Neuigkeiten & Aktuelles
Seniorentreff am 11. Dezember
Herzliche Einladung zum Seniorentreff am Donnerstag 11. Dezember 2025 um 14.30 Uhr. Wir begehen unsere Weihnachtsfeier mit Krippenspiel der Bartho-Kita.
Gottesdienst am 7. Dezember
10.00 Uhr
2. Advent
Abendmahlsgottesdienst
Ralf Döbbeling
Wir planen, den Gottesdienst auf YouTube zu streamen.
Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden im Turmraum statt.
Informationen zu den Kindergottesdiensten
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung vor dem Altar zusammen ins Gemeindehaus.
- Bartholomäuse (Kinder von 0 bis 3 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
- Maximäuse (Kinder von 4 bis 6 Jahren): findet regulär statt
- BartholoBande (Kinder ab dem Grundschulalter): findet regulär statt
Kollektenzwecke
Die Reihensammlung geht an unsere eigene Gemeinde. Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang ist für den Orgelfonds der EKM bestimmt. Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, die Orgeln in der EKM zu erhalten. Herzlichen Dank für Ihre Gabe!
3 Fragen…zum Chor
Wie häufig probt der Chor und wie viele Choreinsätze gibt es?
Wir proben regulär immer donnerstags um 19.30 Uhr im Saal des Bartholomäus-Gemeindehauses, außer in den Schulferien. Ausnahmen davon gibt es, wenn wir etwa ein gemeinsames Projekt mit dem Heilig-Kreuz-Chor oder mit dem Orchester haben. Außerdem haben wir jedes Jahr ein Proben-Wochenende.
Choreinsätze gibt etwa alle zwei Monate, in der Weihnachtszeit gibt es mehr Termine.
Wie gut muss man singen können, um beim Chor mitzumachen?
Zum Chorsingen ist das Hören können fast noch wichtiger als das Singen können, aber beides wird geübt.
Warum sollte man unbedingt beim Chor dabei sein?
Man kann etwas zur Gemeindearbeit beitragen und ist in einer bunten Gemeinschaft. Singen macht glücklich, andere und die Sängerin/ den Sänger selbst!
Die Fragen beantworteten Gerhard Wand und Uta Fröhlich.
Adventsbasar im Steilen Berg
Im Rahmen des Giebichensteiner Adventskalenders findet am Freitag 12. Dezember von 16 bis 20 Uhr ein Adventsbasar im gemütlich geschmückten Innenhof des Gründer:innenhaus Steiler Berg statt. Neben der Möglichkeit, weihnachtliche Geschenke, Dekoration, Schmuck, Papeterie und Kunst zu erwerben, lädt das Haus zum vorweihnachtlichen Beisammensein am Feuer mit Live-Musik und Punsch ein.
Zwischen Schmalzbrot und Intercity
Es ist 7 Uhr morgens im Hauptbahnhof Halle. In den Gängen des Bahnhofs geht es schon rege zu und in der Bahnhofsmission beginnt der Dienst. Die blaue Weste wird übergestreift, denn zuerst müssen die Spenden aus den Bäckereien im Bahnhof abgeholt werden: Brötchen und süßes Gebäck, die später auf den Tellern unserer Gäste landen. Wir machen Frühstück, schmieren Brötchen, kochen Tee und Kaffee für alle Menschen, die den Weg zu uns finden.
Die Gründe dafür sind vielfältig und müssen nicht offengelegt werden. Krankheit, Einsamkeit, Armut und Wohnungslosigkeit sind aber für unsere Gäste Realität. Wir wollen ein Schutzraum sein, ganz praktisch vor Hunger und Kälte, aber auch vor Ausgrenzung und Entwürdigung.
Und während in der Bahnhofsmission gegessen, getrunken, geplaudert, gescherzt, geschimpft und getröstet wird, sind wir auch auf den Bahnsteigen und im Bahnhof unterwegs. Es wird wirklich nicht langweilig, denn wir helfen am Zug mit dem Kinderwagen oder Rollator, wir begleiten unsichere Zugfahrende beim Umsteigen, hieven Koffer in den Zug, führen angemeldete Reisehilfen durch, geben Auskünfte und überbrücken die Wartezeit mit einem Gespräch – und das zum aller größten Teil ehrenamtlich.
Die Bahnhofsmission ist ein Ort der Begegnung, wo Nächstenliebe ganz praktisch wird. Sie zeigt: Hilfe beginnt oft im Kleinen – mit einem offenen Ohr, einem heißen Tee und der Gewissheit, dass niemand allein gelassen wird.
