Neuigkeiten & Aktuelles
E wie Evangelium
Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.
Wie, es gibt heute noch gute Nachrichten? Was kann ich berichten, was gut ist? Oder was gut tut?
Die eine gute Nachricht Gottes für uns muss sich immer wieder neu bewahrheiten. Gott liebt uns und will uns nahe sein. Gott ist gerecht, gnädig und barmherzig. Gott wünscht sich das Gute, ja, das Beste für uns. Gott möchte uns versorgen und schützen, heilen und inspirieren. Uns und alle Menschen.
Wo vertrauen wir uns dieser Selbstmitteilung Gottes an? Wie geht das? Und wie können wir darüber reden?
Wo halten wir Gott auf Abstand und haben lieber alles selbst in der Hand? Wo sind die Gleichnisse und Heilungsgeschichten nur noch Geschichten oder gar Geschichte?
Wie erreicht uns ein Wort, das uns vertrauen lässt? Wo hören wir eine Botschaft, die uns unter die Haut geht und unser Herz öffnet? Wie und wo erzählen wir sie weiter? Wo handeln wir danach?
Lassen wir uns rufen, Botschafter zu sein: Gott liebt und will dich! Ein Kind ist geboren. Gloria! Der Herr ist auferstanden! Halleluja! Ja, auch für dich. Der Heilige Geist komme über dich! Gott segne dich mit der Liebe Jesu! Gott, der in Ewigkeit regiert, gebe dir Frieden!
Dorothea Vogel
D wie Dynamik
Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.
Auch wenn man im Schaukelstuhl sitzt, kann man sich viel bewegen, allerdings kommt man dabei kaum von der Stelle. Und wenn doch, am ehesten rückwärts. Kraft und Antrieb alleine nützen nicht viel. Es braucht eine Richtung, in die die Kraft wirkt. Aber ohne Kraft kommt nichts in Bewegung.
Wenn Jesus Menschen begegnet ist, hat er Menschen gekräftigt, indem er sie geheilt, befreit, neu belebt, berufen oder gesandt hat. Er hat Kräfte frei gesetzt und dabei ist auch Kraft von ihm ausgegangen. Anziehungskraft. Jesus war attraktiv im Wortsinn. Und seine Worte haben den Menschen neuen Lebenssinn oder Lebensmut gegeben. Durch seine Stärkung und Befähigung nahm ihr Leben oft eine andere Richtung oder fing neu an. So wirkt Gott auch noch heute. Denn Gott ist ein lebendiger, ein dynamischer Gott.
Wir erleben auch, dass es Spannungen gibt, wenn wir als Gotteskinder leben! Untereinander und in uns selbst. Solche Spannungen auszuhalten, ist anstrengend, aber auch herausfordernd. Wie beim Bogenschießen wird eine aufgebaute Spannung ausgerichtet und die aufgestaute Kraft verwandelt sich in eine starke Dynamik. Der Pfeil bewegt sich rasant auf sein Ziel zu.
Lassen wir unsere Spannungen zu zielgerichteten Bewegungen und Handlungen werden. Kräftigen wir einander und andere. Richten wir uns auf Gott aus, der uns mit seinem Atem belebt und mit dem Heiligen Geist antreibt.
Dorothea Vogel
C wie Christus
Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.
Als wir getauft wurden, geschah dies im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wir empfingen das Zeichen des Kreuzes auf der Stirn und auf der Brust bzw. auf dem Herzen. Seitdem gehören wir Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Wir wurden in seinen Tod und seine Auferstehung mit hineingetauft, damit wir leben.
Dieses Leben mit und aus Christus gilt es täglich zu gestalten. Was heißt das heute für mich? Was erinnert mich daran? Wie zeigt sich das in meinem Sein, in meinem Tun und Lassen?
Zeige ich mich – den Menschen um mich herum? Zeige ich mich Christus – wie ich heute bin? Darf seine Gegenwart mich erfassen und leiten, erfüllen und in Frieden leben lassen? Wie und wo komme ich zur Ruhe bei Christus? Wo höre ich seinen Ruf „Komm!“ und wie folge ich ihm?
