Neuigkeiten & Aktuelles

Angedacht: Gute Aussichten

Foto: Johanna Olm

Runter vom Sofa und hinein in die Welt. Sich herumtreiben und erkunden, wie weit der Horizont noch entfernt ist. Viele von uns haben jetzt das Bedürfnis, so weit zu laufen, wie es nur irgend geht. Die Enge zu verlassen, viel draußen zu sein und Menschen zu treffen. Es fühlt sich frisch an, wie eine neue Freiheit. Heiß ersehnt. Kollektiv haben wir eine Erfahrung gemacht, die uns unerwartet mit Menschen über Länder und Kontinente, über Milieus und Schichten hinweg verbunden hat, auch wenn die Schwierigkeiten ungleich verteilt waren.

Und das Bedürfnis ist nun, die Weite zu genießen. Die Schwere, das Leid, die Angst zu vergessen und in Richtung der guten Aussichten zu streben. Weit, weit weg von all dem Dunklen in ein neues Licht. Zum Glück wird es Sommer. Zum Glück haben die Cafés und Biergärten wieder geöffnet. Zum Glück könnten wir verreisen. Nur der Horizont scheint die Grenzlinie zu sein und die verrückt sich ja stetig, wie wir alle wissen, abhängig davon, wo unser Standpunkt ist. Es sind gute Aussichten, dass wir unsere Horizonte erweitern können und vielleicht wollen wir jetzt auch gar nicht mehr dahin zurück, von wo alles im vergangenen Jahr losgegangen ist, bevor das alles über uns kam. Nicht nur Horizonte verschieben sich, sondern auch unser Standpunkt hat sich verändert. Wir wollen nicht voraus in die Vergangenheit ante Coronam.

Und doch ahnen wir, dass uns mit dem mitwandernden Horizont trotzdem eine Bestimmung begleitet. Wie ein Schatten. Wir sind Menschen. Begabt, begrenzt, gefährdet. Aufeinander angewiesen. Bedürftig nach Essen, Trinken, Schutz, Liebe, Vergebung. Und vielleicht hat sich unser Horizont
dahingehend geweitet, dass wir das Einengende nicht mehr ausgrenzen müssen. Wir wissen schmerzlich, wie verletzlich das Leben ist und wie sehr wir auf der Welt mit anderen verbunden sind.

Das Bild von Johanna Olm zeigt nicht irgendein Sofa auf irgendeiner Wiese, sondern im Oderbruch, an einem Grenzfluss. Auch unsere neue Freiheit wird an Grenzen stoßen. Wir brauchen Toleranz
und tragen Verantwortung. Wir schauen hinüber und beginnen, mit anderen zu fühlen. Sie sind uns ähnlicher als wir vielleicht dachten. Wir möchten mit ihnen das neu empfangene Geschenk des Lebens teilen. Gute Aussichten menschlicher zu werden.

Pfarrer Ralf Döbbeling

Senioren-Gemeindetreff am 26.08.

Wir laden herzlich ein zum Senioren-Gemeindetreff am Donnerstag, den 26.08.2021  um 15 Uhr im Großen Saal.

Thema: „Der Festumzug zur 1000-Jahr-Feier der Stadt Halle im Jahr 1961“. Referent ist Werner Schönfeld.

Offener Bibelleseabend

Foto: Roggendorf

Zum Vormerken: Der offene Bibelleseabend startet wieder am Donnerstag den 09. September ab 19:30 Uhr.

Diesmal treffen wir uns wieder im Gemeindehaus, sodass jeder der Lust hat, auch unangemeldet reinschneien kann. Was wir lesen, werden ist noch in Planung und wird rechtzeitig angekündigt.

Für alle, die längerfristig planen, hier auch schon die weiteren Termine im 2. Halbjahr:

  • 07. Oktober 2021
  • 04. November 2021
  • 02. Dezember 2021

 

Gottesdienst am 25.07.