Solveig Kraft
Advent in Petrus
Die Petrusgemeinde lädt herzlich zu zahlreichen Adventsaktivitäten ein.
Samstag 29. November
18 Uhr Andacht zum Einläuten des Advents „Lacht hoch die Tür“,
anschließend Gemütlichkeit drinnen und draußen
Sonntag 30. November
Petrus und Bartholomäus feiern gemeinsam Familiengottesdienst (Bartholomäuskirche), anschließend Adventsnachmittag
Freitag 5. Dezember
16 Uhr Literaturcafé
Freitag 12. Dezember
16 Uhr Basteln und Vorlesen
Freitag 19. Dezember
16 Uhr Krippenspiel der Eltern
Gottesdienst am 30. November
15.00 Uhr
1. Advent
Familiengottesdienst
Constance Müller und Team
Wir planen, den Gottesdienst auf YouTube zu streamen.
Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden im Turmraum statt.
Informationen zu den Kindergottesdiensten
- Bartholomäuse (Kinder von 0 bis 3 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): entfällt wegen Familiengottesdienst
- Maximäuse (Kinder von 4 bis 6 Jahren): entfällt wegen Familiengottesdienst
- BartholoBande (Kinder ab dem Grundschulalter): entfällt wegen Familiengottesdienst
Kollektenzwecke
Die Reihensammlung geht an unsere eigene Gemeinde. Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang ist für die Arbeit der Schnitte des CVJM e. V. bestimmt. Herzlichen Dank für Ihre Gabe!
Angedacht: Ein zeitloses Thema
Ich möchte über die Ewigkeit schreiben und mir stehen dafür unendliche 2700 Zeichen zur Verfügung. Sie werden sagen: Willkommen im Club. Denn uns allen stehen für die Beantwortung der großen Fragen nur eine begrenzte Anzahl von Jahren zur Verfügung.
Uns sei die Ewigkeit ins Herz gelegt, behauptet der Prediger im hebräischen Teil unserer Bibel. Doch was nützt uns das, um von der Ahnung zur Gewissheit zu kommen? Angesichts der ganzen Eitelkeit, Ungerechtigkeit und Vergänglichkeit, die die jetzige Zeit begrenzen und bestimmen, ist das ein relativ winziger Trost für ein Leben. Die Ewigkeit scheint uns nicht nur die große Verheißung auf einen Ausgleich oder gar eine Erfüllung für das kurze irdische Dasein zu sein, sondern sie ist zugleich in fragende Skepsis gehüllt.
Wie stellen wir uns die Ewigkeit vor? Sie könnte die Fortsetzung des jetzt Begrenzten in der Unendlichkeit sein. Das wünschen wir uns nicht, oder?! Da wird es dieselben Phasen der Langeweile und des Überdrusses geben wie schon jetzt. Wir genießen das Jetzt nicht nur, sondern leiden auch oft daran. Es müsste sich in Ewigkeit auch einiges ändern.
Es könnte, zweiter Versuch, ein Ruhen sein, ein Eingefroren sein, bis ein besseres Morgen durch die Entwicklung der Menschheitsgeschichte entstünde. Da habe ich ehrlich gesagt, wenig Hoffnung, dass mich die Forschung jemals wieder auftaute.
Dann könnte es sein, dass es vielleicht gar kein zukünftiges Leben wäre, sondern ein momentanes. Ein ewiges Leben vor dem Tod. Ewigkeit in der Zeit. Das wäre dann Definitionssache: Wie Hölderlin bescheiden und glücklich sagt, dass er mehr nicht erwartet, als dass er einmal den richtigen Ton getroffen und das heilige Lied gesungen habe. Die Ewigkeit ist somit im Nu wieder vorbei. Genügsam bliebe Zeit für vieles andere. Wir müssen zufrieden sein, solche Momente genossen zu haben, stimmen viele dem Dichter zu.
Ich glaube, dass die Ewigkeit als Ahnung nicht nur im November, wenn so viel über Dunkel und Tod getrauert wird, ein starkes Gegengewicht darstellt. Sie ist mir nicht nur in zeitlicher Hinsicht Trost und Verheißung, sondern sie stellt in Aussicht, dass die vergänglichen und unvollkommenen Dinge des Lebens noch fertig werden. Während ich mich jetzt wie in einem blinden Spiegel sehe, werde ich in Ewigkeit in ein klares Bild meiner selbst verwandelt werden. Die roten Fäden werden letztlich doch verknüpft.
Und so wird auch die erschreckend unvollkommene Welt in Ewigkeit noch einmal neu. Die Ewigkeit hat auch in meinem Herzen diese Dynamik zu einem schöneren Bild des jetzigen Zustands. Und von dem wird die große Qualitätskontrolle wieder sagen: Was ich sehe, ist sehr gut! Bis dahin ist es noch weit, aber ich habe schon 33 Zeichen zu viel!