Lassen wir das Sakrament der Taufe kräftig und sichtbar und hörbar werden. Lassen wir uns täglich neu geboren auf Gott ein. Lassen wir unser Leben erneuern und immer wieder aufstehen.
Dorothea Vogel
B wie Beten und Bewahren
Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.
Im Beten wenden wir uns Gott zu. Unsere Worte, Situationen und Gebetshaltungen sind so unterschiedlich wie wir selbst. Im gemeinsamen Ausrichten auf Gott (auch an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten) hat das Beten ein Ziel. Viele Formen richten sich auf ein Ziel aus. So richten wir uns auf Gott aus. Im Reden. Im Schweigen. Im Hören.
Manchmal erleben wir direkt, wie sich Gott uns zuwendet. Manchmal hören wir eine Antwort erst später. Aber unsere Haltung des Ausrichtens macht schon jetzt einen Unterschied. Es wird Gottes Kraft spürbar und sichtbar. Insbesondere wenn wir uns gemeinsam in einer Sache, einem Anliegen auf Gott ausrichten. Das ist vergleichbar mit einer Metallstange, die nicht magnetisch ist. Wenn sie aber längs ins Magnetfeld gehalten und mit einem Hammer darauf geschlagen wird, richten sich die Metallteile längs zum Erdmagnetfeld aus und die Stange wird magnetisch. Der Magnetismus aller kleinen Teile wirkt in eine Richtung und wirkt anziehend auf das Umfeld.
Lassen wir uns doch aufs Beten ein. Beten wir gemeinsam für diesen Stadtteil und bitten Gott um sein Wirken. Lassen wir unser Herz und den Heiligen Geist Zwiesprache halten. Lassen wir uns magnetisieren und anziehend für unsere Umgebung werden.
Wir alle wurden in eine Welt hineingeboren, in der wir bestimmte Dinge vorfanden. Vieles, was wir vorfanden, haben die Menschen vor uns bewahrt. Manches hat sich bewährt, manches war einzigartig, manches nützlich, manches ortstypisch und manches früher mal neu. Wir verdanken den Bewahrern, was wir vorfanden. Das gilt für Gebäude, Bücher, Straßen, Gärten, Liedgut, Gebete, Gesten, Essen, Feste und das Entschuldigungsagen.
Was wollen wir weiterhin bewahren? Was hat sich nicht bewährt? Und was bewahre ich im Herzen oder in der Erinnerung? Wo ist ein Schrank oder eine Vitrine ein passender Aufbewahrungsort? Und wo geht Bewahren nur durch Tun? Denn Wichtiges sollen wir zum Gedächtnis tun!
Lassen wir uns doch durch den Kopf gehen, was wir bewahren wollen. Besinnen wir uns auf Bewährtes. Lassen wir uns zeigen, was anderen wichtig ist. Und lassen wir uns immer wieder von Jesus zum Abendmahl einladen.
Dorothea Vogel
A wie Ängste und Auftrag
Im Zukunftsprozess mit der Petrus-Gemeinde wollen wir in den Blick nehmen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken. Auf dem zugehörigen Arbeitsblatt lassen sich die Gedanken festhalten, die nach und nach beim Lesen der Impulse von A bis Z entstehen.
Es braucht etwas Mut, um sich seinen Ängsten zu stellen. Doch dann bringt es nach einem zumeist kurzem Schmerz Klarheit und Befreiung.
Was also sind meine persönlichen Ängste, wenn ich an die Gemeindeentwicklung denke? Wovor fürchte ich mich? Was könnte mir fehlen? Sind es vielleicht vertraute Menschen und Orte? Oder lieb gewordene Abläufe, Texte, Gebete und Lieder? Muss ich meinen Sonntag umstrukturieren? Habe ich besondere Bedürfnisse, die vielleicht übersehen werden? Habe ich mich angepasst und mit dem Bestehenden als „richtige Ordnung“ eingerichtet? Sind andere Bereiche in meinem Leben gerade turbulent oder in Veränderung, sodass ich Sicherheit und Halt suche; sodass ich unsicher und erschüttert werden, wenn ich mich Neuem stelle?
