend im Geist sein“. Es äußert sich in fröhlicher Hoffnung, Geduld in Bedrängnis und in anhaltendem Gebet. (Röm. 12,11.12)
In der bleibenden Zuwendung zu Gott liegt die Kraft eines erneuerten Miteinanders. Daraus ergibt sich das Tun des Guten. Dies wiederum erweckt die Aufmerksamkeit und die Reaktionen im gesellschaftlichen Umfeld.
Alle diese apostolischen Ermahnungen können wir direkt auch auf unser Miteinander in der Bartholomäusgemeinde im Jahr 2011 anwenden, obwohl sie vor so langer Zeit aufgeschrieben wurden. Es bleibt allerdings der Zweifel, ob es genügt, dem aggressiv Bösen nur mit praktischem Guttun zu begegnen. Gleich im Anschluss spricht Paulus über die Aufgaben der Obrigkeiten im Umgang mit dem Bösen. „Die Obrigkeit als Beauftragte und Dienerin Gottes trägt das Schwert nicht umsonst“ (Röm. 13,4)
Für Menschen, die Gott vertrauen, bleibt aber der tiefer greifende Grundsatz bestehen:„Rächt euch nicht selbst, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes. Wenn deinen Feind hungert, gib ihm zu essen, dürstet ihn, gib ihm zu trinken.“ So drückt sich das Vertrauen auf Gottes Handeln im Verzicht auf Rache aus und bleibt bei dem Grundsatz: „Tue Gutes!“ Mit den besten Wünschen für das neue Jahr,
Ihr Pfr. R. Katzmann
25. Jan. 2011 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Gemeindetreffpunkte
Die Gemeindefreizeit stand unter dem Motto „Sonntagsglaube und Alltagszweifel“. Am Samstag öffnete sich die Freizeit für Mitarbeiter, die nicht die ganze Zeit in Mansfeld sein konnten, zum Mitarbeitertag.
Der Tag war inhaltlich in drei Abschnitte geteilt. Morgens wurde über Werte des Gemeindeaufbaus nachgedacht, die Pfarrer Katzmann vorstellte.
In vier Gruppen wurden Gedanken zu diesen Werten ausgetauscht. Zur Anregung wurden passende Textstellen der Bibel vorgestellt und dann mit den Gedanken der Diskussionsteilnehmer bereichert.
Eine Gruppe befasste sich beispielsweise mit dem „Reich Gottes“. In der Diskussion wurde um die Bedeutung des Reiches Gottes, seine Abgrenzung gegen die Welt und unser Verhalten in der Welt gerungen.
Nach dem Mittagessen übernahm Matthias Hänel, Pfarrer aus Nordhausen mit Wurzeln in Halle, den zweiten Programmpunkt. Er stellte aus seiner Erfahrung 17 „Thesen zu einer lebendigen Gemeinde“ vor. Diese Thesen hatten folgenden Aufbau: „Eine lebendige Gemeinde ist nicht…., sondern…..
Als Beispiel: “Eine lebendige Gemeinde lebt nicht zuerst von Mitgliedern, sondern mit Mitarbeitern“. (Vers dazu 1. Petr. 4,10).
Es war deutlich zu merken, dass Pfarrer Hänel als Hirte gebraucht wurde, der den Mitarbeitern Orientierung und geistliche „Pflege“ bot.
Nach dem Kaffee übernahm Gottfried Muntschick die Diskussionsleitung. Nach kurzer Einführung diskutierten wir in kleinen Gruppen folgende Fragen:
•Welche konkrete Herausforderung ergibt sich aus diesem Tag für die Gemeinde?
•Was erwarte ich vom Gottesdienst für meinen Alltag?
•Welche Form oder Methode hilft mir, den Glauben im Alltag zu leben?
•Welches Beispiel fällt mir ein, wo ein Gottesdienst Folgen bis in den Alltag hat?
In den Gruppen wurden Meinungsäußerungen gesammelt und an eine Pinnwand geheftet. Das reiche Ergebnis wurde von Gottfried Muntschick gesammelt und ist auf unserer Homepage einzusehen.
Die Erfahrungen von Pfarrer Hänel und die Diskussionen in kleinen Gruppen ermöglichten uns einen Blick auf unsere Gemeinde aus unterschiedlichen Richtungen. Wir freuten uns an dem, was alles schon gewachsen ist, dachten aber auch über Fehlendes und Gewünschtes nach.