Foto: Iris Hinneburg

10.00 Uhr
8. Sonntag nach Trinitatis
Literaturgottesdienst
Samuel Hüfken

Wir planen, den Gottesdienst live auf YouTube zu streamen.

Bitte in allen Gottesdiensten die aktuellen Hygiene-Regeln beachten!

Wir empfehlen, per Corona-Warn-App in den Gottesdienst einzuchecken. Bitte weiterhin im Gottesdienst Maske tragen.

Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden unter Beachtung von Hygieneregeln statt, je nach Wetterlage im Freien auf dem Kirchhof (Nähe Südausgang) oder im Turmraum.

Nach dem Gottesdienst herzliche Einladung zum Kirchencafé! Bitte erst am Platz die Maske abnehmen.

Informationen zu den Kindergottesdiensten:
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung (am Platz durch die Eltern) zusammen ins Gemeindehaus.

  • Bartholomäuse (Kinder von 0-2 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): Sommerpause bis inkl. 22.08.
  • Maximäuse (Kinder von 3-4 Jahren): entfällt in den Sommerferien
  • BartholoBande (Kinder ab 5 Jahren bis zur 5. Klasse): entfällt in den Sommerferien

Die Kollekte am Ausgang in den Holzschalen wird für ein Projekt gesammelt, das der GKR festlegen kann. Bitte achten Sie dazu auf die Ansagen am Ende des Gottesdienstes.

Herzlichen Dank für Ihre Gabe!

Digitale Kollekte
Wenn Sie nicht am Gottesdienst teilnehmen können, aber trotzdem spenden wollen, können Sie das über Paypal tun, dort ist ein Konto für unsere Gemeinde eingerichtet. Diese Spende wird der Reihensammlung (Kollektenbeutel am Ausgang)hinzugefügt.

Geltende Hygiene-Regeln der Bartholomäus-Gemeinde

Stand 10.07.2021

Mit den Hygiene-Regeln wollen wir unsere Mitmenschen schützen und auch Risikogruppen die Teilnahme am Gemeindeleben ermöglichen.

Allgemein gilt:
Wenn Sie Fieber oder Erkältungssymptome haben, verfolgen Sie den Gottesdienst bitte zu Hause im Livestream und verzichten Sie auf die Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen.

Wenn Sie niesen oder husten müssen, benutzen Sie ein Taschentuch oder halten Sie die Ellenbeuge vor Nase und Mund, nicht die Hand.

Masken
Masken müssen überall dort getragen werden, wo ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Bei Masken ist ein medizinischer Mund-Nasenschutz (FFP-2-Maske oder OP-Maske) erforderlich. FFP-2-Masken mit Ventil oder Plastikvisiere statt Maske sind nicht zulässig.

Singen ohne Maske ist derzeit möglich, wenn in den Räumen und im Freien 2 Meter Abstand eingehalten werden. Wo dies nicht möglich ist, muss mit Maske gesungen werden.

Gottesdienste
Da im Gottesdienst der Mindestabstand nicht überall eingehalten werden kann, besonders nicht beim Singen, tragen alle eine Maske. Mitwirkende sind bei Ausübung ihres Amtes während dieser Zeit davon befreit.

Wir empfehlen weiter, die Corona-Warn-App und das Einchecken per QR-Code beim Gottesdienstbesuch zu nutzen.

Kirchencafé
Bitte beim Abholen des Kaffees und Abgeben des Geschirrs Maske tragen. Mindestabstand immer einhalten.

Veranstaltungen, Gruppen und Kreise
Wir empfehlen, wo immer möglich, Treffen ins Freie, zum Beispiel auf den Hof des Gemeindehauses zu verlegen. Bei Veranstaltungen in den Räumen bitte davor, danach und nach einer Dauer von 30 Minuten immer mindestens 15 Minuten gründlich lüften

Desinfektion
Alle Teilnehmer*innen desinfizieren sich bei Ankunft und vor Betreten des Raumes die Hände. Gebrauchsgegenstände, die von mehreren Personen genutzt werden (Türklinke, Lichtschalter, Tische, Kulis) werden vor und nach der Veranstaltung desinfiziert. In den Sanitärräumen stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung.

