29. Jan. 2020 | Kinder, Kultur&Musik
— Update 19.02. Veranstaltung muss leider entfallen —
Herzliche Einladung zur Aufführung des Kindermusicals „Kwela, Kwela!“ von Andreas Schmittberger am Freitag, den 28. Februar in der Bartholomäus-Gemeinde.
Kinder aus den Gemeinden Laurentius, Petrus und Bartholomäus singen und spielen ein afrikanisches Märchen, begleitet von einer Band und unter Leitung von Oliver Lätsch. Ab 16 Uhr kann man im Gemeindesaal begeistert agierende Kinder, eine mitreißende Musik und eine spannende Geschichte mit witzigen Dialogen erleben.
22. Jan. 2020 | Gottesdienst, Kinder
„Hallo Christiane, du stehst am Sonntag mit beim Kindergottesdienst drin, hast du dir das Material schon angesehen? Ich würde……“ So fängt meistens bei mir die Vorbereitung für den sonntägliche Kindergottesdienst an, also für die Bartholobande für Kinder zwischen fünf Jahren und der fünften Klasse. Vorab: Das ist eine tolle Arbeit!
Ich selbst mache seit der Geburt meines großen Sohnes 1991 mit und habe die Entwicklung der Kindergottesdienstarbeit in der Gemeinde miterlebt und mitgetragen. Als Erzieherin arbeite ich gerne mit Kindern. Und so war die Krabbelgruppe in der Gemeinde gleich mein Start in die Kindergottesdienstarbeit.
So haben auch die meisten Mitarbeiter*innen angefangen, in der Zeit, als ihre eigenen Kinder selber den Kindergottesdienst besuchten. Meine eigenen Kinder sind inzwischen schon groß, aber ich bin immer noch dabei. Das hat mit vielen Gründen zu tun: mit Bereicherung, Wohlfühlen, Erfolgserlebnissen, den zugewandten Kindern, Pflichtbewusstsein, Gewohnheit, lieben Mitstreitern, dem klaren Rahmen und dem selbstbestimmten Maß, was, wie und wann man sich einbringt. Die Mitarbeit im Kindergottesdienst macht mir Freude, sie fühlt sich für mich gut an und ich bekomme noch dazu dafür Achtung und Anerkennung.
Ein gutes Maß: Ein Sonntag im Monat
Zur Zeit findet die Bartholobande im Durchschnitt etwa an drei Sonntagen im Monat statt, in den Ferien ist frei. Die meisten Mitarbeiter*innen im Kindergottesdienst planen wie ich einen Sonntag im Monat für den Kindergottesdienst ein. Ich denke, dies ist ein gutes Maß, um die Kinder auch etwas kennenzulernen und in Erinnerung zu bleiben. Häufiger ist natürlich wunderbar, und man ist dichter am Geschehen dran und erlebt mitunter mehrere Lektionen einer Reihe. Weniger ist aber auch möglich, da wir bei der Vorbereitung und dem Kindergottesdienst selbst zu zweit sind und sich meist jemand anderes findet, der oder die häufiger dabei ist.
Auch bei Neueinsteigern stehen erfahrene Mitstreiter zur Seite, so dass alle in die Aufgabe reinwachsen können. Viele von uns haben am Anfang vielleicht auch gedacht: „Das kann ich nicht.“ Aber wer Kinder liebt, vielleicht sogar eigene Kinder hat und dem christlichen Glauben zugewandt ist und sich auf Kinderarbeit einlassen möchte, wird staunen, wie schnell man an seinen Aufgaben wächst.
Was sind konkret die Aufgaben? Die sind sehr vielfältig: Singen und/oder Lieder mit einem Instrument begleiten, Bibelgeschichten erzählen, spielen oder vorführen, kreativ basteln und gestalten, Gruppenspiele und Gespräche leiten, gemeinsam beten und vieles mehr.
Viel Material vorhanden
Das Material zu allem bietet unser toller Erlebnisraum in der Gemeinde. Für die Lieder gibt es (sortiert) die Noten, eine Gitarre und ein Cajon. Die Geschichten finden sich in den Vorbereitungsmaterialien mit Gestaltungsvorschlägen und können in vielfältigster Form vermittelt werden. Da haben wir einiges zu bieten: Bibelkasperpuppen, Sandkiste und Kegelpüppchen, Fundus zum Verkleiden für Anspiele, Bilder, Filme und noch die kreativen Ideen der Mitarbeiter*innen, die z.B. ein Schattenspiel machen oder ihr Playmobil von zu Hause mitbringen. Der Kindergottesdienstschrank bietet noch einen großen Fundus an Kindergottesdienstmaterialien zum Nachschlagen und Anwenden sowie Kreativmaterial zum Malen, Falten, Formen, Bauen, Brennen, Schneiden, Kleben und vieles mehr.