Ralf Döbbeling
Offener Bibelleseabend am 20. November
Der Offene Bibellesekreis ist ein Angebot, ohne Vorbedingungen und Vorwissen gemeinsam Texte aus der Bibel zu lesen und darüber zu reden – frei nach Kol. 3,16: „Das Wort des Christus wohne reichlich in euch“. Das gemeinsame Lesen soll Interesse am Wort der Bibel wecken und Freude bereiten. Wer Interesse hat, einen frischen Zugang zur Bibel sucht oder einfach neugierig ist, der sei herzlich eingeladen. Die eigene Bibel kann gerne mitgebracht werden, es sind aber auch Bibeln vorhanden.

Foto: Roggendorf
Ansprechpartner: Sigrid und Hans Roggendorf
Das nächste Treffen ist am Donnerstag, den 20. November (19.30 Uhr bis ca. 21.00 Uhr) im Gemeindehaus. Wir lesen gemeinsam aus der Bergpredigt Matthäus 7, V. 15–27(29).
Herzliche Einladung!
Gottesdienst am 23. November
10.00 Uhr
Ewigkeitssonntag
Predigtgottesdienst
Ralf Döbbeling
Wir planen, den Gottesdienst auf YouTube zu streamen.
Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden im Turmraum statt.
Informationen zu den Kindergottesdiensten
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung vor dem Altar zusammen ins Gemeindehaus.
- Bartholomäuse (Kinder von 0 bis 3 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
- Maximäuse (Kinder von 4 bis 6 Jahren): findet regulär statt
- BartholoBande (Kinder ab dem Grundschulalter): findet regulär statt
Kollektenzwecke
Die Reihensammlung geht an unsere eigene Gemeinde. Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang ist für zwei Arbeitsbereiche der Diakonie Mitteldeutschland bestimmt: die Hilfe für Wohnungslose und die Bahnhofsmission. Herzlichen Dank für Ihre Gabe!
Männerstammtisch am 17. November
Liebe Männer,
am kommenden Montag, dem 17. November treffen wir uns wieder um 20 Uhr in der Gosenschänke.
David Schneider bringt uns ein Thema mit: Relativieren kann man lernen. Manchmal nehmen wir das Leben und uns selbst zu ernst. Wir planen, kontrollieren und kämpfen – und vergessen dabei, einfach zu sein. Doch was passiert, wenn wir lernen, Dinge zu relativieren und das Leben mit mehr Vertrauen und Gelassenheit zu betrachten?
An diesem Abend wollen wir gemeinsam über das Loslassen, Vertrauen, den Blick auf das Wesentliche und die Kunst, Dinge auch mal einfach laufen zu lassen, sprechen. Der Impuls „Relativieren kann man lernen“ lädt uns ein, über Sinn, Kontrolle und die Kunst des Lebens im Moment nachzudenken – mit einem Blick in die Bibel und auf unsere eigenen Erfahrungen.
Komm vorbei, bring deine Gedanken mit und lass uns bei einem Getränk über das große kleine Wunder des Lebens reden. Wir freuen uns auf euch.
David und Reinhard
Lobpreisabend im November
Herzliche Einladung zum Lobpreis in der Bartholomäusgemeinde!
Samstag, den 22. November um 19.30 Uhr im Großen Saal
„Lasst uns … aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens.“ (aus Hebräer 12, 1-2)
Das wollen wir gemeinsam im Lobpreis tun:
Uns ausrichten auf IHN, der unser Retter und Erlöser ist, treu und gerecht und voller Liebe für uns.
„Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ (Hebräer 13,8)
Hanna Hager
Gottesdienst am 16. November
10.00 Uhr
Vorletzter Sonntag im Kirchenjahr
Abendmahlsgottesdienst mit Taufe
Gottfried Muntschick
Wir planen, den Gottesdienst auf YouTube zu streamen.
Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden im Turmraum statt.
Informationen zu den Kindergottesdiensten
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung vor dem Altar zusammen ins Gemeindehaus.
- Bartholomäuse (Kinder von 0 bis 3 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
- Maximäuse (Kinder von 4 bis 6 Jahren): findet regulär statt
- BartholoBande (Kinder ab dem Grundschulalter): findet regulär statt
Kollektenzwecke
Die Reihensammlung geht an unsere eigene Gemeinde. Die Kollekte in den Holzschalen am Ausgang ist an diesem Sonntag für die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste bestimmt. Herzlichen Dank für Ihre Gabe!