Wir bitten um Verständnis, wenn sich die Regeln angesichts des sich derzeit schnell entwickelnden Infektionsgeschehens kurzfristig ändern. Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Gottesdienste im August

Foto: Laurin Biewald

Die Gottesdienste beginnen jeweils um 10.00 Uhr.

  • 01.08. Pfr. Breithaupt
  • 08.08. Mathias Ott
  • 15.08. Gottfried Muntschick
  • 22.08. Curt Stauss
  • 29.08. Jugendgottesdienst

Wir planen, die Gottesdienste live auf YouTube zu streamen.

Bitte in allen Gottesdiensten die aktuellen Hygiene-Regeln beachten! Wir empfehlen, per Corona-Warn-App in den Gottesdienst einzuchecken. Bitte weiterhin im Gottesdienst Maske tragen.

Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden unter Beachtung von Hygieneregeln statt, je nach Wetterlage im Freien auf dem Kirchhof (Nähe Südausgang) oder im Turmraum.

Bitte beachten Sie die Ansagen im Gottesdienst zu Kollektenzwecken und Kirchencafé.

Informationen zu den Kindergottesdiensten
Alle Kindergottesdienste machen in den Sommerferien Pause. Die Bartholomäuse (0-2 Jahre) starten wieder am 29.08.

Sommerpause der „Bibelforscher“

Was früher der Kinder-Bibel-Treff war, sind jetzt die „Bibelforscher“. Die Kinder der 1. bis 4. Klasse treffen sich am kommenden Mittwoch, den 21. Juli um 14 Uhr zum letzten Mal vor der Sommerpause.

Zum Vormerken: Nach den Ferien geht es weiter am 15. September  und dann wie gewohnt jeden Mittwoch. Nur die Zeit ändert sich: Ab September starten die Bibelforscher immer um 14.30 Uhr.

Mitgliederversammlung Förderkreis verlegt

Weil am kommenden Sonntag, den 18.07.2021 in der Bartholomäuskirche kein Gottesdienst und kein Kirchencafe stattfindet, verlegt auch der Förderverein seine Mitgliederversammlung auf September. Ein genauer Termin wird bald bekannt gegeben.

Angedacht: Mit kleinen Schritten zum großen Ziel

Diese Predigt zu Mt 28, 16-20 hat Dorothea Vogel am vergangenen 6. Sonntag nach Trinitatis in der Gemeinde in Ilsenburg (Harz) gehalten. Dorothea ist angehende Prädikantin und hat diese Predigt im Rahmen des Aufbaukurses erarbeitet. Den Text stellt sie freundlicherweise als geistlichen Impuls für unsere Website zur Verfügung. Vielen Dank!

Liebe Gemeinde,
ich möchte heute gemeinsam mit Ihnen eine gedankliche Gebirgstour machen. Es geht durch verschiedene Gegenden mit kleinen und großen Bergen und durch verschiedene Zeiten.

Unser Weg beginnt in Halle, wo ich wohne. Eigentlich gibt es dort keine richtigen Berge. Und doch ist Halle hügeliger, als viele denken. Die Saale schlängelt sich nach jahrtausende langer Arbeit
durch das rötliche Porphyrgestein. Der sog. Galgenberg gehört zum Naturpark „Unteres Saaletal“. Dort gibt es typischen Trockenrasen und nur wenige Bäume und Sträucher.

Ganz anders hier rund um Ilsenburg mit seinen Mischwäldern im Nationalpark „Harz“. Der Buchberg und der Ilsestein sind beliebte Wanderziele ganz in der Nähe. Im Harz unterwegs zu sein,
ist immer wieder schön.

Auch in Galiläa gibt es Berge. Einige liegen zwischen rund 600 bis 1200 m über dem Meeresspielgel. Aufgrund von Regenreichtum sind sie üppiger bewachsen als andere Landesteile. Der Berg Meron gehört aufgrund seines Artenreichtums zu einem Naturschutzgebiet. Auf solch einen Berg bestellt Jesus seine Jünger. Und sie machen sich auf den Weg, um ihn dort zu treffen.

„Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg,
wohin Jesus sie beschieden hatte.
Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder;
einige aber zweifelten.
Und Jesus trat herzu [und] redete mit ihnen […].“

Der erste Schritt ist getan, indem die Jünger zum Berg gegangen sind. Und Jesus macht einen Schritt auf seine Jünger zu und spricht sie an. Dann geht er einen Schritt weiter. Denn jetzt sollen seine Jünger gehen. „Gehet hin“ ist die erste Aufforderung an sie. Er sendet sie. Er ist der Absender. Und die Völker sind die Adressaten. „[U]nd lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Das ist die zweite Aufforderung. „Geht, um zu lehren!“ Die Sendung beinhaltet einen Lehrbefehl. Die Jünger sollen lehren. Sie sollen lehren, was sie selbst gelernt haben.

Ich denke dabei an die Bergpredigt bzw. Berglehre. An diesem Berg in Galiläa erinnert Jesus die Jünger an einen anderen Berg. Auf diesem hören sie einen Auftrag. Auf jenem hörten sie seine
Rede. Das Kernstück war das Vaterunser. Es ging um das Almosengeben und um das Fasten. In der „goldenen Regel“ gab Jesus ihnen einen Maßstab für das tägliche Leben mit. Sie lautet:
„Alles nun, war ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.“

Die Seligpreisungen ermutigten viele; auch Zweifler. Und selig wird auch, wer seinen Glauben wie ein Haus auf festen Grund baut. An all dies erinnert dieser Berg. All dies sollen die Jünger lehren. All dies sollen die Völker hören. Und wer hört und glaubt, soll getauft werden. „Taufet sie“ ist die dritte Aufforderung. „Lehret und taufet!“ oder „Taufet und lehret!“ Wie herum auch immer. Beides gehört zusammen. Taufunterricht und Erwachsenentaufe gehören genauso zusammen wie Kindertaufe und Christenlehre.

Hier am Ende des Matthäus-Evangeliums verweist Jesus mit dem Befehl an diesem Berg auf die Lehre an jenem Berg. Und er verweist auf weitere Berge.

Ich denke an den Berg der Versuchung am Anfang des Evangeliums. Für mich ist das eine Mahnung, dass die Jünger auch bei ihrer Sendung Versuchungen ausgesetzt sein werden. Und ich denke an den Berg der Verklärung in der Mitte. Für mich ist das die starke, bildliche Zusage der Nähe Gottes. Die Jünger werden bei ihrer Sendung auch die überraschende Nähe Gottes erleben.
– Und diese Zusage wird hier dreifach deutlich.

1. „Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Die Taufe setzt in Beziehung. Durch die Taufe wird eine Beziehung hergestellt. Die Menschen aus allen Völkern
werden in ihrer Taufe auf Jesus bezogen. Auch wir. Jesus sendet die Jünger. Die Jünger gehen und lehren; und taufen gegebenenfalls. Und die Getauften glauben an Jesus.

Ich selbst wurde als Kleinkind getauft. Meine Eltern wählten für mich einen Taufspruch aus Psalm 121: „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß
nicht gleiten lassen und der dich behütet, schläft nicht.“ Diese beiden Verse begleiten mich schon fast mein gesamtes Leben. Und in Situationen, in denen ich dringend Hilfe benötige, mich mutlos
und verzagt fühle oder zweifle, bete ich meinen Taufspruch. Bereits diese Handlung hebt mich aus der Begrenztheit heraus.