Lassen wir den Blick auf diese oder andere Ängste zu, dann lernen wir etwas über uns selbst. Lassen wir Gespräche darüber zu, können wir Verständnis oder Ermutigung erhalten. Lassen wir Gott hineinwirken, kann seine Liebe unsere Angst heilen. Gottes Liebe lädt uns ein, uns einzulassen auf den Weg mit und zu ihm. Gott erinnert uns, dass wir auf dem Weg noch sind …
Es braucht Klarheit und Hineinspüren in unsere Zeit, in die Menschen, die in diesem Teil der Stadt leben (wohnen, arbeiten, zur Schule gehen, Urlaub machen usw.), um unseren Auftrag zu erkennen.
Welchen Auftrag haben wir hier? Welchen Auftrag als Gemeinschaft, als Kleingruppen, als Einzelne? Und wie lautet dieser Auftrag heute und in 10 Jahren und in 20 Jahren? Er wird sich wandeln. Es gibt nicht die eine Antwort. Weshalb wir groß fragen und denken sollten und dann in kleinen Schritten den jeweiligen Wegabschnitt gehen.
Was haben wir auf dem Herzen? Was sehen wir, was Menschen brauchen? Wo und worauf werden wir angesprochen? Und was antworten und wie reagieren wir? Wo werden wir als Christenmenschen erkennbar – einfach, weil wir da sind; weil wir tun, was wir tun? In Begegnungen, wo Hilfe, ein Wort oder ein Ort gebraucht werden? Wie wird unser Glaube in der Woche sichtbar?
Lassen wir uns rufen in die Nachbarschaft, auf die Straßen und Brücken und Spielplätze. Lassen wir uns ein, wenn jemand etwas aufbauen oder weiterführen will mit unserer Hilfe. Lassen wir uns von Gott senden, dorthin, wo er uns als nächstes haben will.
Dorothea Vogel
Gottesdienst am 2. Juli
10.00 Uhr
4. Sonntag nach Trinitatis
Predigtgottesdienst
Dorothea Vogel
Wir planen, den Gottesdienst live auf YouTube zu streamen.
Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden im Turmraum statt.
Danach herzliche Einladung ins Kirchencafé!
Informationen zu den Kindergottesdiensten
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung vor dem Altar zusammen ins Gemeindehaus.
- Bartholomäuse (Kinder von 0-3 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
- Maximäuse (Kinder von 4-6 Jahren): findet regulär statt
- BartholoBande (Kinder ab der 1. Klasse): findet regulär statt
Kollektenzwecke
Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang sammeln wir an diesem Sonntag für das Kiran-Kinderhaus in Nepal. Unsere Kindergottesdienste haben seit vielen Jahren eine Patenschaft für dieses Projekt, das Mädchen aus der untersten Gesellschaftsschicht eine neue Perspektive für ihr Leben bietet und ihnen eine gute Ausbildung ermöglicht. Bitte helfen Sie mit Ihrer Kollekte, dass wir dieses Projekt auch zukünftig finanziell unterstützen können.
Herzlichen Dank für Ihre Gabe!
Digitale Kollekte
Wenn Sie nicht am Gottesdienst teilnehmen können, aber trotzdem spenden wollen, können Sie das über Paypal tun, dort ist ein Konto für unsere Gemeinde eingerichtet. Diese Spende wird der Reihensammlung hinzugefügt.
Sommerserenade
Am Samstag, 1. Juli 19.00 Uhr gestalten Musizierende aus den Gemeinden Bartholomäus, Petrus und Laurentius in der Laurentiuskirche ein abwechslungsreiches sommerliches Programm. Beteiligt sind der Chor CantoDrei, das Orchester Ludens in Gaudium, die Laurentius-Bläser und der Jugendchor.
Seminarbetreuung für den Steilen Berg gesucht
Für den Seminarbetrieb im Steilen Berg ab Mitte August ́2023 suchen wir eine Person zur Betreuung von Seminaren.
Als Gründer:innenHaus Steiler Berg ist unser erstes Anliegen, dass Gründer:innen und andere Mietende im Haus einen produktiven und inspirierenden Ort haben, der sie in ihrer Gründung und Arbeit voranbringt. Dazu gehört aber auch der Seminarbetrieb, der nicht nur hilft das Haus mit zu finanzieren, sondern auch das Netzwerk erweitert, das für Gründer:innen eine wichtige Ressource darstellt.