Ein schöner Nebeneffekt war, dass man sich in den Kleingruppen noch besser kennenlernte. Dieser Mitarbeitertag wird nicht ohne Auswirkung auf unsere Gemeinde sein.
Hans und Sigi Roggendorf
„Viele junge Menschen auf einem alten Schloss – das war Gemeinde, zwischen Tradition und Aufbruch. Ein schöner Urlaub mit Spaß und Besinnlichkeit, Gemeinschaft und neuen Gedanken.“
Johannes Schimming
18. Jan. 2011 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Gemeindetreffpunkte
Auf dem Mitarbeitertag der Gemeindefreizeit 2010 auf Schloss Mansfeld wurden folgende Thesen zu einer lebendigen Gemeinde diskutiert, die nun auf vielfachen Wunsch noch einmal nachzulesen sind:

- 1. Eine lebendige Gemeinde lebt nicht von den missionarischen Aktionen, sondern vom missionarischen Leben im Alltag (1.Petr 3,15)
- 2. Eine lebendige Gemeinde will nicht besser sein, als andere, sondern will nur sein wie Jesus (Joh. 12,26)
- 3. Eine lebendige Gemeinde wird nicht am Wachstum erkannt, sondern an ihren Früchten. (Gal. 5,22f)
- 4. In einer lebendigen Gemeinde sind nicht die Spezialangebote die Höhepunkte, sondern die gemeinsamen Angebote. (Gal. 3,28)
- 5. Eine lebendige Gemeinde zeichnet sich nicht durch ein hohes Tempo aus, sondern durch ein Tempo, das die Langsamen mit nimmt. (1.Thess. 5,14)
- 6. Eine lebendige Gemeinde lebt nicht von besonderen Höhepunkten, sondern von der Regelmäßigkeit. (Apg. 2,46f)
- 7. Eine lebendige Gemeinde weiß sich nicht von Strukturen abhängig, sondern vom Haupt der Kirche, von Christus. (Kol.1,18)
- 8. Eine lebendige Gemeinde lebt nicht zuerst von einem hohen Niveau, sondern von einer hohen Authentizität. (Kol.3,23)
- 9. Eine lebendige Gemeinde erkennt man nicht an der Vielfalt, sondern an der Einheit. (Joh. 17,21)
- 10. Eine lebendige Gemeinde lebt nicht zuerst von Mitgliedern, sondern mit Mitarbeitern. (1.Petrus 4,10)
- 11. Eine lebendige Gemeinde lebt nicht vom Interesse am Verkündiger oder Leiter, sondern am Interesse an den Geschwistern. (Phil. 1,8)
- 12. Lebendige Gemeinden leben nicht von Literaturkreisen, sondern von Bibelkreisen. (Kol. 3,16)
- 13. Eine lebendige Gemeinde bringt nicht die Familie an den Rand der Belastbarkeit, sondern möchte helfen, Glaube zu Hause zu leben.(1.Thess.3,2-4)
- 14. Eine lebendige Gemeinde schämt sich nicht ihrer Wurzeln und hat Freude an neuen „Blüten“. (Hebr. 1,1f)
- 15. Lebendige Gemeinden leben ihren Glauben nicht nur erhobenen Hauptes, sondern genauso auf den Knien. (Joh. 1,12)
- 16. Lebendige Gemeinden sind nicht eine außerkirchliche Bewegung, sondern eine zutiefst kirchliche Bewegung. (Joh. 1,12)
- 17. Eine lebendige Gemeinde läuft nicht ständig politischen Aktionen hinterher, sondern erkennt ihren gesellschaftlichen Beitrag im fürsorglichen Miteinander. (Apg. 2,47)
Wir danken Matthias Hänel, Pfarrer aus Nordhausen, für diese Thesen und die persönlichen Impulse bei der Gemeindefreizeit auf Schloss Mansfeld.
16. Jan. 2011 | Allgemein, Erwachsenenarbeit
Was wird gemacht?
Im Kurs werden drei Figuren (Größe ca. 30 cm) hergestellt. Das Stellen der Figuren wird eingeübt, ebenso das Umsetzen biblischer Geschichten mit den Figuren. Auch Grundkenntnisse über das Leben vor 2000 Jahren werden vermittelt.
Wann und wo findet der Kurs statt?