St. Martin: Laternenumzug am 11. November
Herzliche Einladung zum diesjährigen St.-Martins-Fest!
Wir starten am Dienstag 11. November um 16.30 Uhr in der Bartholomäuskirche mit einem St.-Martins-Stück und ziehen dann mit unseren Laternen durch Reichardts Garten. Der Umzug endet auf dem Gemeindehof mit Martinshörnchen und einem warmen Getränk. Bitte bringt dafür eigene Becher mit und zieht euch warm an.
„Ein Ort, wo wir uns einbringen können“
Bettina und Markus Kosewähr gehen seit etwa einem Jahr regelmäßig zur Abendkirche. Im Interview erzählen sie von ihren Erfahrungen.
Was passiert typischerweise bei der Abendkirche?
Markus: „Typischerweise“ gibt es bei der Abendkirche nicht. Wir haben immer wieder Auswertungstreffen und überlegen dann, was gut war und was in eine andere Richtung gehen könnte. Gute Erfahrungen haben wir mit dem Abendgebet gemacht, einem liturgischen Gebet im Wechsel. Manchmal gibt es dazu Lieder, manchmal aber auch nicht. Bewusst haben wir zwei Elemente aus dem Morgen-Gottesdienst dabei: Den Wochenpsalm und das Evangelium. Es ist uns wichtig, dass es Verbindendes gibt.
Bettina: Ein immer wiederkehrendes Element ist das gemeinsame Essen. Am Anfang war es so, dass wir mit dem Essen begonnen haben. Wir hatten aber den Eindruck, dass das manche Besucher herausgefordert hat, weil da schon ganz viel soziale Interaktion passiert. Jetzt ist es umgekehrt: Wir starten mit dem Abendgebet im Stuhlkreis und im Anschluss essen wir. Manchmal besprechen wir dann auch noch einen Impuls aus dem Abendgebet und versuchen, uns persönlich auszutauschen. Es ist für uns wichtig, dass wir ein Ort sind, wo wir füreinander beten und einander an Herausforderungen teilhaben lassen können.
Was ist für euch der wichtigste Unterschied zwischen der Abendkirche und einem Hauskreis?
Markus: Ein Hauskreis hat einen festen Kern, die Fluktuation ist viel niedriger. Und die Abendkirche ist sehr offen: Alle, die kommen möchten, sind willkommen, es gibt aktuell nur einen relativ kleinen festen Kern.
Bettina: Die Abendkirche soll wachsen und es ist erwünscht, dass man Menschen mitbringt.
Wie viele Menschen kommen zur Abendkirche?
Markus: Es wechselt stark. Wir waren schonmal über 20 Personen, letztes Mal waren wir zu fünft. Aber es waren auch noch Semesterferien, vielleicht waren viele Studierende nicht in Halle.
Sind Studierende oder junge Erwachsene die eigentliche Zielgruppe der Abendkirche?
Bettina: Eine bestimmte Zielgruppe haben wir nicht, es ist wirklich die ganze Gemeinde. Ich finde es am schönsten, wenn da alle Generationen sind. Zur Abendkirche kommen auch Familien mit kleinen oder größeren Kindern.
Was zieht euch am meisten an der Abendkirche an?
Markus: Für mich ist es der familiäre Rahmen. Ich komme nicht aus der traditionellen Kirchenumgebung: Meine Eltern waren entkirchlicht und meine ersten Kontakte waren in einem freikirchlichem Umfeld. Einen Gottesdienst in einem Kirchengebäude empfinde ich oft als distanziert. Da kommt es mir entgegen, dass die Abendkirche häufig Gemeindehaus stattfindet.
Mir gefällt es auch sehr, dass ich die Möglichkeit habe, die Abendkirche mitzuprägen. Und die Beziehungspflege untereinander ist direkt verknüpft mit dem, was wir im Abendgebet erleben – es ist nicht so stark getrennt, wie ich Morgengottesdienst und Kirchencafé empfinde.
Bettina: Die Abendkirche ist für uns ein Ort, wo wir uns einbringen können: kulinarisch oder mit einem Input oder Worship. Sonntags in den Gottesdienst zu gehen bedeutet für mich nie: Ich setze mich mal hin und bekomme etwas. Natürlich wünsche ich mir auch eine Gottesbegegnung, aber ich habe nicht so sehr den Konsumgedanken. Als wir von der Abendkirche gelesen haben, hat sich für uns eine Tür geöffnet.
Wie passt die Abendkirche in eure Gottesdienst-Biografie?