Deine Aufgaben
- Vorbereitung der Räume für die Seminargruppe inkl. Kaffee & Snacks
- Begrüßung der Gruppe und Absprachen mit der Seminarleitung
- Nachbereitung der Räume inkl. der genutzten Küche
Dein Profil
- Flexibilität und im besten Fall räumliche Nähe zum Giebichenstein Viertel
- Verbindlichkeit – die einzelnen Termine werden monatlich vereinbart
- Klare Kommunikation und selbstständige Arbeit sind Voraussetzung
Arbeitsumfang & Aufwandsentschädigung (über Ehrenamtsvereinbarung)
- Pro Seminartag rechnen wir ca. 2 Std Arbeitsumfang
- jeweils 1h zur Vorbereitung (bis 9 Uhr) & Nachbereitung
- Pro Seminartag zahlen wir eine Ehrenamtspauschale von 25€
Interesse oder Rückfragen? Dann melde dich bei Jan-Micha Andersen
Hier kannst du die Ausschreibung zum Weitergeben auch als PDF herunterladen.
Update 23.08.23: Es haben sich ausreichend Personen gefunden.
Tuten und Blasen: Posaunenchor für Kinder und Jugendliche
Im neuen Schuljahr startet ein neuer Posaunenchor für Kinder und Jugendliche.
Interessiert? Dann komm zum am Mittwoch 28.06.2023 um 16:30 Uhr in den großen Saal der Bartholomäusgemeinde zu einer Schnupperstunde, zum Kennenlernen, Ausprobieren und Fragen stellen! Alle Kinder und Jugendlichen, die Lust haben, Trompete, Posaune oder ein anderes Blechblasinstrument auszuprobieren oder spielen zu lernen, sind herzlich willkommen. Es sind keine Voraussetzungen nötig, Instrumentenkosten fallen nicht an!
Ansprechpartner: Konrad Liebscher, Kantor in den Gemeinden Bartholomäus, Laurentius und Petrus
Wie sieht unsere Zukunft mit Petrus aus?
In der Petrus- und Bartholomäus-Gemeinde prüfen wir gerade, ob wir ab 2025 über die geteilte Pfarrstelle hinaus eine gemeinsame Zukunft haben. Beim Gemeindevormittag Ende März hat der Gemeindekirchenrat über die offenen Fragen und den anstehenden Prozess berichtet.
Seitdem ist auch schon einiges passiert: Die beiden Gemeinden haben mit finanzieller Unterstützung durch den Kirchenkreis die Organisationsentwicklerin Lysan Escher aus dem Gründer:innenHaus Steiler Berg engagiert, die uns in diesem Prozess begleitet. Mit ihr hatten Vertreter:innen der Gemeindeleitung bereits erste Treffen und Gespräche, um das weitere Vorgehen zu planen.
Ein Punkt ist für uns nicht neu: Wussten wir doch schon immer, dass Kirche größer ist als unsere eigene Gemeinde. Auch ist der Glaube an Jesus weiter als unsere evangelische mitteldeutsche Tradition. Und auch bisher haben wir schon in der Region und im Kirchenkreis zusammengearbeitet und haben von Impulsen des CVJM oder der Koinonia profitiert. Ganz zu schweigen davon, dass es immer wieder gelungen ist, Christen aus Ost und West und sogar aus anderen Völkern zusammenzubringen.
Schon jetzt verbindet uns mit Petrus sehr viel: Seit längerem Folker Hofmann als Gemeindepädagoge, seit neuestem Dr. Jürgen Biewald als gemeinsamer Arbeitsschutzbeauftragter, zukünftig unser Kantor Konrad Liebscher mit dem gemeindeübergreifenden Posaunenchor für Kinder und Jugendliche und Ralf Döbbeling wird nicht erst jetzt seinen ersten Gottesdienst in Kröllwitz halten.
Aber auch alle anderen sind eingeladen, proaktiv die möglichen neuen Optionen auszuloten. Jetzt brauchen wir mehr als nur Meinungen, sondern noch viel dringender Menschen, die Verantwortung übernehmen. Wer Lust hat, sich dabei einzubringen, melde sich bitte bei Cornelia Büdel.