Der Kurs findet vom 18. März bis 20. März 2011 in der ev. Johannesgemeinde in Halle statt. (An der Johanneskirche 1, 06110 Halle, im Gemeindehaus, 2. Stock)
Kurszeiten:
Freitag 15.00 bis 22.00 Uhr
Samstag 9.00 bis 22.00 Uhr
Sonntag 9.00 bis 12.30 Uhr (evtl. Zeitverschiebung)
Kursleitung: Renate Milerski (ausgebildete Leiterin): www.milerski-eglifiguren.de
Wie viel kostet der Kurs?
Kursgebühr 45,- € + anteilige Fahrtkosten 10,- € = 55,- €
dazu kommen Materialkosten für 3 Figuren 81,- €
insgesamt ca. 136,- € (durch beantragte Fördermittel kann sich die Kursgebühr noch geringfügig verringern)
Wer kann teilnehmen?
Der Kurs ist für 10 bis 15 Teilnehmerinnen ausgelegt, möglichst nicht unter 18 Jahren.
Nähkenntnisse sind erwünscht, nicht Bedingung. Bitte Nähmaschine mitbringen, wenn vorhanden.
Wie kann ich mich anmelden?
verbindliche Anmeldung bei Alexandra Ritter bis zum 10. Februar: Telefon 0345-6866965 oder per mail: schreib.alex.ritter@web.de
Anzahlung: Kursgebühr von 55,- €
14. Dez. 2010 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Übergemeindliches
Wie und wo verbringen Sie den Heiligabend?
„Nicht besonders, so wie jedes Jahr!“
oder
„Allein zuhause vor dem Fernseher!“
Wenn so, oder so ähnlich ihre Antwort lauten würde, dann möchten wir Sie herzlich einladen diesen Abend mit uns gemeinsam zu feiern…
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Zeit: Fr. 24.12. 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr
Ort: Kleiner Saal im Gemeindehaus der Bartholomäus-Gemeinde
(Bartholomäusberg 4, 06114 Halle)
Kosten: Keine!
Für eine genaue Planung ist jedoch eine verbindliche Anmeldung erforderlich!
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Sie erwartet:
– ein fröhlicher Abend in gemütlicher Atmosphäre
– ein kleines Festessen
– ein kurzes, aber buntes Programm aus Liedern, Geschichten und Musik
– interessante Menschen und nette Gespräche
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Wer wir sind:
Gemeindeglieder der Bartholomäusgemeinde.
Warum machen wir das?
Wir wollen weder Mitglieder werben, noch Geld verdienen. Weihnachten heißt: Gott lässt uns Menschen nicht alleine. Deshalb wollen wir nicht allein in unseren Wohnungen sitzen bleiben, sondern zusammen dieses Fest feiern.
Sie haben Bedenken?
Dafür gibt es keinen Grund!. Falls doch, sagen Sie es uns – wir bemühen uns, alles möglich zu machen, dass Sie kommen und sich wohlfühlen können.
Sie können auch gern etwas mitbringen oder sich an den Vorbereitungen beteiligen oder auch etwas zum Abend beitragen – bitte vermerken Sie dies bei der Anmeldung und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.
Wenn Sie gerne abgeholt oder gebracht werden wollen, dann ist dies auch kein Problem. Bitte geben Sie das bei der Anmeldung an.
Wir bitten um ihre verbindliche Anmeldung bis zum 19.12.2010 im Gemeindebüro:
per Post an Gemeindebüro, Bartholomäusberg 4, 06114 Halle
per Email (post@bartholomaeusgemeinde.de) oder
per Telefon (0345- 5 22 04 17)
…Besucher des dritten Gottesdienstes können gern noch dazustoßen und sich zu einem Glühwein dazusetzen!
30. Nov. 2010 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Übergemeindliches
Letzten Freitag wurden die ganzen Schuhkartons aus unserer Sammelstelle in der Seebener Strasse abgeholt und sind bald unterwegs nach Weißrussland. In unserer Sammelstelle kamen 2054 Pakete zusammen, von ganz Halle gehen 3226 Geschenk-Päckchen auf die Reise. Wie viele strahlende Gesichter und freudige Kinder das zu Weihnachten geben wird, können wir nur ahnen.
Klasse, dass so viele mitgemacht haben – nicht nur beim Päckchenpacken, sondern auch beim Kontrollieren und verpacken. Eine sehr gute Erfahrung!
Conny M.