Bettina: Ich komme aus Weimar aus einer sehr normalen lutherisch-evangelischen Kirche. Zehn Jahre habe ich in den Niederlanden gelebt und war dort in der reformierten Kirche. In der Schweiz habe ich in der Vineyard Bern mein Zuhause gefunden. Das ist eine Laienbewegung innerhalb der reformierten Landeskirche in der Schweiz im Kanton Bern, aber es fühlt sich an wie eine Freikirche: sehr charismatisch, aber nicht abgehoben. Im Gottesdienst gibt es eine Predigt, aber auch viel Unerwartetes und Kreatives, etwa Tänze. Und das Gebet für den Nächsten ist ganz zentral.
Markus: Vineyard Bern ist meine Heimatgemeinde und wir haben mit der Gemeindeleitung in verschiedenen Ländern Kirchen auf fast allen Kontinenten besucht. Dort haben wir bewusst geschaut: Wie werden dort Gottesdienste gestaltet? Da habe ich ein sehr breites Spektrum erlebt.
Für mich entspricht die Abendkirche meinem persönlichen Verständnis von Kirche: Die findet dort statt, wo sich Menschen treffen. Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob Zielgruppenorientierung gut ist oder nicht. Meiner Erfahrung nach versuchen Kirchen dann, sich gegenüber andere abzuheben. Und das führt schnell in die Falle: Wir sind besser als die anderen. Das habe ich im Ansatz immer als sehr verletzend empfunden. Denn für mich sind Kirche wir alle: Egal, ob wir jetzt in die Bartholomäuskirche gehen oder in eine Freikirche oder nur in einem Hauskreis sind. Dort, wo sich Menschen treffen und Jesus und seine Gemeinschaft im Zentrum stehen, das ist Kirche für mich. Deshalb ist es mir unglaublich wichtig, dass wir in der Landeskirche sind. Man kann Kirche nur mitgestalten, wenn man mitten drin ist, sich mit dem einbringt, was man hat.
Seht ihr die Abendkirche als Alternative zum Morgengottesdienst? Und ist das etwas Trennendes für die Gemeinde?
Markus: Ich gehe auch gerne in den Morgengottesdienst. Deshalb würde ich eher sagen: Die Abendkirche ist eine Ergänzung für Menschen, die den Sonntag noch auf eine andere Art ausklingen lassen wollen.
Bettina: In der Vineyard Bern hatten wir sonntags drei Gottesdienste. Und ich habe das immer als eine große Gemeinde empfunden, nie trennend, sondern ergänzend.
Markus: Wir haben aber auch überlegt: Was verbindet uns? Wodurch können wir sagen, es sind nicht drei Gemeinden, sondern eine Gemeinde, die zu drei verschiedenen Zeiten und mit etwas anderen Elementen Gottesdienst feiert?
Wie habt ihr diese Frage in Bern beantwortet?
Markus: Wir haben uns in allen Gottesdiensten auf die Frage ausgerichtet: Was bewegt das Land, unsere Umgebung? Manchmal hat auch die gleiche Person in allen drei Gottesdiensten gepredigt. Und unsere Bands haben eigene Lieder geschrieben, die in allen Gottesdiensten gesungen wurden. Letztlich waren die Werte verbindend: Die Gemeinde lebt Barmherzigkeit in die Welt hinaus. Das war in allen drei Gottesdiensten sichtbar.
Bettina: Es gab auch andere verbindende Elemente, etwa Feste, die Kirchenzeitung „Erlebt“ oder die Social-Media-Kanäle, in denen alle vorkamen, oder große Freizeiten. Das hat mir total geholfen, uns als eine Gemeinde zu erleben.
Gäbe es für Bartholomäus ein Element, das der Morgengottesdienst aufgreifen könnte, um sich stärker mit der Abendkirche zu verbinden?
Markus: Ich fände es spannend, wenn sich der Einzelne wie bei der Abendkirche auch im Morgengottesdienst mehr einbringen könnte. In meiner Zeit bei Vineyard Bern hatten wir zum Beispiel immer wieder im Gottesdienst eine offene Gebetszeit. Ich weiß aber auch, dass sich manche Menschen dabei gehemmt fühlen und es dann doch immer wieder nur die gleichen sind, die beten. Für Bartholomäus weiß ich nicht, ob das Thema jetzt gerade dran ist.
Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Abendkirche?
Bettina: Ich würde mir sehr wünschen, dass es eine bunte altersgemischte Gruppe wird, gerne auch mit noch mehr älteren Menschen. Und dass wir eine stimmige Form finden, die persönlich ist, ohne Menschen zu nahe zu treten: eine sichere Atmosphäre, in die man gerne kommt.
Die Fragen stellte Iris Hinneburg.
Predigten
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