Cornelia Büdel und Ralf Döbbeling
Die Zukunft mitgestalten
Bekanntlich befindet sich unsere Gemeinde gerade in einem Prozess, um eine mögliche gemeinsame Zukunft mit der Petrus-Gemeinde auszuloten. Ein Weniger an Hauptamtlichkeit ist nicht gleichbedeutend mit weniger Gemeindeleben und trotzdem wird es für beide Gemeinden weitreichende Folgen haben.
Wir wollen die Zukunft möglichst offen und zuversichtlich betrachten und hier kommen Sie ins Spiel: Denn Sie dürfen Einfluss auf unsere Zukunft nehmen! Wir wollen Ihnen bewusst Platz einräumen und Freiraum für Ihre Gedanken schaffen. In einem ersten Schritt wollen wir uns darüber klar werden und austauschen, was uns eigentlich wichtig ist, wenn wir an unsere Kirche, an Gemeinde und an Glaube und Dienst für andere denken.
Wir laden Sie ein, unter diesem Motto die Gedanken von A bis Z schweifen zu lassen. Dabei soll Sie ein Zukunfts-ABC anregen. Das Arbeitsblatt ist ab nächster Woche auf der Website und in Papierform in der Kirche und im Gemeindehaus zu finden. Beiderseits der Saale wird dazu eingeladen und so können sich viele beteiligen.
Welche Worte, Gedanken oder Geschichten kommen Ihnen z.B. zu Stichworten wie „Evangelium heute“, „Lieblingsorte“ oder „Mangel“ in den Sinn? Halten Sie sie fest, natürlich ist auch
Platz für Skizzen und Bilder, Emoticons oder Ähnliches. Wer mag, kann auch eine Fotoserie erstellen. Teilen Sie die Ergebnisse mit anderen, z.B. im Hauskreis, in Ihrer Gruppe oder mit Vertrauten. Wir planen zum Austausch auch einen Gemeindeabend im September. Auf Ihre Beteiligung sind wir gespannt.
Im Newsletter und auf der Website wird es ab der nächsten Ausgabe wöchentlich eine Inspiration zu Buchstaben des Zukunfts-ABC geben. Lasst uns der Zukunft entgegen leben – lesen und träumen Sie mit!
Dorothea Vogel und Ralf Döbbeling
Saaleufergottesdienst am 25. Juni
Den Gottesdienst am Sonntag 25. Juni mit einer Taufe feiern wir um 10.30 Uhr gemeinsam mit den Gemeinden Petrus, Laurentius und Markt am Saaleufer Höhe Emil-Eichhorn-Straße.
Liturgie und Predigt: Ulrike Wolter-Victor
In der Bartholomäus-Gemeinde findet deshalb an diesem Sonntag kein Gottesdienst statt.
Wie wir kommunizieren
Am Gemeindevormittag am 18. Juni ging es um das Thema Kommunikation. Weil in der Diskussion die Zeit dazu fehlte, wollen wir in diesem Beitrag vertiefend skizzieren, wie sich die Herausforderungen in unserer Gemeinde darstellen und welche Konzepte es dazu gibt.
Bartholomäus ist eine landeskirchliche Gemeinde. Das bedeutet, dass sich Zugehörigkeit nicht nur durch Beteiligung am Gottesdienst oder in Kreisen ergibt. Wir wollen die nicht aus dem Blick verlieren und für sie einladend sein, die eine andere Teilhabe am Leib Christi pflegen. Gleichzeitig beschränkt sich Bartholomäus nicht auf den Gemeindebezirk Giebichenstein: Gemeindemitglieder wohnen über die ganze Stadt verstreut.
Bartholomäus ist keine klassische pfarrerzentrierte Kirchengemeinde mit starren Strukturen und Hierarchien. In Bartholomäus gibt es viele verschiedene Arbeitszweige und glücklicherweise unzählige Ehrenamtliche, die teilweise sehr viel Zeit in die Gemeindearbeit investieren. Wir nennen das Beteiligungsgemeinde. Weil die Gemeindeleitung unmöglich alle Verästelungen im Blick behalten kann, gibt es seit inzwischen mehr als zehn Jahren die Koordinator:innen.
