27. Aug. 2010 | Allgemein, Übergemeindliches
Unter der Überschrift „Luthers Deutsch und unser Beitrag“ findet vom 24. bis 26. September 2010 in Halle an der Saale der 1. Mitteldeutsche Kirchentagskongress statt.
Den Kern des Kongresses bildet die thematische Gruppenarbeit für Menschen, die ein besonderes Interesse am Thema haben und sich selbst aktiv beteiligen wollen. Die Überschriften für die drei Arbeitsgruppen sind Lutherliedern entnommen und lassen es an Deutlichkeit nicht fehlen: „Sind wir gar bald verloren?“ – Luthers Deutsch und die Kirchensprache. „Gib, dass nicht bet allein der Mund“ – Luthers Deutsch und die Sprache der Politik. „Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr!“ – Luthers Deutsch und die Sprache in Bildung und Medien.
Als öffentliches Rahmenprogramm finden Veranstaltungen statt, die das Thema in großer Vielfalt aufbereiten: der Festvortrag zu protestantischer Rede 500 Jahre nach der Reformation mit dem renommierten Journalisten und Sprachkritiker („Deutsch für Kenner“) Professor Wolf Schneider: „Was würde Luther dazu sagen?“; die Bibelarbeit „Am Anfang war das Wort“ mit Bischöfin Ilse Junkermann; Lesungen „Halle liest Luther Deutsch“ mit Tobias Grüterich, Andreas Montag, Detlef Opitz, Edelbert Richter und Thomas Rosenlöcher; ein Chorkonzert des Berliner Vokalkreises: „Für Kirche, Schule und Gasse“ – Musik der Leipziger Thomaskantoren; das Politische Nachtgebet mit Professorin Dr. Birgitta Wolff, der Kultusministerin von Sachsen-Anhalt, und Prälat Stephan Dorgerloh; der Festgottesdienst mit Oberkirchenrat Albrecht Steinhäuser und das Abschlusskonzert für Drums und Orgel mit Gerhard und Thomas Noetzel.
Auch die gewählten Veranstaltungsräume in Halle/Saale sind Programm:
Die Franckeschen Stiftungen, die katholische Kirche St. Moritz, die evangelische Marktkirche „Unser lieben Frauen“ und die evangelische Lutherkirche.
Programm zum Kirchentagskongress:
Freitag – 24. September
19.00 Uhr Franckesche Stiftungen, Freylinghausensaal, Franckeplatz 1
Eröffnungsveranstaltung „Luthers Deutsch und unser Beitrag“
mit Prof. Wolf Schneider (Journalist und Sprachkritiker, Starnberg) zum 1. Mitteldeutschen Kirchentagskongress in der Lutherdekade
Sonnabend – 25. September
9.00 Uhr Franckesche Stiftungen
Bibelarbeit „Am Anfang war das Wort“ mit Bischöfin Ilse Junkermann
10.30 bis 18.15 Uhr Franckesche Stiftungen: Lesungen lokaler Schriftsteller: „Halle l iest Luther Deutsch“
mit Tobias Grüterich, Andreas Montag, Detlef Opitz, Dr. Edelbert Richter, Thomas Rosenlöcher
19.30 Uhr St. Moritz-Kirche, An der Moritzkirche 8
Chorkonzert „Für Kirche, Schule und Gasse“ Musik der Leipziger Thomaskantoren mit dem Berliner Vokalkreis, Leitung: Johannes Raudszus
21.30 Uhr Marktkirche
Politisches Nachtgebet „Mitten wir im Leben sind“
mit Prof. Dr. Brigitta Wolf (Kultusministerin Sachsen-Anhalt) , Prälat Stephan Dorgerloh (EKD) und Pfarrerin Sabine Kramer
zum 1. Mitteldeutschen Kirchentagskongress in der Lutherdekade
Sonntag – 26. September
10.00 Uhr Lutherkirche, Damaschkestr. 100a
Festgottesdienst „Das Wort sie sollen lassen stahn“
mit OKR Albrecht Steinhäuser zum 1. Mitteldeutschen Kirchentagskongress in der Lutherdekade
MIT: Predigtnachgespräch, Imbissangebot und 12.30 Uhr KONZERT „DRUGAN“ mit Gerhard und Thomas Noetzel (Drums & Orgel)
Es handelt sich hierbei um das öffentliches Programm, welches kostenfrei angeboten wird.
weitere Informationen unter der Tel.Nr.: 036202-771791 oder 034673/799735
18. Aug. 2010 | Allgemein, Übergemeindliches
Die Evangeliumsgemeinde Halle e.V. und OM-Deutschland laden zum Strassenfest im Lichthaus ein.