Im Moment arbeiten wir mit dem Material „Kleine Leute Großer Gott“ vom SCM Verlag und mit „Kinderkirche“ vom Verlag Junge Gemeinde. Das Tolle: Man kann es sich online herunterladen oder aber man benutzt die gedruckte Version aus dem Kindergottesdienstschrank – so mache ich es. In den Materialien gibt es Hintergrundwissen, Vorschläge für den Einstieg, für Lieder, für das Gespräch danach, Bastel- und Spielideen und natürlich die Geschichte. Man kann sich streng danach richten oder auch eigene Ideen umsetzen.
Engagierte Mitstreiter*innen
Um alles zu koordinieren, trifft sich das Team 3x im Jahr zu einem gemütlichen inspirierenden Abend im Erlebnisraum, plant gemeinsam die Themen, tauscht sich zu den Erfahrungen aus und betet für die Arbeit.
Um den Kindergottesdienst am Sonntag vorzubereiten, sprechen sich jeweils zwei Mitarbeiter*innen ab, entweder persönlich, telefonisch oder per Mail. Wenn man das Material eins zu eins übernimmt, geht der Austausch sehr rasch. Wenn man es verändern will, braucht es etwas mehr Zeit, um sich einzulesen und abzusprechen.
Am Sonntag selbst treffen wir uns meist etwa eine halbe bis eine Stunde vor Gottesdienstbeginn, um den Raum vorzubereiten (Tische, Stühle wegräumen, Sitzteppiche auslegen), vielleicht das Anspiel durchzuproben, die Materialien vorzubereiten, die ausgewählten Lieder kurz durchzusingen und letzte Absprachen zu treffen.
Dann kann um 10 Uhr der Gottesdienst in der Kirche losgehen. Derzeit kommen meistens zwischen 8 und 15 Kinder zur Bartholobande. Wenn die Glocken nach dem Sonntagsgottesdienst läuten, ist auch der Kindergottesdienst vorbei und die Kinder werden abgeholt oder gehen ins Kirchencafé. Und ich auch, denn das Aufräumen geht schnell und dauert meist nicht länger als etwa eine Viertelstunde, falls man nicht gleich in Gespräche mit dem einen und oder der anderen rutscht.
„Hast du mitgekriegt, wie aufmerksam die Kinder bei der Geschichte waren, das haben wir toll hingekriegt. Ich stecke jetzt selber so gut im Thema drin, vielleicht bau ich es gleich noch in der Kinderkirche bei mir im Petrushort ein…..“
Wer das Ganze einmal live erleben will: Wir freuen uns über neugierige Jugendliche und Erwachsene, die sich die Bartholobande sonntags einmal anschauen wollen. Bei Fragen helfen auch gerne die Koordinatorinnen Anka Rappsilber und Conny Muntschick weiter. Und das nächste Treffen der Bartholobande-Mitarbeiter*innen findet am Mittwoch, den 13.05. um 20 Uhr statt – herzliche Einladung!
Christiane Arnold
22. Jan. 2020 | Gottesdienst, Kinder
Am kommenden Sonntag 26.01. treffen sich die Mitarbeiter*innen der Bartholomäuse für etwa 45 Minuten nach dem Kindergottesdienst im Kinderraum. Herzlich willkommen sind auch alle, die sich neu beim Kinderthema oder Predigtgespräch einbringen wollen. Bitte mitbringen: Terminkalender, Ideen, Fragen… Bitte schaut, ob eure Kinder in dieser Zeit außerhalb versorgt werden können.
Ich freue mich auf unsere Zusammenkunft und das Wiedersehen, den Austausch und das Miteinander.
Dorothea Vogel
04. Dez. 2019 | Allgemein, Kinder

Foto: Anka Rappsilber
Wenn es in der Phoebe oder auf der Webseite Interviews zu lesen gibt, ist das üblicherweise eins mit einer bestimmten Person. Das ist hier ein bisschen anders: Wir haben nämlich einmal mehrere Kinder aus der Bartholobande befragt. Die Bartholobande, das ist der Kindergottesdienst für alle ab 5 Jahre bis zur 5. Klasse. Aus Datenschutzgründen kürzen wir die Namen ab.