Und so beschreibt es auch der Psalmist zu Beginn: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.“ Und er fragt: „Woher kommt mir Hilfe?“ Er hebt seine Augen nach oben. Vielleicht zu den Bergen seiner
Heimat – in Gedanken wohl beim Berg Zion. Denn auf dem Berg Zion in Jerusalem lässt Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, seinen Namen wohnen. Die Frage „Woher kommt mir Hilfe?“ ist
also schon eng verknüpft mit der Antwort. „Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Und so erlebe ich es auch. Ich hebe meine Augen nach oben, schaue gen
Himmel und weiß, Gottes Hilfe wird mir nahe kommen. Mein Taufspruch erinnert mich an diese Zusage.

2. „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Seine Gewalt, seine Vollmacht ist Jesus gegeben worden. Sie ist ihm von Gott gegeben worden. Die Vollmacht ist eine göttliche Gabe. Der
Berg in Galiläa ist der Ort der Über-Gabe dieser Vollmacht an die Jünger. Mit jedem „wie im Himmel so auf Erden“ im Vaterunsergebet wiederholen wir nicht nur das Kernstück der Bergpredigt, sondern auch Jesu Selbstzeugnis. Wir bekennen seine Vollmacht im Himmel und auf Erden. Und dass sie uns gilt!

3. „Ich bin bei euch alle Tage.“ Bei ICH BIN denke ich an einen weiteren Berg. ICH BIN – mit diesem Namen stellt sich Gott selbst Mose am Berg Horeb vor. Und Gottes ICH BIN ist DIE Zusage überhaupt!
Es heißt soviel wie: Ich bin für dich da. Ich helfe dir. Ich gehe mit dir. Dieses ICH BIN klingt hier an. „ICH BIN bei euch alle Tage.“ Nicht nur heute oder morgen, sondern alle Tage. Im Alltag und am Sonntag. Jeden Tag.

Das heißt, weil auch wir getauft sind auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, sind wir in Beziehung gesetzt. Zu Gott und zueinander! Und diese Beziehung gilt zeitlich auf dieser Erde. In der Woche und am Wochenende. In meinem Leben und an meinem Lebensende. In dieser Welt und bis ans Ende der Welt. Oder anders ausgedrückt: Durch unsere Taufbeziehung gehen wir auf unser Lebensziel zu. – Und diese Beziehung gilt ewig. Wir nennen es Himmel.

Liebe Gemeinde,
es sind die kleinen Schritte, die wir in unserem Leben gehen. Mit unseren kleinen Schritten nähern wir uns dem großen Ziel. So wie wir heute auf verschiedenen Wegen hierher gekommen sind, so
werden wir nachher auf unterschiedlichen Wegen weitergehen. Die Sendung steht am Ende des Gottesdienstes. Wir werden in die Weite gehen und gehen diesen Weg als Gesandte der Zusage Jesu.
In unsere Familien hinein oder an unsere Arbeitsplätze; in unsere Freundeskreise oder in spontane Begegnungen. Vielleicht gehen wir auch in der Nähe zu einer Nachbarin, besuchen jemanden zumMittagessen oder sind zum Sonntagskaffee eingeladen.

Bei unserer Taufe wurde dieser Predigttext gelesen. – Auch uns gilt der Aufruf: „Gehet hin und lehret!“ Das ist das Priestertum aller Getauften.Wir sind unterwegs als Getaufte und als Gesandte.
Für uns aus dem Prädikantenkurs wird dieser Text auch bei der Einführung bzw. ehrenamtlichen Ordination zum Dienst der öffentlichen Verkündigung gelesen. Wir werden beauftragt den dreieinigen Gott öffentlich zu verkündigen. Wir Prädikantinnen und Prädikanten werden gesandt zu den Bergen zwischen dem westlichen Thüringen und dem südlichen Brandenburg, von der Altmark bis
zum Altenburger Land.

Wir werden von der Kirche gesandt, um alles zu lehren und zu predigen. Und nach der ehrenamtlichen Ordination, um zu taufen und das Abendmahl einzusetzen. Wir gehen nicht nur zu den Bergen. Wir machen uns auch auf den Weg in die Täler und Ebenen; in die Dorfkirchen und Stadtgemeinden. Schritt für Schritt.

Gottesdienst am 18.07.