Seit vielen Jahren begleitet uns das Motto „Gemeinde zwischen Tradition und Aufbruch“. Es signalisiert, dass wir offen sind für Veränderungen. Und die erleben wir an vielen Stellen: Nicht nur, wenn äußere Umstände wie in der Corona-Pandemie das Gemeindeleben auf den Kopf stellen, sondern zum Beispiel auch, dass nicht mehr alle selbstverständlich an jedem Sonntag im Gottesdienst anzutreffen sind: Sei es aus Zeitgründen oder wegen Alter, Krankheit oder familiären Anforderungen. Trotzdem sind diese Menschen Teil der Gemeinde und wir wollen Teilhabe ermöglichen.
Bartholomäus ist eine Gemeinde, die mehrere Generationen überspannt. Dazu gehören Ältere, die mit den traditionellen Kommunikationsformen einer Kirchengemeinde vertraut sind, eine mittlere Generation, die im Berufsleben seit vielen Jahren selbstverständlich digitale Formate nutzt, und Jüngere, die E-Mails für ein Werkzeug aus der (digitalen) Steinzeit halten. Und schließlich können auch andere Gründe dazu beitragen, ob jemand eher analoge oder digitale Medien bevorzugt.
An vielen Stellen ist Bartholomäus über die Gemeinde im engeren Sinn hinaus vernetzt: Seien es das Gründer:innenHaus Steiler Berg, andere Gemeinden in der Region, Akteure aus dem kulturellen Leben in Giebichenstein und viele mehr. Da klingt schon vieles an, was Felix Eiffler in seinem Vortrag zur regio-lokalen Kirchenentwicklung beim Gemeindevormittag Ende März ausgeführt hat.
Das alles macht deutlich: Bartholomäus ist schon lange viel mehr als die übersichtliche und kuschlige Gemeinde, nach der es im Gottesdienst und im Kirchencafé manchmal aussieht. Unsere Gemeinde ist vielmehr ein lebendiger, bunter und ziemlich komplexer Organismus. Und wenn wir prüfen, ob wir auf eine gemeinsame Zukunft mit Petrus zugehen, wird es vermutlich zukünftig noch komplexer.
Das heißt aber auch: Es gibt nicht das eine ideale Medium. Sondern wir müssen gut überlegen, was wir auf welchem Weg kommunizieren, damit es die richtigen Menschen erreicht. Das haben wir vor einiger Zeit grundlegend getan, passen die Wege aber auch fortlaufend an die Erfordernisse an. Hier einige Beispiele:
- Unser Gemeindebrief Phoebe ist ein „Bring-Medium“: Alle Haushalte, in denen Gemeindemitglieder leben, erhalten automatisch per Post ein Exemplar, zur Zeit sind das rund 1.000. Die Phoebe erreicht also auch Menschen, die zwar formal zur Gemeinde gehören, aber sonst wenig Berührungspunkte haben oder höchstens an Weihnachten im Gottesdienst anzutreffen sind. Die Phoebe ist unsere Brücke zu diesen Menschen, mit der wir anschlussfähig sein wollen. Deshalb kommunizieren wir in der Phoebe neben einem geistlichen Impuls wichtige Entwicklungen in der Gemeinde und Gelegenheiten, zu denen man wieder Anschluss finden kann.
- Weil die Phoebe nur fünfmal im Jahr erscheint, als Print-Medium einigen Vorlauf braucht und deshalb nicht flexibel auf Veränderungen reagieren kann, haben wir die Gottesdienste schon vor vielen Jahren ausgekoppelt und zunächst in einem separaten Terminblatt kommuniziert. Allerdings haben zunehmend weniger Menschen ein Terminblatt mitgenommen. Weil einige Senior:innen signalisierten, dass für sie das Terminblatt weiterhin wichtig ist, auch wenn sie nicht mehr in den Gottesdienst kommen können, erhalten sie auf Bestellung das Terminblatt zugeschickt. In der Kirche liegen wegen der deutlich gesunkenen Nachfrage nur noch wenige Exemplare aus.