Kommt ihr eigentlich gerne zur Bartholobande und würdet ihr das euren Freunden weiterempfehlen?
Der Tenor ist ein einstimmiges „Ja“. Übrigens auch bei der Frage, ob die Eltern es gut finden, wenn die Kinder zum Kindergottesdienst gehen.
Warum kommt ihr gerne?
N (m, 6 Jahre): Ich verstehe hier die Geschichten besser als im Gottesdienst für die Großen.
A (m, 9 Jahre): Und es ist hier auch nicht so langweilig wie in der Kirche.
L (w, 8 Jahre): Ja, hier werden die Geschichten immer interessant erzählt.
C (w, 10 Jahre): Außerdem macht die Bartholobande Spaß, hier gibt es immer etwas zu lachen.
Und was mögt ihr besonders?
T2 (m, 8 Jahre): Die Geschichten, die im Sand vorgespielt werden. [Anmerkung: Im Erlebnisraum gibt es eine kleine transportable Sandkiste, in der mit einfachen Hilfsmitteln wie Tüchern und kleinen Figuren biblische Szenen dargestellt werden können.]
A: Ich mag es auch, wenn die Geschichten wie in einem Theaterstück vorgespielt werden.
C: Und ich finde es schön, wenn wir Geschichten gemeinsam nachspielen, ich also auch selbst mitspielen kann.
Gibt es auch etwas, das euch nicht so gut gefällt?
Auch hier gibt es wieder ein einstimmiges Votum: Das Singen.
Was ist eure Lieblingsgeschichte aus der Bibel?
A: David und Goliath, weil sie starke Kämpfer waren
R (m, 11 Jahre): Moses und der Auszug aus Ägypten
L: Maria und Josef
C: Und insgesamt die Weihnachtsgeschichte.
T1 (w, 9 Jahre): Ich höre gerne die Geschichten von Josef, zum Beispiel als er von seinen Geschwistern in den Brunnen gestoßen wurde.
T2 : Besonders spannend finde ich Daniel in der Löwengrube oder Jakob und Esau.
C: Ich finde es auch gut, dass viele von den Geschichten nicht mit so einem Happy End aufhören.
Wie ist Gott für dich?
T1: Wenn ich verzweifelt oder traurig oder in Not bin, dann bete ich und dann kommt irgendwie Hilfe.
Vielen Dank für eure Antworten!
Die Interviews führten Anka Rappsilber und Antje Steinhardt.
30. Okt. 2019 | Kinder

Grafik: Cornelia Büdel
Herzliche Einladung zum Kinderbibeltreff für Kinder im Grundschulalter: Treffpunkt ist jeweils um 15.30 Uhr in der Kirche.
- Mittwoch, den 13.11.
- Mittwoch, den 27.11.
In den Wochen dazwischen gibt es den Kinder-Fantasie-Treff: Treffpunkt ist jeweils um 15.30 Uhr im Gemeindehaus.
An den gleichen Tagen wie der Kinder-Fantasie-Treff findet auch der Kinderchor (ab 1. Klasse statt), jeweils um 15.00 Uhr im Gemeindehaus
Am Donnerstag wird wöchentlich um 14.00 Uhr Flöten für Kinder im Gemeindehaus angeboten.
In den Schulferien machen diese Angebote Pause.
09. Okt. 2019 | Kinder
Vor sechs Jahren begann ich mit dem kirchlichen Fernunterricht meine Ausbildung zur Prädikantin. Nach dem Abschluss kann die Kirche die „Befähigung zur freien Wortverkündigung“ erteilen. Ich darf damit selbstständig Gottesdienste halten und predigen.
Wenn ich das in kirchlichen Kreisen erzähle, leuchtet das Vielen ein. Predigen vor Erwachsenen, ihnen Gottes Wort zu verkündigen, ist offensichtlich anerkannt und wird gebraucht. Etwas andere Rückmeldungen erhalte ich aber, wenn ich auch von den BartholoMäusen erzähle. Das ist der Kindergottesdienst für die 0-2-Jährigen, die von einem Elternteil begleitet werden, und bei dem ich seit 2011 mitarbeite. Verkündigung für so kleine Kinder – geht das überhaupt? Ist das nicht nur Kinderbespaßung? Ich bin überzeugt: Ja, Verkündigung geht auch für die Kleinsten und bedeutet dennoch Spaß am Sonntagmorgen. Spaß und Freude an der Gemeinschaft und an Gottes Wort. Es nicht nur zu hören, sondern es zu begreifen, mit allen Sinnen zu erleben, zu besingen und immer wieder zu staunen. Und: Es gibt dabei verblüffend viele Gemeinsamkeiten mit dem Gottesdienst für Erwachsene.