Wo?: EHEM. „Lichtstudio“ in der Dreyhauptstrasse3 / Schülershof
Viel Spass!
http://lichthaus-halle.de/
http://www.evangeliumsgemeinde.de/
http://www.d.om.org/
28. Juli 2010 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Übergemeindliches
Darum werden wir nicht müde,
sondern wenn auch unser äußerer
Mensch verfällt, so wird doch der
innere von Tag zu Tag erneuert.
Denn unsere Trübsal, die zeitlich
und leicht ist, schafft eine ewige
und über alle Maßen gewichtige
Herrlichkeit. (2.Kor 4,16-17)
Wenn im Hamburger Hafen ein Schiff für die Überfahrt über die großen Meere ausgerüstet wird, dann werden zuerst die schwersten Lasten tief in den Laderaum gehievt. Dann kommt vielleicht eine Landratte daher und sagt: „Macht das Schiff nicht so schwer, das geht sonst unter.“ Aber der Kapitän entgegnet: “Im Gegenteil, wenn das Schiff leicht ist, liegt es wie eine Nussschale auf der Wasseroberfläche und wird beim ersten Sturm kentern. Aber wenn es schwer ist, liegt es tief im Wasser und kann durch die schlimmsten Stürme ruhig und unerschüttert hindurchpflügen.“
Woher kommt also die Stabilität des Schiffes? Vom Tiefgang. Woher kommt der Tiefgang? Von Lasten. Das ist in unserem Leben ähnlich. Wenn Gott unserem Leben Tiefgang geben will, lässt er Lasten zu oder darf man sagen, wählt er Lasten aus, die zuträglich und für uns passend sind. Allerdings geht er da nicht von unseren Maßstäben aus.
Sehr oft haben wir den Eindruck: Das ist zu viel! Vor allem, wenn wir mitten drin sind und unter Lasten leben müssen. Wenn eine Last einmal weggenommen ist und wir zurückschauen, fällt es uns leichter, dem Wort des Paulus zuzustimmen, das unsere Bedrängnis zeitlich und leicht ist.
Aus dem Blickwinkel der Ewigkeit gilt das für alle Lasten. In einer Predigt las ich: „Als ich ein kleines Kind war, hat meine Mutter einmal zu mir gesagt: Ich muss einkaufen gehen, ich bin in einer halben Stunde wieder da. Was wusste ich, was eine halbe Stunde ist? Gar nicht, ich hatte nur Angst. Aber Mutter zeigte auf die Küchenuhr, da war der große Zeiger gerade ganz unten. So sagte sie: Wenn der Zeiger ganz oben ist, bin ich wieder da. Mutter ging und ich saß unter der Küchenuhr und starrte auf den großen Zeiger. Ahnen sie, wie lange es dauerte bis der Zeiger auch nur um einen Strich weiterging! Und dann kamen noch 29 Striche. In meinem ganzen Leben ist eine halbe Stunde nicht wieder so lang gewesen.
Und nun meine Mutter, die einkaufen ging, wie muss sie gebangt haben: Hoffentlich sind nicht so viele Kunden vor mir, hoffentlich komme ich schnell voran und es verwickelt mich niemand in ein Gespräch. Mein Sohn wartet! Wie kurz war für meine Mutter diese halbe Stunde. Derselbe Zeitabschnitt für den einen gähnend lang, für den anderen viel zu kurz.
Es kommt nur auf den Blickpunkt an.“ So werden wir in der Ewigkeit feststellen, wie kurz die Zeiten waren, in denen Gott Lasten in mein Leben gelegt hat.