- Der wochenaktuelle Newsletter kann gut auf aktuelle Veränderungen reagieren, hat anders als Phoebe und Terminblatt keine Platzbeschränkung und hat sich als zentrales Medium vor allem für den inneren Gemeindekreis (rund 190 Abonnent:innen, meist Ehrenamtliche oder regelmäßige Gottesdienst-Gemeinde) etabliert. Er ist offen für alle, die ihn bestellen wollen, also nicht nur für Gemeindemitglieder. Er enthält alle Inhalte der Phoebe und des Terminblatts, geht aber darüber hinaus. Die meisten Inhalte des Newsletters finden sich auch öffentlich auf der Bartho-Website.
- Der Schaukasten ist in unserem Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit nicht mehr ein Sammelbecken für alle möglichen bunten Zettel. Er soll als Visitenkarte für alle dienen, die auf ihrem Weg an unserer Gemeinde vorbei kommen. Im Zentrum stehen deshalb Basisinformationen zu unserer Gemeinde mit einem Verweis auf die Website, ausgewählte ansprechend gestaltete Plakate für Veranstaltungen, die auch für Außenstehende interessant sein können, sowie gelegentlich ein Hingucker mit einem geistlichen Wort.
- Der GKR hat intensiv darüber nachgedacht, wie die Gemeinde besser Anteil bekommt an dem, was in den Sitzungen beraten wird. Aber nicht immer ist alles gleich spruchreif oder veröffentlichungsfähig. Das Ergebnis der Überlegungen ist der GKR-Podcast auf YouTube.
- Die ehemaligen Redaktionssitzungen für die Phoebe sind jetzt Sitzungen der Öffentlichkeitsarbeit. Zu Beginn jedes Treffens klären wir, welche Ereignisse und Entwicklungen für die kommende Zeit für wen wichtig sind und in welchem Medium sie deshalb erscheinen sollen. Damit hat sich also der Fokus klar verschoben von „Wie füllen wir das Blättchen?“ zu einer arbeitsteiligen und Zielgruppen-orientierten Kommunikation.
Trotz aller dieser Planungen und Konzepte kommt trotzdem manchmal das Leben dazwischen: Äußere Umstände nach dem Versand des Newsletters erfordern kurzfristige Änderungen am Gottesdienst; Menschen vergessen in der Alltagshektik, Informationen weiterzugeben; Prozesse dauern länger als geplant oder es passieren trotz aller Sorgfalt Fehler. Manchmal können auch nicht alle Aspekte zu dem gewünschten Zeitpunkt oder in der gewünschten Ausführlichkeit kommuniziert werden, wie einige es sich wünschen, etwa wenn das informationelle Selbstbestimmungsrecht Dritter und der Persönlichkeitsschutz betroffen sind.
Deshalb sind wir darauf angewiesen, dass wir uns gegenseitig glauben können: Die anderen tun ihr Bestes für die Gemeinde. Niemand verschweigt absichtlich wichtige Informationen, um Macht zu sichern und andere auszugrenzen. Im Zweifelsfall hilft: eine konkrete Nachfrage oder eine E-Mail an die zuständige Stelle, wenn ein Fehler auffällt, jemand gute Ideen für Veränderungen bei der Kommunikation hat oder sich vorstellen kann, dabei mitzuhelfen, dass es besser geht. Und für den Rest reicht vielleicht eine guter Schuss Großzügigkeit, wenn Dinge trotz bester Absichten schief gehen.
Iris Hinneburg, Cornelia Büdel, Ralf Döbbeling
Zum Vormerken: Gemeindevormittag am 8.10.
Am Sonntag 8.10. treffen wir uns nach dem Gottesdienst zu einem Gemeindevormittag. Dabei wird es, wie beim letzten Gemeindevormittag gewünscht, um die Fragen gehen: Welches Bild haben wir von einer Pfarrperson? Wie sehen wir die Rolle des GKR? Und welches Selbstverständnis haben wir als Gemeinde?
Seniorentreff am 22. Juni
Herzliche Einladung zum Seniorentreff am Donnerstag, den 22. Juni. Um 15 Uhr bietet unser Vikar Fridolin Wegscheider ein Gespräch an zum Thema „Lebensspuren – Spurenlesen“.
Predigten
Predigten zum Herunterladen.