Der Gottesdienst am kommenden Sonntag 18. Juli findet als regionaler Gottesdienst um 10.15 Uhr in der Petrusgemeinde statt.

Im Gottesdienst wird Folker Hofmann, der neue Gemeindepädagoge der Bartholomäus- und Petrusgemeinde, durch Superintendent Hans-Jürgen Kant und die Kreis-Gemeindepädagogin Sabine Franz für seinen Dienst eingesegnet. Der Gottesdienst wird im YouTube-Kanal der Bartholomäusgemeinde gestreamt. Im Anschluss findet ein Sektempfang statt.

Der GKR hat festgelegt, dass an diesem Sonntag kein separater Gottesdienst für die Erwachsenen in Bartholomäus stattfindet.

Die Kindergottesdienste finden in den gewohnten Gruppen um 10 Uhr im Bartholomäus-Gemeindehaus statt. Wir bitten darum, die Kinder nach den Kindergottesdiensten zeitnah abzuholen.

Sommer-Phoebe 2021

Die neueste Ausgabe unseres Gemeindebriefes ist erschienen.

Die neue Phoebe gibt es demnächst in der Kirche und im Gemeindehaus und wird automatisch an alle Haushalte mit Gemeindemitgliedern verschickt. Wer so lange nicht warten will, kann sich die Ausgabe auch hier auf der Website herunterladen.

Mitgliederversammlung des Fördervereins

Der Förderverein der Bartholomäusgemeinde lädt seine Mitglieder und gerne auch interessierte Gäste zur Mitgliederversammlung am Sonntag, den 18.07.2021 nach dem Gottesdienst ins Gemeindehaus ein. Dort soll über neue Projekte, Ziele und langfristige Aufgaben gesprochen werden.

Brückenbauen in Tallinn

Pauline Bischoff ist 19 Jahre alt und engagierte sich lange in der Jugendarbeit der Bartholomäusgemeinde, bevor sie sich entschloss, für ein Jahr als Europäische Freiwillige in Estland zu arbeiten. Dort hat sie nicht nur viel über sich und über ihr Gastland gelernt. Sie hat auch eine Brücke zwischen zwei Gemeinden gebaut, die bis dahin nichts voneinander wussten.

Pauline, was genau hast du in Estland gemacht und was war deine Motivation für solch einen Freiwilligendienst?
Ich habe für 12 Monate in Tallin als Freiwillige der evangelischen Pühavaimu Gemeinde gearbeitet, einer Einsatzstelle der Diakonie Mitteldeutschland. Hauptsächlich habe ich bei der täglichen Arbeit im Kindergarten der Gemeinde mitgeholfen. Ich wollte nach der Schule noch mal weg, irgendwo mit anpacken, etwas für Andere tun und auch in einen ganz neuen Bereich reinschnuppern.

Warum gerade Tallinn?
Das war Zufall. Bei einer Veranstaltung der Diakonie wurden die Einsatzstellen vorgestellt und die Präsentation der Gemeinde hat mir so gut gefallen. An Estland hatte ich bis dahin überhaupt nicht gedacht. Aber es ist schön, mal etwas ganz anderes zu machen, etwas, das man vorher noch gar nicht so im Kopf hatte.

Was war für dich die größte Herausforderung?
Eindeutig die Sprachbarriere. Die Kinder im Kindergarten sprechen nur estnisch oder russisch und sie möchten sich mitteilen. Aber sie sind gleichzeitig auch die besten Lehrer. Man wird da wirklich ins kalte Wasser geworfen. Da hilft nur: Lernen und sich trauen. Oder man versteht ein Jahr lang nichts.

Was hat diese Zeit im Ausland mit dir gemacht?
Sie hat mich gefordert, aus meiner Komfortzone herauszukommen. Und sie hat mir beigebracht, auch bei Schwierigkeiten am Ball zu bleiben, wie beim Estnischlernen – und auch mal das Unbekannte zu entdecken.