Aber wie schafft denn unsere Bedrängnis unter Lasten irgendeine Herrlichkeit? Ist es nicht so, dass die Lasten, die Menschen tragen müssen, gegen Gott sprechen? Wieso ist das ein barmherziger Gott, der Menschen solche Lasten zumutet? Hier hilft uns das Bild vom Tiefgang wieder. Die Lasten werden von oben in die Laderäume gehievt. Können wir unsere Lasten auch von oben her kommend aus seiner Hand ansehen und mit Gott in Verbindung bringen?
Ich weiß, dies ist nicht einfach und aus eigenem Vermögen unmöglich, besonders wenn menschliche Willkür und Schuld Ursache für solche Lasten sind. Trotzdem, wenn es geschenkt wird, dass wir unter Lasten an Gott festhalten, erfahren wir, dass er uns trägt mitsamt unseren Lasten und nicht selten zur rechten Zeit Entlastung schenkt. Dies bringt uns dem Ziel der „ewigen Herrlichkeit“ näher. Die Aufgabe besteht nun darin, zu entscheiden, was sind Lasten, die ich aus Gottes Hand annehme und gegen welche Lasten muss ich mich zur Wehr setzen. Hier ist Weisheit gefragt, die Gott im Gespräch mit ihm und ihm Gebet zu ihm schenkt. Das ist die tägliche Erneuerung des inneren Menschen. Für die Urlaubszeit wünsche ich Ihnen solche Erneuerung und Entlastung.
Ihr Pfr. R. Katzmann
21. Mai 2010 | Allgemein, Erwachsenenarbeit, Übergemeindliches
„Und als sie gebetet hatten,
erbebte die Stätte, wo sie
versammelt waren und sie
wurden alle vom heiligen Geist
erfüllt und redeten das Wort
Gottes mit Freimut.“ (Apg. 4,31)
Die Gemeinde kam kurz nach ihrer Geburtsstunde in Jerusalem in eine ernste Situation. Die politischen und religiösen Führer der Stadt drohten den Leitern der Gemeinde: „Dass sie von jetzt an zu niemanden mehr in dem Namen Jesu reden sollten.“ Die Zahl der Menschen, die sich zur Gemeinde hielten, war sehr angewachsen. Jesus wurde in aller Öffentlichkeit begeistert gefeiert. Menschen traten auf, die im Namen Jesu Heilung erlebt hatten. Zur Rede gestellt, bezeugten Petrus und Johannes vor dem versammelten Rat der Stadt: „Im Namen Jesu Christi von Nazareth, den ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, geschieht dies alles. In keinem anderen Namen ist sonst unter dem Himmel entscheidende Hilfe zu finden.“ Dieser Freimut der einfachen Leute beeindruckte die Verantwortungsträger der Stadt.
Andererseits hielten sie diese freudige Überzeugung für einen gefährlichen Wahn und sprachen Drohungen aus, falls in Zukunft irgendjemand über diesen Jesus ein Wort verliert. Ein schwerer Druck baute sich für die Gemeinde auf. Es wäre nahe liegend, wenn bei einer Gemeindeversammlung der Beschluss gefasst worden wäre: „Lasst uns, bis sich die Gemüter beruhigt haben, den Namen Jesus nicht mehr in der Öffentlichkeit aussprechen. Wir haben Versammlungsräume und Hauskreise, wo wir in Zimmerlautstärke den Namen unseres Herrn nennen und sogar besingen können. Wir haben doch mit dem Wachstum der Gemeinde schon viel erreicht. Lasst uns den Fortbestand der Gemeinde nicht aufs Spiel setzen.
Bringen wir uns lieber in die Diskussionen ein, wie wir soziale Gerechtigkeit herstellen und ermahnen alle immer neu, Gutes zu tun. Da ecken wir nirgends an.“ Eine solche Gemeindversammlung fand tatsächlich statt, aber deren Beschluss mündete ganz im Gegenteil in folgendem Gebet: „Herr, sieh an ihre Drohung und gib deinen Dienern, mit allem Freimut zu reden dein Wort. Strecke deine Hand aus, dass Heilungen und Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Dieners Jesus.“ Die Folge auf diesen mutigen Schritt hin war, dass die Freude des Geistes Gottes die Gemeinde erfüllte und der Freimut der Verkündigung anhielt.