Aber erst einmal zu den BartholoMäusen. Das Ritual an jedem Sonntag geht so: Nach dem gemeinsamen Beginn in der Kirche werden die Kinder gesegnet, bevor sie ins Gemeindehaus in ihre Gruppe gehen. Der Raum ist schon vorbereitet. Kissen liegen im Halbkreis aus. Jeder findet seinen Platz. Und dann geht es mit einer Klangschale los. Augenblicklich werden alle ruhig.
Gemeinsam werden zu Beginn stets die gleichen, einfachen Sätze gesungen. Auch die Hände und Füße werden gebraucht. Jedes Kind wird mit seinem Namen begrüßt. Und dann wird in das besondere Buch geschaut. Die Kinder werden gefragt: „Was ist das?“ Und dann rufen einige die Antwort: „Die Bibel!“
In der Kinderbibel mit vielen Bildern und Klappen gibt es viel zu entdecken. Und damit startet das Thema. Das kann eine Jesusgeschichte sein oder eine Erzählung aus dem Alten Testament oder etwas zur Schöpfung.
Spätestens jetzt ist die Anfangsruhe vorbei. Die Kinder stehen auf und wollen alles ganz genau anschauen und anfassen. Sie wollen begreifen und selber machen. Sie bauen gemeinsam Figuren auf oder den Stall von Bethlehem. Sie legen aus Steinen einen Weg oder mit Gras und Blumen eine Wiese. Die Kinder malen einen großen Regenbogen oder erkunden ihr Gesicht im Spiegel.
Dazu werden passende Lieder gesungen. Und manchmal wird getanzt und gehüpft. Dass Gottes Liebe wie ein Nest ist, erfahren die Kinder, indem sie in Decken hochgehoben werden. Oder sie rufen mit Jesus: „Sei still, Wind! Sei ruhig, Wasser!“, wenn es um die Sturmstillung geht. Und wie Jona im Wal fühlen sie sich, wenn sie durch einen Tunnel krabbeln.
Nach den vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ist es gut, wenn der vertraute Abschluss kommt. Alle setzen sich noch einmal auf ihre Kissen. Dann haben sie die Hände für Gebet und Segen frei. Mit vereinfachten Gebärden können auch schon die Kleinen das Vaterunser beten. Für den nächsten Sonntag wird sich mit dem Schluss verabredet: „Nun sagen wir auf Wiedersehn – bis nächsten Sonntag kurz vor zehn.“
So ganz anders ist es auch im Gottesdienst für die Erwachsenen nicht. Wir sitzen auf gepolsterten Stühlen, meist auf unserem Stammplatz. Nach dem Glockenläuten geht es los. Wir werden ruhig und hören auf das Vorspiel der Orgel. Am Anfang singen wir die wohlbekannte Liturgie. Aus der Bibel hören wir im Evangelium von Jesus und auch aus anderen Büchern des Alten und Neuen Testaments vertraute oder unbekannte Geschichten, die von Erfahrungen mit Gott erzählen. Und wir können uns darauf verlassen, dass nach der Predigt der vertraute Abschluss kommt. Mit Gebet und Segen endet der Gottesdienst.
Auch wenn sich die konkreten Themen und die Ausgestaltung der Verkündigung natürlich etwas unterscheiden – für mich kommt die Arbeit für beide Gruppen sowie für alle anderen in der Kirche aus der gleichen Quelle: Aus der guten Nachricht von Gott für uns, die hörbar und sichtbar in der Gestalt von Jesus Christus vom Himmel kam. Aus Gottes Wort, das sichtbar unter uns ist, immer weiter scheint, unser Leben und unseren Weg erhellt. Das gleichzeitig das Licht des unvergänglichen Lebens ist, an dem wir Anteil haben.
Diese gute Nachricht will ich weitersagen, anderen mitteilen – egal, ob groß oder klein, ob alt oder jung, mit einem ausgefeilten Predigtmanuskript oder mit Stofftieren und Holzfiguren. Denn Gott hat uns diese gute Nachricht gegeben, damit wir sie weitergeben. Wir sind ihre Zeugen geworden und können deshalb auch selbst Zeugnis geben von dem, was uns bewegt oder begeistert.
Und was begeistert Sie so, dass Sie es weitersagen wollen?
Dorothea Vogel