Während deiner Zeit dort hast du ein Spendenprojekt für deine Gastgemeinde gestartet. Wie kam es dazu?
Während der Corona-Pandemie sind wichtige finanzielle Einnahmequellen der Gemeinde weggebrochen. Es kamen keine Tourist*innen mehr, das Gästehaus blieb unbewohnt, Veranstaltungen, bei denen normalerweise Spenden gesammelt werden, wurden abgesagt. So habe ich überlegt, wie ich die Gemeinde unterstützen kann. Über Vermittlung durch Pfarrer Döbbeling haben wir Kontakt zum Programm „Hilfe für Osteuropa“ der Diakonie bekommen. Dort haben wir Anträge auf Unterstützung gestellt. Außerdem ging die Kollekte eines Gottesdienstes der Bartholomäusgemeinde nach Tallin. Das Geld soll vor allem für den Kindergarten und die Jugendarbeit der Gemeinde ausgegeben werden. Die Spenden sind aber nur die eine Seite. Die andere ist, hoffe ich, dass sich daraus ein Kontakt zwischen „meinen“ beiden Gemeinden entwickelt. Hier freuen sich alle sehr über die finanzielle Unterstützung und hoffen, dass auch mal Besuch aus Halle kommt.

Was nimmst du mit aus Tallinn?
Respekt vor der Arbeit mit Kindern! Und noch mehr Faszination dafür, wie Kommunikation funktioniert. Notfalls nämlich auch mit Händen und Füßen. Aber irgendwie geht es immer.

Würdest du sagen, dass es für Christ*innen leichter ist, in der Fremde einen Platz zum Ankommen zu finden, einfach über die christlichen Gemeinschaften im Ausland?
Ein schöner Gedanke. Tatsächlich habe ich das erlebt als Freiwillige in der Gemeinde hier. Im Gottesdienst, zum Beispiel. Auch wenn ich lange kein Wort verstanden habe, dann war da doch immer ein Gefühl der Verbundenheit über die Gebete und Lieder, auch ganz ohne gemeinsame Sprache.

Vielen Dank, Pauline, für das Gespräch!

Die Fragen stellte Katharina Lipskoch.

Gottesdienst am 11.07.

Foto: Iris Hinneburg

10.00 Uhr
6. Sonntag nach Trinitatis
Predigtgottesdienst
Reinhard Grohmann

Wir planen, den Gottesdienst live auf YouTube zu streamen.

Bitte in allen Gottesdiensten die aktuellen Hygiene-Regeln beachten!

Wir empfehlen, per Corona-Warn-App in den Gottesdienst einzuchecken. Bitte weiterhin im Gottesdienst Maske tragen.

Segnungsdienst: Gebet und Segnung nach dem Gottesdienst finden unter Beachtung von Hygieneregeln statt, je nach Wetterlage im Freien auf dem Kirchhof (Nähe Südausgang) oder im Turmraum.

Nach dem Gottesdienst herzliche Einladung zum Kirchencafé! Bitte erst am Platz die Maske abnehmen.

Informationen zu den Kindergottesdiensten:
Die Kinder kommen zusammen mit ihren Eltern in die Kirche und gehen nach der Kindersegnung (am Platz durch die Eltern) zusammen ins Gemeindehaus.

  • Bartholomäuse (Kinder von 0-2 Jahren, gemeinsam mit einem Elternteil, anschließend Predigtgespräch): findet regulär statt
  • Maximäuse (Kinder von 3-4 Jahren): findet regulär statt
  • BartholoBande (Kinder ab 5 Jahren bis zur 5. Klasse): findet regulär statt

Die Kollekte am Ausgang in den Holzschalen wird für zwei ökumenische Projekte gesammelt.