Auch heute ist die Kirche in einer ernsten, ja bedrohlichen Situation. Doch nicht die Meinung führenden Medien stellen die Bedrohung dar. Es sind die eigenen Fehler im Umgang mit schuldig gewordenen Funktionsträgern der Kirche, die unser Zeugnis in der Öffentlichkeit unglaubwürdig machen. Die kleine Akzentverschiebung, die in der oben skizzierten Meinungsbildung so verständlich erschien, legte den Schwerpunkt auf das Anliegen: „Lasst uns die Kirche erhalten!“ Diese Einstellung führt nur zu überforderten, ausgebrannten Funktionsträgern, auf deren Versagen sich die öffentliche Meinung stürzt. Nicht tadellose Eliten oder wendige Kirchenpolitiker sichern den Bestand der Gemeinde.
Es geht vielmehr darum: „Lasst uns die Kirche mit ihren geschützten Räumen und ihrer eigenen Politik der Vertuschung aufgeben und mutig für das Evangelium eintreten. Schuld und Versagen muss benannt werden und hat Folgen. Gott baut im Namen Jesu Kirche mit zerbrochenen, unvollkommenen Menschen. Gottes Geist wirkt zur Vergebung und Entlastung und schenkt gern und sofort Freude und Freimut. Wir haben die Wirksamkeit des Geistes Gottes erfahren und können zurückkehren zur positiven Motivation der Gemeinde: „Wir können es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“
Ihr Pfr. R. Katzmann
06. Mai 2010 | Allgemein, Übergemeindliches
Am 19. Februar 2010 wurde nach einem längeren Auswahlverfahren der neue Superintendent des Kirchenkreises Halle-Saalkreis gewählt, der im Juni 2010 die Nachfolge von Superintendent Manser antreten wird.
Zur Wahl hatten sich Herr Harrak aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche Oldenburg, Frau Mühlig aus der Evangelische Kirche Mitteldeutschland (Jena), Herr von Campenhausen (Evangelische Kirche Berlin, Brandenburg, niederschlesische Oberlausitz) und Herr Kant aus der Evangelische Kirche Mitteldeutschland (Wernigerode) gestellt. Alle hatten sich zuvor in Predigten im Kirchenkreis vorgestellt.
Die Lebensläufe aller Kandidaten waren sowohl durch den Dienst im Pfarramt als auch durch eine längere Mitarbeit in Verwaltungsgremien der Kirche geprägt.
Allen Bewerbern war gemeinsam, dass sie Kirche mehr in das öffentliche Bewusstsein rücken wollten. Zwei der Bewerber zeichneten sich zudem in ihren Vorstellungen dadurch aus, dass sie offen für das Wachsen des Reiches Gottes eintraten und sich nicht mehr mit der Vorstellung des „fröhlichen Schrumpfens“ der Kirche abfinden wollten.
Als neuer Superintendent wurde im 3. Wahlgang mit 2/3 Mehrheit Herr Kant gewählt.
Erstaunlich war, dass immerhin ein Drittel der anwesenden Synodalen sich auf einen „Kurs“ des offensiven Gemeindewachstums und der inneren und äußeren Mission einlassen wollte.
Für uns als Gemeinde ergibt sich die Frage, ob wir auf diesem Gebiet nicht mit anderen Gemeinden außerhalb der offiziellen Gemeindeverbünde zusammenarbeiten wollen. So wie uns in Bartholomäus von Gott die Gabe des Aufnehmens von Familien geschenkt wurde, gibt es andere, wachsende Gemeinden in unserer Stadt, die z.B. für Zuziehende oder für Musikinteressierte interessant und offen sind. Mit ihnen könnte man in der Stadt vielen Menschen eine neue Heimat im Reich Gottes geben und Gottes Wort durch „Spezialisierung und Kooperation“ weiter in die Welt tragen.
In diesen Kontext könnte auch die Gemeindepflanzung in Heide-Süd gehören, wofür sich sicherlich im Kirchenkreis auch offene Herzen finden lassen.
Dr. Jürgen Biewald Synodaler der Gemeinde und Mitglied im Kreiskirchenrat
07. März 2010 | Allgemein, Übergemeindliches
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Das GemeindeFerienFestival SPRING findet 2010 zum 12. Mal statt.
http://www.gemeindeferienfestival.de