In vielen Ländern dieser Erde werden Christen bedrängt und verfolgt. Auch in den mit der EKD verbundenen Auslandsgemeinden suchen Menschen Schutz und Hilfe. Es
gibt jedoch oftmals nur eine deutschsprachige evangelische Gemeinde in einem Land und die Nachbargemeinde ist mehrere tausend Kilometer entfernt. Deshalb soll eine
digitale Vernetzung zur gegenseitigen Beratung aufgebaut werden. Die Mitarbeitenden können ihre Arbeit viel effektiver gestalten, wenn sie sich schnell und unkompli-
ziert erreichen, abstimmen und weiterbilden können. Zur Umsetzung und Erhaltung solcher Programme dient die heutige Kollekte.

Gerade für junge Menschen in kleinen Minderheitskirchen sind Formen der Begegnung, der Fortbildung und des geistlichen Zusammenlebens von besonderer Bedeutung.
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) organisiert gemeindliche und diakonische Jugend- und Jugendbegegnungsprojekte der Partnerkirchen in Afrika, Asien, Osteuropa und Lateinamerika. Mit Ihrer Hilfe kann die VELKD schnell und unbürokratisch auf Anfragen zur Unterstützung solcher Projekte eingehen.

Herzlichen Dank für Ihre Gabe!

Digitale Kollekte
Wenn Sie nicht am Gottesdienst teilnehmen können, aber trotzdem spenden wollen, können Sie das über Paypal tun, dort ist ein Konto für unsere Gemeinde eingerichtet. Diese Spende wird der Reihensammlung (Kollektenbeutel am Ausgang)hinzugefügt.

Drei Fragen an Dorothea Kleiber

Foto: Jörg Lipskoch

Seit Anfang Mai arbeitet Dorothea Kleiber als Gemeindesekretärin in Bartholomäus. Schon in den ersten Wochen konnte sich der GKR versichern, dass er mit Frau Kleiber eine gute Wahl getroffen hat. Sie überzeugt mit ihrer strukturierten Arbeitsweise und organisiert kompetent die Arbeit im Gemeindebüro. Bereits jetzt hat sie einige Verwaltungsvorgänge so umgestellt, dass die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden. Das ist ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde.

Zum Einstand hat sie uns einige Fragen beantwortet.

Warum haben Sie sich auf die Stelle in Bartholomäus beworben?
Ich bin seit zwei Jahren Pfarrsekretärin im Pfarrbereich Landsberg, jedoch mit nur einem Stundenumfang von sieben Stunden. Mir hat die Arbeit für die sechs Gemeinden sehr gut gefallen und konnte mir gut vorstellen, auch hauptberuflich als Pfarrsekretärin tätig zu sein. Zum Zeitpunkt dieser Überlegungen entdeckte ich die Ausschreibung der Bartholomäusgemeinde. Diese Stelle empfand ich als sehr passend, da mir die Gemeinde als sehr lebendig und aktiv erschien und der Stundenumfang sehr gut passte. Nun bin ich sehr froh, hier angekommen zu sein und kann nun meine Kenntnisse effektiv nutzen und weiterentwickeln. Davon profitieren die Bartholomäusgemeinde und der Pfarrbereich Landsberg gleichermaßen.

Wie waren Ihre ersten Wochen?
Die ersten Wochen waren sehr holprig. Die Stelle ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von Aufgaben, bei denen man vor allem die Gemeinde, die Mitarbeitenden und deren Aufgaben kennen muss. Dies lerne ich nun Stück für Stück kennen. Zudem wurde der Arbeitsplatz technisch völlig neugestaltet. Da gab es einige Hürden zu überwinden, die aber jetzt weitgehend geschafft sind.

In der ersten Zeit gab es manchmal frustrierende Momente und die wird es sicher auch weiterhin hin und wieder geben. Doch immer wieder waren da auch Begegnungen mit den verschiedensten Menschen, gute und oft aufbauende Gespräche. Dafür bin ich sehr dankbar.

Worauf freuen Sie sich?
Ich freue mich auf eine sehr gute Zusammenarbeit mit alles Beteiligten und ein herzliches Miteinander, wie ich es bereits oft erlebt habe. Ich freue mich, wenn ich die vielen engagierten Ehrenamtlichen mit meiner Arbeit unterstützen kann.

Predigten

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